Klausentreiben – uralter Brauch aus keltischer Zeit

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Vor über 2000 Jahren fand ein Brauch seinen Ursprung, der sich bis heute im Allgäu hält und das ist das Klausentreiben. Immer am 5. und 6. Dezember ziehen in vielen Orten die wilden Rumpelklausen durch die Straßen und Gassen.

"Börwang brennt"Seit Jahrhunderten hat sich im Allgäu gelebte Tradition erhalten und wird alljährlich gefeiert. Kein Wunder, denn diese beeindruckende Landschaft mit sanften Hügeln, schroffen Felsen und tosenden Wasserfällen hat Respekt vor der Natur geschaffen und zu einem Leben im Einklang mit der Natur beigetragen. Und so kommt es, dass überlieferte Sagen, aber auch Arbeitsweisen der Alpwirtschaft aufgegriffen und gewürdigt werden.

Früher war vor allem in den langen, dunklen Winternächten die Furcht der Menschen vor bösen Geistern groß. Mutige junge Burschen kleideten sich dann in Fell- und Ledergewänder, setzten sich Tierköpfe oder Kappen mit Hirschgeweihen oder Ochsenhörnern auf und zogen johlend mit Schellen- und Kettengerassel los, um die Nachtgeister zu vertreiben.

Bis heute hat sich diese Tradition gehalten, auch wenn nun nicht mehr die Geister sondern vorwitzige Zuschauer gejagt werden. Die größte Klausenvereinigung der Alpen ist in Sonthofen zu finden, hier können Zuschauer ungefährdet dem Treiben am 5.12. zuschauen. Immenstadt feiert diesmal das bunte Treiben schon vorher am 04.12.14.

Foto Allgäu GmbH

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Gabriele Wilms

Seit vielen Jahren beschäftige ich mich intensiv mit der Tätigkeit des Reisejournalistin und Bloggerin. Ich betreue Toureal als verantwortliche Chefredakteurin. Gut ein Drittel des Jahres bin ich daher für unser Reisemagazin unterwegs in den schönsten Hotels Europas.

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