20. Geburtstag mit „Eine Nacht in Venedig“ auf Birnbacher Art gefeiert

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Das ländliche Bad feiert mit einer eigenen Bearbeitung der Johann-Strauss-Operette „Eine Nacht in Venedig“ auf Birnbacher Art den 20. Geburtstag des Vitariums der Rottal Terme

Atrium 1

Das ländliche Bad – Bad Birnbach versteht sich seit jeher als der beginnende Süden. Im Rottal gibt es so viele Sonnenstunden wie kaum an einer anderen Stelle der Republik, die Spuren italienischer Baumeister sind zum Beispiel in vielen Kirchen, aber auch auf manchen Bauernhöfen noch Jahrhunderte später sichtbar, der Neue Marktplatz ist einer italienischen Piazza nachempfunden und die Rottal Terme, eine der schönsten Thermen in ganz Deutschland, wurde bei der Namensgebung italienisch geschrieben, also ohne „h“.

Was liegt da näher, als zum 20. Geburtstag des einzigartigen „Vitarium“ der Rottal Terme ein ganz besonderes Stück aufzuführen? Auf „Eine Nacht in Venedig“ fiel die Wahl, die gemeinsam mit dem Passauer Kulturpreisträger Christian Auer getroffen wurde – auch wenn das Werk aus der Feder von Johann Strauss und damit von einem waschechten Wiener stammt.

Die Handlung:

Atrium 2

Eine Gruppe Touristen wird in die Ausstellung „Bad Birnbach – Venedig des Nordens“ geführt in der sich mannigfaltige Ausstellungsstücke befinden, originale Masken, Möbel, eine Badewanne des Herzogs von Urbino und Puppen mit Kostümen aus dem 17. Jahrhundert. Wie von Zauberhand werden diese plötzlich lebendig und es entwickelt sich ein reges Treiben in den Gassen von Venedig. Venedig? Oder doch im ländlichen Bad, dem beginnenden Süden? Schließlich haben die Rottaler mit dem 105 Meter langen Thermenbach auch einen „Canale Grande“, und einen italienisch geprägten Marktplatz gibt es ebenfalls, wenngleich hierfür die Piazza del Campo in Siena Pate stand. Nun, das Schloss fehlt zwar, aber auch im Artrium lässt es sich ganz gut sein.

Johann-Strauß-Operette-„Eine-Nacht-in-Venedig“-auf-Bad-Birnbacher-Art-Foto-Kurverwaltung-Bad-Birnbach

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Wie und wo auch immer: Der Herzog hat zum Maskenball geladen. Da er ein echter Don Juan ist, haben alle Männer Angst, er könne ihre Frauen verführen. Sie versuchen mit allen Mitteln, das Erscheinen der Damen auf dem Maskenball zu verhindern. Ein Unterfangen, das nicht ohne Gegenmaßnahmen bleibt. Ein munteres Maskenverwirrspiel beginnt, was in der Bad Birnbacher Inszenierung dadurch verstärkt wird, dass einige Darsteller sogar in Doppelrollen auftreten. Es gibt noch eine Besonderheit am Rande: Das Ensemble, der Chor und viele weitere Akteure werden von der Sing- und Musikschule des ländlichen Bades gestellt. Die Musikschule hat in den vergangenen Jahren zahlreiche Preisträger, darunter sogar mehrere Bundessieger, bei „Jugend musiziert“ gestellt und kann nun die Früchte jahrelanger Anstrengungen ernten. Angeführt werden die jungen Musiker von Musikschulleiterin Piroschka Sztrokay und Chorleiterin Andrea Neumeyer. Ihnen stehen mit dem niederländischen Tenor Johan Melissen, Elisabeth Immelmann, Juliane Hiener und Armin Stockerer bekannte Größen der Operettenszene zur Seite.

Aufführungstermine sind am 16., 17., 23. und 24. Oktober jeweils um 20 Uhr im Artrium.
Am 25. Oktober gibt es um 15 Uhr eine Nachmittagsvorstellung.
Karten sind in der Gästeinfo im Artrium (08563/963046) erhältlich.

Fotos Gabriele Wilms

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Gabriele Wilms

Seit vielen Jahren beschäftige ich mich intensiv mit der Tätigkeit des Reisejournalistin und Bloggerin. Ich betreue Toureal als verantwortliche Chefredakteurin. Gut ein Drittel des Jahres bin ich daher für unser Reisemagazin unterwegs in den schönsten Hotels Europas.

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