ADAC warnt bei Bußgeldforderung durch Inkassobüro

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BildVorsicht – der Juristischen Zentrale des ADAC werden derzeit vermehrt Fälle von ADAC Mitgliedern gemeldet, in denen das deutsche Inkassobüro Aalto Financial Services in Bremen versucht, im Auftrag italienischer Polizeibehörden bei deutschen Kfz-Haltern Bußgelder aus Verkehrsverstößen einzutreiben.

Meist handelt es sich um Parkverstöße am Gardasee. Das Inkassobüro beruft sich in seinen Schreiben auf eine Übertretung der italienischen Straßenverkehrsordnung. Diesen Zahlungsaufforderungen liegt nach ADAC Ansicht eine öffentlich-rechtliche Bußgeldforderung zugrunde, die nicht über private Inkassounternehmen vollstreckt werden kann.

Eine Vollstreckung von Bußgeldern aus Italien in Deutschland wird erst dann möglich, wenn Italien den EU-Rahmenbeschluss zur Geldsanktionenvollstreckung umgesetzt hat. Dies ist aber nach ADAC Informationen bisher noch nicht erfolgt. Und selbst dann wären für die Vollstreckung keinesfalls private Inkassounternehmen, sondern ausschließlich das Bundesamt für Justiz in Bonn zuständig.

Solange eine Vollstreckung italienischer Bußgelder hierzulande über die genannte EU-Regelung noch nicht möglich ist, können diese bis zu fünf Jahre lang nur in Italien selbst zwangsweise eingetrieben werden. Betroffenen Mitgliedern, die die Zahlungsaufforderung des deutschen Inkassobüros Aalto Financial Services ignorieren und daraufhin möglicherweise einen gerichtlichen Mahnbescheid erhalten, wird empfohlen, mit Hilfe eines ADAC Vertragsanwalts sofort Widerspruch gegen diesen Mahnbescheid einzulegen

Quelle: ADAC

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Gabriele Wilms

Seit vielen Jahren beschäftige ich mich intensiv mit der Tätigkeit des Reisejournalistin und Bloggerin. Ich betreue Toureal im als verantwortliche Chefredakteurin. Gut ein Drittel des Jahres bin ich daher für unser Reisemagazin unterwegs in den schönsten Hotels.

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