Wandern mit dem Kinderwagen auf die Alm

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Wanderbegeisterte junge Eltern möchten auch mit dem Kinderwagen im Urlaub mobil sein. Nur – wo erfahren sie, welche Wege mit dem Kinderwagen geeignet sind? Chiemsee-Alpenland Tourismus stellt fünf Almtouren in der oberbayerischen Urlaubsregion vor, die mit dem Kinderwagen möglich sind und Spaß machen.

Foto Sabine Kohwagner

Die Tourenbeschreibungen enthalten auch spezifische Informationen für Wanderer, die mit ihrem Nachwuchs unterwegs sind und froh sind über eine Bank zum Stillen oder einen Spielplatz für die Kleinen. Den Text finden Sie über den untenstehenden Link. Eine detaillierte Darstellung mit Karte, Höhenprofil und 3D-Flug gibt es auf der Seite www.chiemsee-alpenland.de unter dem Stichwort „Kinderwagen“. Insgesamt neun Touren sind dort ausgearbeitet. Sowohl Tourdaten als auch Karte können als PDF heruntergeladen, ausgedruckt und in den Rucksack gepackt werden.

fünf ausgewählte Touren in der Region Chiemsee-Alpenland

Schattiger Aufstieg, Bänke zum Stillen, Wasser zum Plätschern – für die meisten Wanderer sind dies nicht die zentralen Informationen bei der Planung einer Almtour. Für Familien indes, die sich mit dem Nachwuchs im Kinderwagen auf den Weg machen, haben diese Deta ils einen hohen Stellenwert. Sie können die Entscheidung, welche Alm besucht wird,
maßgeblich beeinflussen.

Chiemsee-Alpenland Tourismus hat diese Informationen für Familien zusammengestellt. Grundlage dafür ist das im Bergverlag Rother erschienene Buch „Wandern mit dem Kinderwagen“. Fünf Almtouren aus allen Teilen der Region sind im Folgenden exemplarisch vorgestellt. Im Internet unter www.chiemsee-alpenland.de können die Karten und Höhenprofile heruntergeladen werden. Vor allem, wenn Kinder mitwandern, ist es ratsam, sich bei der Planung einer Tour im Internet über die jeweiligen Öffnungszeiten der Almen zu informieren. Derjenige, der den Kinderwagen schiebt, sollte mäßig trainiert sein, um auch einzelne steilere Passagen bewältigen zu können. Wer seine Kondition erst aufbauen
möchte, ist mit den leichten, flachen Wanderungen besser beraten, die im Buch zu finden sind.

Die Tregleralm in Bad Feilnbach:

Beliebt mit grandioser Aussicht durch den weiten Blick über das Voralpenland lockt vor allem an schönen Wochenenden zahlreiche Wanderer und Mountainbiker auf die Tregleralm auf 953 M. Auch für Familien mit Kinderwägen eignet sich die Tour, die größtenteils auf geschotterten Forstwegen durch den Wald führt. Erst kurz vor der Alm eröffnet sich der Panoramablick. Die Alm bietet kalte und warme Gerichte und für den Nachwuchs Sandkasten und Wickeltisch. Ausgangspunkt ist der Wanderparkplatz zwischen Bad Feilnbach und Hundham. Die Gesamtlänge (Hin- und Rückweg) beträgt rund sechs Kilometer bei 180 Höhenmetern, die bewältigt werden müssen. Auf der Strecke stehen Bänke zum Ausrasten oder Stillen. Weitere Informationen zur Tregleralm: www.tregleralm.de

Die Schlipfgrubalm in Brannenburg:

Schattig am Bach entlang gehr die Wanderung, vor allem an heißen Tagen sind Familien mit der Schlipfgrubalm (853 M) gut beraten. Denn der Weg führt durch schattigen Wald und am kühlen Bach entlang. Er enthält allerdings einige steile Passagen. Die Gesamtlänge (Hin- und Rückweg) beträgt rund dreieinhalb Kilometer bei 190 Höhenmetern, die bewältigt werden müssen. Ausgangspunkt ist der Wanderparkplatz oberhalb von Lechen bei Brannenburg. Weitere Informationen zur Schlipfgrubalm: www.hoehenrausch.de

Der Hohe Asten in Flintsbach:

Höchstgelegener Bergbauernhof – der Hohe Asten (1101 M) ist der höchstgelegene ganz
jährig bewirtschaftete Bergbauernhof Deutschlands. Für Familien, die den Berggasthof mit
dem Kinderwagen besuchen möchten, eignet sich der Aufstieg ab dem Bichlersee besser als die übliche Route ab Flintsbach. Die Tour gehört auch dann noch zu den schwierigen Wanderungen. Oben wartet eine gute Aussicht in die Inntaler Berge und für die Familien Spielplatz und Wickelmöglichkeit. Auf dem Rückweg bietet sich der kurze Abstecher
zum Bichlersee auf 950 Metern an. Ausgangspunkt ist der Parkplatz oberhalb des Gasthofs Bichlersee. Die Gesamtlänge (Hin- und Rückweg) beträgt rund zehn Kilometer bei 190 Höhenmetern, die bewältigt werden müssen. Allerdings führt der Weg häufig bergauf und
bergab. Weitere Informationen zum Hohen Asten: www.hoheasten.de

Die Doaglalm am Samerberg:

Brunch für sportliche Schieber Auf dem zweieinhalb Kilometer langen Weg zur anmutigen Doaglalm (976 M) im Wandergebiet Samerberg müssen mehr als 200 Höhenmeter bewältigt werden. Das erfordert nicht nur Kinderwägen, die über einen Schwenkschieber verfügen, sondern vor allem konditionsstarke Schieber. Sie werden auf der Doaglalm an Sonntagen mit einem Brunchbuffet belohnt. Die Doaglalm verfügt über Spielplatz und Wickeltisch und eine schöne Wiese, auf der die Kinder gefahrlos tollen können. Ausgangspunkt ist der Parkplatz Spatenau bei Grainbach. Die Gesamtlänge (Hin- und Rückweg) beträgt rund fünf Kilometer bei 215 Höhenmetern, die bewältigt werden müssen. Weitere Informationen zur Doaglalm: www.doagl-alm.de

Die Frasdorfer Hütte in Frasdorf:

Spielplatz und Murmeltiere – „Frasi“ lautet der Kosename der Frasdorfer Hütte (945 M) bei den Einheimischen. Das lässt zu Recht auf hohe Beliebtheit schließen. Der Weg führt ein gutes Stück am Bach entlang und enthält einzelne steilere Passagen. Auf der Alm wartet ein großer Spielplatz auf die Kinder. Wer Glück hat, kann auf der gegenüberliegenden Wiese Murmeltiere beobachten. Nur 45 Meter höher liegt die beschauliche Hofalm mit einer kleinen Auswahl almtypischer Gerichte. Ausgangspunkt ist der Parkplatz Lederstube bei Frasdorf. Die Gesamtlänge (Hin- und Rückweg) beträgt rund neun Kilometer bei 310 Höhenmetern, die bewältigt werden müssen. Weitere Informationen zur Frasdorfer Hütte: www.frasdorfer-huette.de

Über die Wanderregion Chiemsee-Alpenland:

Die Wanderregion Chiemsee-Alpenland ist von Hunderten Wanderwegen aller Schwierigkeitsgrade durchzogen. 60 bewirtschaftete Almen locken die Wanderer mit almtypischen Brotzeiten und Gerichten wie Kaiserschmarrn und Speckknödel. Die beliebtesten Almgebiete für gemütliche Wanderer sind am Samerberg, im ausgedehnten Sudelfeld an der österreichischen Grenze sowie im Priental mit seinem markanten Hausberg, der Kampenwand. Sportlich anspruchsvolle Wanderer bevorzugen den Wendelstein, Brünnstein oder Hohen Traithen.

Auf dem Gipfel der Hochries können Wanderer in 1569 Metern Höhe übernachten. Der Preis pro Person beträgt ab 12,50 Euro. Im Naturfreundehaus Breitenberghütte am Wendelstein kostet eine Übernachtung ab sieben Euro. Beide Hütten bieten Frühstück an. Das ganze Jahr über finden Aktivurlauber im Chiemsee-Alpenland eine Vielfalt an sportlichen Möglichkeiten in der Natur vor. Hunderte Wander- und Radwege verschiedener Schwierigkeitsgrade durch ziehen die oberbayerische Seen- und Berglandschaft. Alpines Gelände und einsame Waldwege sind ein begehrtes Terrain für Wanderer.

Informationen Claudia Kreier, Chiemsee-Alpenland Tourismus GmbH & Co.KG und Fotos Copyright: Sabine Kohwagner

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Über den Autor

Gabriele Wilms

Seit vielen Jahren beschäftige ich mich intensiv mit der Tätigkeit des Reisejournalistin und Bloggerin. Ich betreue Toureal als verantwortliche Chefredakteurin. Gut ein Drittel des Jahres bin ich daher für unser Reisemagazin unterwegs in den schönsten Hotels Europas.

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