Mit Marcel Wüst und E-Bike auf dem Hunsrück-Radweg

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Im Juni 2011 wurde der neue Radweg durch den Hundsrück der „Hunsrück-Radweg“ eröffnet. Gemeinsam mit dem Ex-Radprofi Marcel Wüst haben wir einen Teil des neuen Radweges mit dem E-Bike ausgetestet, Marcel natürlich mit seinem RedBull-Rad. Gestartet sind wir von Kell am See, vom Hotel – Restaurant „Zur Post“, ein Bett and Bike Hotel, das direkt an dem neuen Radweg liegt.

Hunsrückradweg

Der neue Hunsrück-Radweg ist eine Ost-West-Verbindung zwischen dem Saar-Radweg und dem Rhein-Radweg und damit eine neue Radstrecke durch die Mittelgebirgslandschaft, dem Hunsrück, welcher dem Radweg auch seinem Namen gab. Er beginnt in Saarburg an der Saar und geht auf ca. 155 Kilometern bis nach Bacharach am Rhein. Er beginnt mit kurzem, steilen Anstieg aus dem Tal der Saar für geübte Freizeitradler und besonders für E-Bikes geeignet, abwechslungsreich durch die Schatzkammer des Hunsrück, durch den Hochwald, über den legendären Erbeskopf und durch den Idarwald zu den Orten im vorderen Hunsrück Simmern und Rheinböllen bis hinunter ins romantische Rheintal.

Den Radfahrer erwartet jede Menge Natur auf dem Panorama-Radweg mit Hunsrück-typischen Aussichtspunkten, entlang der Strecke glitzernde Bäche, dichte Wälder, Blumenwiesen und romantische Bergruinen. Der richtig gut ausgeschilderte Radweg ist in vier Etappen aufgeteilt. Unsere Tour ist als zweite Etappe des Hunsrück-Radweges und beginnt in Kell über Reinsfeld bis Hermeskeil, wo die ehemalige Hochwaldbahn ihre Trasse den Radwegen überlassen hat. In Reinsfeld ist die Lokomotive als Zeitzeuge bei unserer ersten Rast sichtbar.

In Hermeskeil machten wir kurz Halt in der Flugausstellung Junior, der größten privaten Flugzeugausstellung der Familie Junior in Europa mit 115 Flugzeugen. Leo Junior, der Gründer ist selbst nie geflogen, hat aber Flugzeuge im Maßstab 1:6 nachgebaut und bald seine Sammelleidenschaft entdeckt und hat 1973 die Ausstellung gegründet. Sein Sohn Peter führt heute gemeinsam mit seiner Frau das Lebenswerk seines Vaters weiter und baut die Ausstellung auf einer Fläche von 75.000m² ständig weiter aus. An Bord der Concorde ist ein Cafe mit ca 150 Sitzplätzen, hier nehmen wir einen kleinen Imbiss zur Stärkung nach der ersten Anstrengung zu uns.

Danach beginnt der lang gestreckte Anstieg in Richtung Erbeskopf, mit 816 m der höchste Gipfel von Rheinland-Pfalz. Durch unseren eingebauten Rückenwind ist der Anstieg kaum zu merken. Wichtig dabei ist aber immer zum richtigen Zeitpunkt zu schalten und die Motorunterstützung zuzuschalten. Am Erbeskopf lädt das Hunsrückhaus mit Ausstellungen rund um die Natur des Hunsrück, Wald, Klima und Freizeit, Erlebnisgelände und Waldspielplatz ein. In lang gestreckter und gewundener Talfahrt über bestens ausgebaute Forstwege geht es schließlich hinab nach Morbach, ein Zentrum traditioneller Holzindustrie und moderner Energiewirtschaft.

Weiter geht es für uns auf einem Stück der dritten Etappe des Hunsrückradweges nach Sohren. An der Wasserburgruine Baldenau vorbei streift der Hunsrück- Radweg den Idarwald und verläuft zwischen Büchenbeuren und Sohren am Flughafen Hahn auf eigenen Wegen. Die einzige Wasserburg im Hunsrück, die Burgruine Baldenau im Quellgebiet der Dhron ist der perfekte Ort um ein Picknick einzunehmen und genau dieses präsentiert uns der der Besitzer und Chefkoch des Hotels „Zur Post“ Herr Krämer. In einer überdimensionalen Pfanne brät er leckere Röstis und dazu gibt es Hähnchen und leckeren Dipp. Wir fahren an diesem Tag nur bis Sohren, hier angekommen geht es zu unserem Übernachtungsziel dem Hotel „Zum Felsenkeller“, welcher uns mit einem köstlichen Abendessen empfängt. Am nächsten Tag besuchen wir Kirchberg, die älteste Stadt im Hunsrück, hindurch nimmt der Radweg den gleichen Verlauf wie der Ausonius-Weg, die Römerstraße von Bingen nach Trier. Hier nehmen wir an einer historischen Stadtführung mit Winfried Wagner als Freiherr von Drais im originalen Gewand und mit seinem im Jahre 1817 erfundenen berühmten Laufrad, der Draisine teil.

Diese führt uns zu den bedeutendsten Orten von Kirchberg, wie der ältesten Apotheke (1752) des Hunsrücks und als Abschluss dem Heimathaus, das 1732 erbaut wurden und in dem sich seit 1984 da Heimatmuseum befindet, die Zimmeraufteilung ist original so erhalten wurden. Es war ein tolles Erlebnis mal gemeinsam mit dem Ex-Radprofi Marcal Wüst zu radeln, ohne Motorunterstützung hätten wir wahrscheinlich keine Change gehabt, wobei er heute immer mehr auf das Genussradeln umsteigt und auch gern das Rennrad gegen das Familienrad mit Kindersitz eintauscht und das macht er am liebsten im RadWanderland Rheinland-Pfalz. Er mag besonders die einzigartige Landschaft und Kultur.

Fotos Gabriele Wilms

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Über den Autor

Gabriele Wilms

Seit vielen Jahren beschäftige ich mich intensiv mit der Tätigkeit des Reisejournalistin und Bloggerin. Ich betreue Toureal als verantwortliche Chefredakteurin. Gut ein Drittel des Jahres bin ich daher für unser Reisemagazin unterwegs in den schönsten Hotels Europas.

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