Teilwanderung auf dem Rodalber Felsenwanderweg

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Als erster Wanderweg in der Pfalz ist der Rodalber Felsenwanderweg als „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ ausgezeichnet worden. Auf rund 45 km führt die Etappentour an über 100, davon 20 namentlich benannten Felsmassiven vorbei und bietet grandiose Ausblicke auf die Region.

Rodalber Felsenwanderweg

Mitten im größten zusammenhängenden Waldgebiet Deutschlands, dem Biosphärenreservat Naturpark Pfälzerwald windet sich der erste qualifizierte Wanderweg der Pfalz, vorbei an bizarren Felsformationen, durch sämtliche Seitentäler der Rodalb. Rustikale Sitzgruppen bieten ideale Rastmöglichkeiten und laden zum Verweilen ein. Nicht nur für Kinder faszinierend ist die Bärenhöhle, die größte natürliche Felshöhle der Pfalz. Auf einer Fläche von zirka 180.000 Hektar erstreckt sich ein wahres Naturparadies in dem sogar der Luchs wieder heimisch geworden ist. Die Bundsandsteinfelsen mit ihren bizarren Formen bilden einen eindrucksvollen Kontrast zum saftigen Grün des Waldes. Der Felsenwanderweg ist 45 km lang und kann je nach Lust und Laune in bequemen Etappen erwandert werden.

Karte Rodalber Felsenwanderweg

Vor einigen Jahren stellen einige Mitglieder des Verkehrsvereins und des Pfälzerwaldvereins Rodalben fest, dass es rund um Rodalben viele Felsen und Felsformationen gibt, die nur schwer zugänglich und somit auch weithin unbekannt sind. Einige der mächtigen Felsmassive hatten nicht mal einen Namen. Es wurde beschlossen, diese Felsen durch einen Wanderweg zu erschließen und zu verbinden. So war die Idee des Felsenwanderweges geboren. Über 130 Felsen mit einer Länge von mindestens 15 bis zu 500 Metern (Alte Burg, Horbergfelsen) wurden aufgelistet. Die Höhe der Felsen bewegt sich zwischen 3 und 18 Meter. Zur Orientierung dienen Wegpfosten, die von 1 bis 101 nummeriert wurden. Für die Rundwanderung sollten zwei bis vier Tagesetappen veranschlagt werden.

Bei unserem Besuch dieser Region sind wir ein Teilstück dieses faszinierenden Wanderweges gewandert. Start der Tour war die Pfälzerwaldverein Hütte Hilschberghaus. Sie ist eine gemütliche Einkehr, wo man ganz hervorragend essen und auch übernachten kann. Seine Besonderheit ist die Vielzahl der Felsformationen direkt am Weg, die beeindruckenden Felsmassive bringen uns immer wieder zum Staunen. Es ist einfach Wahnsinn, was die Natur da geschaffen hat. Bei den riesen Felsen kommt man sich richtig klein vor. Wir wandern entlang am Krappenfelsen und Hirschbergfelsen und machen einen lohnenswerten Abstecher zum Saufelsen. Diese Felsformation ist einfach gigantisch und jeder hält ihn auf dem Bild fest. Der Wanderweg hat einen mittleren Schwierigkeitsgrad, es sind sehr gut ausgebaute Wege.

Überhaupt kann ich einfach nicht genug davon bekommen zu knipsen, immer wieder entdecke ich tolle Fotomotive. Einfach schön sind diese zum Teil bunten Felsen, manche ähneln Bienenwaben in den Ansätzen oder sind quergestreift, wo man genau jede Felsenschicht deutlich sieht. Weiter entlang des Felsenwanderwegs kommen wir an dem hinteren Rappenkopf, den Rappenkopffelsen vorbei. Nach etwa 3 km haben wir unser kurzes Etappenziel erreicht.

Der Felsenwanderweg führt natürlich viel weiter, wir haben uns ja nur ein ganz, ganz kleines Teilstück erwandert. So geht es weiter zum Kuhfelsen im Clauser Tal und in einem Bogen gelangt man zur Rodalb Vorbei am Karl-May-Felsen führt der Pfad zum Geißbühl und zur Bärenhöhle am Bärenfelsen. Die Bärenhöhle ist die größte natürliche Bundsandsteinhöhle der Pfalz. Weiter geht es durch das Langenbachtal zum Bruderfelsen. Dieses Wahrzeichen thront hoch über der Stadt Rodalben. Die Felsen am Rodalber Felsenwanderweg bestehen aus Sedimenten, die zu Beginn des Erdmittelalters abgelagert wurden. Die dieser Zeit entsprechende geologische Formation nennt man Trias, die wie der Name besagt, aus drei Abteilungen besteht, deren unterste und somit älteste der Buntsandstein ist. Die Felsen, die hier um Rodalben alle etwa auf gleicher Höhe (300 m ü. N.N.) liegen, gehören in dessen jüngeren Teil und sind etwa 200 Millionen Jahre alt.

Der Rodalber Felsenwanderweg ist sehr gut markiert, mit „F“ und Wegepunkten. Er ist individuell begehbar. Empfehlenswert ist trotzdem die Wanderkarte mit Begleitheft, die zum Preis von 2,50 €, unter anderem bei der örtlichen Tourist-Information erhältlich ist. Für die Wanderung wird bequeme Wanderschuhe, Proviant, im Sommer vor allen Dingen Wasser und Wetterfeste Kleidung empfohlen


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Über den Autor

Gabriele Wilms

Seit vielen Jahren beschäftige ich mich intensiv mit der Tätigkeit des Reisejournalistin und Bloggerin. Ich betreue Toureal als verantwortliche Chefredakteurin. Gut ein Drittel des Jahres bin ich daher für unser Reisemagazin unterwegs in den schönsten Hotels Europas.

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