Iguazú: Zwei Seiten des wahrscheinlich schönsten Naturdenkmals der Welt

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Teil 1 – Auf der argentinischen Seite. Flughafen, Stadt und Hotel

Viele Leute assoziieren mit den Wasserfällen von Iguazú immer nur eine, die brasilianische Seite, dabei gibt es einen mindestens ebenso interessanten Teil auf argentinischem Staatsgebiet. Wer es richtig angehen will – und natürlich die Möglichkeiten dazu hat –, sollte für einen Besuch unbedingt zwei Tage einplanen und sich beide Seiten ansehen. Beides lohnt sich wirklich, denn beide Seiten sind erstaunlich unterschiedlich!

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Iguazú, Internationaler Flughafen

„Un destino, dos países!“ – „Ein Ziel, zwei Länder“ – heißt es deshalb auch auf vielen Prospekten, und beide Nationalparks arbeiten auch vorbildlich zusammen.

Misiones MAP(01)1Knappe 100 Minuten vom nationalen Flughafen Buenos Aires (AEP) entfernt, in der nordöstlichen Ecke von Argentinien, liegt der Flughafen Aeropuerto Internacional Cataratas del Iguazú (IGR). Der Flug von der Hauptstadt kostet hin und rück mit Aerolineas Argentinas ab 200 Euro.

Nach einem recht kurzweiligen Flug kommt man an diesem Flughafen an, der – wie erwartet – mitten in einem Meer grüner Vegetation liegt.

Von hier geht es per Taxi oder Bus zum kleinen knapp 7 km entfernten Städtchen Puerto Iguazú, das die typischen Features eines Dschungelortes hat. Manchen deutschen Bierfreund wird es vielleicht freuen, es gibt sogar einige Etablissements mit großer Warsteiner-Reklame.

Um das Städtchen herum, teilweise im dichten, stillen und romantischen Grün versteckt existiert eine Ansammlung von Unterkunftsmöglichkeiten – vom einfachen Backpacker-Hostel und Bed’n’Breakfast bis zum komfortablen 4-Sterne Hotel.

Puerto Iguazú – Hauptstrasse mit einem WARSTEINER-Lokal

Gleich etwas in Sachen Hotels: Auch wenn das Geld vielen Touristen nie locker sitzt, hier sollte man nicht sparen, denn die bleierne Hitze schlägt spätestens um zwei Uhr nachmittags so nieder, dass man froh ist, im klimatisierten (!) Zimmer einfach nur ausruhen zu können.

Eine Empfehlung: Das relativ neue „Villages Cataratas“. Cataratas, also Wasserfälle, heißen logischerweise so gut wie alle Hotels, deshalb gilt es gut aufpassen, dass man nicht das falsche Hotel auswählt oder ansteuert. (Auch die Taxifahrer kennen längst nicht alle neuen Hotels und fahren häufig orientierungs- und hilflos herum..)

In den „Villages Catarates“ haben wir ein Empfangsgebäude mit hilfreicher Rezeptionistin, zwei sehr freundlichen Hunden, aber unglaublich müden, die immer irgendwo herumliegen, und einem gut funktionierendem WLan.

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Iguazú, Hotel Villages Cataratas

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Iguazú, Hotel Villages Cataratas, Restarantkomplex

Separat steht ein großes gepflegtes, lichtdurchflutetes Restaurant für Frühstück- und Abendbufetts zur Verfügung und unweit davon ein Swimmingpool, der gut gewartet, aber wenig genutzt wird, obwohl er offen bis Mitternacht ist; der Grund ist einfach: in der Sommerhitze ist es auch am Pool fast unerträglich und das Wasser bringt keine echte Abkühlung.

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Iguazú, Hotel Villages Cataratas, Swimmingpool

Gut verteilt im grünen Gelände und durch ein System von etwas verwirrenden Holzwege und -treppen verbunden, liegen sieben Blocks mit je acht großzügigen Zimmern, die fast schon große Suiten sind und eine vierköpfige Familie gut beherbergen können. Achtung bei der Buchung, es gibt im Netz immer wieder Günstigpreise!

Iguazú, Hotel Villages Cataratas in grüner Umgebung

Ein ganz wichtiger Hinweis: Wer genug Zeit hat, also etwa am Nachmittag ankommt, sollte auf keinen Fall versäumen, in das lokale Tourismusbüro hineinzugehen und sich Prospekte, Karten und viele Tipps geben zu lassen – denn es gibt viel Interessantes in der Gegend – außer den Wasserfällen.

Karen und Iván vom Tourismusoffice Iguazú

Die beiden Damen dort sind immer sehr hilfsbereit, und wer spezielle Fragen oder besondere Anliegen hat, sollte versuchen, den jungen und sehr dynamischen Direktor des Tourismusbereiches von Iguazú, Iván Piedrabuena, zu erreichen. Iván ist ein früherer Guide, der neben seiner administrativen Arbeit immer noch viel mit Besuchergruppen unterwegs ist und wirklich etwas von seiner Sache versteht. (Neben spanisch spricht er auch englisch). Wer das Glück hat, von ihm geführt zu werden, hat echt was vom Park, denn es gibt kaum eine Frage, die Iván nicht beantworten kann. Das Tourismusbüro ist Teil von ITUREM (Iguazú Turismo Ente Municipal), der lokalen Tourismusmarketing-Organisation.

Bei dieser Gelegenheit: Keine Gefahr stellt übrigens derzeit die Zika dar. Iván stellt – Mitte Februar – nachdrücklich fest, dass bisher kein einziger Fall von Zika in seinem Gebiet vorgekommen ist.

Text und Fotos Manuel Stephan

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