Radtour zur Adriaküste

0

Das Kempinski Hotel Adriatic hat uns mit Mountainbikes ausgerüstet und so sind wir zu einer gemütlichen Radtour in Richtung Savudrija und dem ältesten Leuchtturm an der Adria gestartet.

Radtour

Wir haben fantastisches Wetter, strahlender Sonnenschein, das tut richtig gut, nach dem hässlichen kalten Wetter in Deutschland. Unsere Tour führt uns vorbei an Olivenplantagen und ist mit geringen Steigungen auch besonders für ungeübte Radler zu schaffen. Fast schon ein bisl Spazierradeln, mir etwas zu langsam, so radle ich immer mal wieder vor oder lass mich für Fotostopps zurück fallen. Wir erreichen das Meer, die Adria und ich bin erst einmal ein bisschen überwältigt, wie schön das türkisblaue Wasser schimmert. Das kleine Fischerdorf Savudrija ist der erst Ferienort, auf dem man im kroatischen Teil Istriens stößt. Weiter geht es immer an der Küste unter Piniengipfeln entlang. Ich muss immer wieder anhalten und meinen Fotoapparat zücken und Bilder schießen. Wunderschön spiegelt sich die Sonne auf dem glasklaren Wasser.

Nun sind wir an der westlichen Spitze Istriens angekommen und hier erwartet uns die bekannteste Attraktion von Savudrija der Leuchtturm. Der 36 Meter hohe Turm wurde 1818 erbaut. Der Legende nach hat Savudrija seinen Namen nach den Sohn des deutschen Kaisers Barbarossa – Otto erhalten. Dieser versuchte sich während des Seekampfes bei Savudrija im Jahre 1177 gegen die vereinigte Flotte des Papstes Alexander III in einer Wasserzisterne zu verstecken. ‘Savlo re’ (der gerettete König) ist auf diese Weise zu dem Toponim Salvore bzw. Savudrija geworden. Die touristischen Aktivitäten auf Bujština haben in dieser Gegend ihre Wurzeln. Es war noch zur Zeit der österreichisch-ungarischen Monarchie, als man ausgerechnet Savudrija zum Urlaubs- und Kurort ausgewählt hat. Zahlreiche am Meer gelegene Villen und Sommerresidenzen zeugen noch heute davon, dass man sich hier ausgezeichnet erholen und stärken konnte und noch heute Energie tanken kann. Faszinierend sind die speziellen Holzständer, in denen seit je her auf besonderen Weise die Fischerboote aufbewahrt werden und damit eine Tradition aufrecht gehalten wird.

Die Fahrradstrecken auf Istrien sind gut beschildert und führen an zahlreichen historischen Überresten von römischen Gebäuden vorbei. Lohnenswert ist immer die Einkehr in eine der urigen gastronomischen Einrichtungen und die kroatischen Spezialitäten zu probieren.

Bei unserer Ankunft am Leuchtturm wurden wir mit einem Sektempfang überrascht und dann ging es hoch hinauf auf den 36 m hohen, sehr gut restaurierten Leuchtturm. Uns erwartete ein fantastischer rund um Blick und wir genossen die Aussicht und die schon fast unter gehende Sonne. Jeder Besucher kann den Turm besteigen, es muss nur vorher angemeldet werden, was ganz sicher das Hotel gern für Sie übernimmt. Bei untergehender Sonne über dem Meer vergisst man schnell die Zeit und genießt, einfach traumhaft. Aber genug geschwärmt, auf einer etwas anderen Route fahren wir wieder zurück zum Hotel. Eine Radtour, die sich richtig gelohnt hat.

Es gibt für die Region einen tollen Fahrradführer von Nordwest Istrien, der in deutscher und englischer Sprache verfasst wurde. Hier sind die Radtouren mit Kartenmaterial und Schwierigkeitsgrad, sowie den Sehenswürdigkeiten super gut beschrieben und mit tollem Bildmaterial illustriert. Da bekommt man sofort Lust aufs Rad zu steigen und los zu radeln. Insgesamt 13 Radtouren von 25 km bis zum längsten Radweg Perenzana mit 60 km Länge wurde diese eindrucksvoll beschrieben. Dieser Fahrradführer ist im Kempinski Hotel Adriatic erhältlich.

Fotos Gabriele Wilms

Booking.com

Über den Autor

Gabriele Wilms

Seit vielen Jahren beschäftige ich mich intensiv mit der Tätigkeit des Reisejournalistin und Bloggerin. Ich betreue Toureal als verantwortliche Chefredakteurin. Gut ein Drittel des Jahres bin ich daher für unser Reisemagazin unterwegs in den schönsten Hotels Europas.

Hinterlassen Sie einen Kommentar