Centro de Portugal erweitert – jetzt gibt’s noch mehr Highlights

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Mehr Kultur, mehr Wassersport, mehr Sehenswürdigkeiten – die räumliche Vergrößerung der Region Mittelportugal steigert die touristische Vielfalt. Durch eine Umstrukturierung der touristischen Regionen Portugals hat das Centro de Portugal jetzt noch mehr an Attraktivität gewonnen. Städte wie Tomar und Alcobaça, Óbidos und Batalha sind neue Highlights für Kulturfans. Die Strände von Peniche und Nazaré genießen bei Wassersportlern – vor allem bei Surfern – Weltruhm.

Obidos Credit Jose Manuel

Obidos Credit Jose Manuel

Schon bislang war Mittelportugal ein höchst attraktives Ziel. Die Weltkulturhauptstadt Coimbra, Aveiro mit seinen bezaubernden Jugendstilhäusern und seinen pittoresken Kanälen, die wilde Bergwelt der Serra da Estrela, die verwunschenen Schieferdörfer und der magische Zauberwald von Buçaco – an guten Gründen für eine Reise ins Centro de Portugal mangelte es auch in der Vergangenheit nicht. Durch die Erweiterung der touristischen Region Centro de Portugal in südliche Richtung gehören nun eine ganze Reihe von Orten zu Mittelportugal, die das touristische Potenzial erheblich vergrößern.

Zu den „neuen“ kulturellen Schätzen gehören Tomar mit seinem weltberühmten Christusritterkloster und einem sehr ursprünglich erhaltenen jüdischen Viertel in den Gassen der Altstadt. Auch in Batalha zählt das im gotischen Stil erhaltene Kloster Santa Maria da Vitória zu den Meisterwerken sakraler Baukunst in Portugal. In Alcobaça dreht sich das Leben bis heute um die im 12. Jahrhundert von den Zisterziensern gegründete Klosteranlage mit ihren prächtigen Kreuzgängen.

Alle drei erwähnten Klöster wurden von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen. Für Christen aus aller Welt gehört Fátima zu den bekanntesten Wallfahrtsorten. Millionen von Kranken suchen alljährlich in der Hoffnung auf eine Wunderheilung den einst von den Mauren gegründeten Ort auf, in dem 1917 eine Marienerscheinung beobachtet wurde.

 

Convento de Cristo Tomar Credit Jose Manuel

Convento de Cristo Tomar Credit Jose Manuel

Óbidos, ein reizvolles kleines Städtchen mit blendend weiß gekalkten Häusern und üppigem Blumenschmuck, ist von jeher ein beliebtes Ausflugsziel.

Die mittelalterlichen Gassen bilden auch die Kulisse für viele kulturelle Aktivitäten. Literarische Veranstaltungen genießen hier einen ebenso hohen Stellenwert wie das alljährlich im März stattfindende Internationale Schokoladen-Festival, das Naschkatzen aus aller Welt anzieht.

Und der Royal Óbidos Golf ist der einzige Golfplatz Mittelportugals. Gleich vor den Toren der Stadt wurde die Anlage harmonisch in die Hügellandschaft eingefügt.

Und noch etwas hat die erweiterte Region Mittelportugal zu bieten: Wellen – und zwar gigantische! Seitdem am 1. November 2011 der hawaiianische Surfer Garrett McNamara auf einer 23,77 Meter hohen Welle surfte und es damit bis ins Guinness-Buch der Rekorde schaffte, geben sich in dem kleinen Küstenort Nazaré die besten Surfer der Welt ein Stelldichein. Nicht weniger attraktiv sind die phänomenalen Wellentunnel am Strand von Supertubos bei Peniche, wo regelmäßig internationale Wettbewerbe wie zum Beispiel das Moche Rip Curl Pro veranstaltet werden.

Alcobaca Credit John Copland

Alcobaca Credit John Copland

Die Region Centro liegt zwischen Portugals grünem Norden und der Region um Lissabon. Sie lockt mit einer der abwechslungsreichsten Landschaften des Landes. Im Westen findet man am Atlantik lange weiße Sandstrände, im Osten reicht die Region bis an die Grenze zu Spanien. Das Centro de Portugal war und ist auch heute noch in vielerlei Hinsicht das geistige und kulturelle Zentrum des Landes. Die wichtigsten Städte sind Coimbra mit der berühmten Universität, Aveiro am Rande einer faszinierenden Hafflandschaft und das zentral gelegene, geschichtsträchtige Viseu. Mittelportugal empfängt seine Besucher mit einer zauberhaften Hügellandschaft und urigen Dörfern, in denen alte Traditionen noch lebendig sind und die sorgsam renoviert und für den sanften Tourismus erschlossen wurden. Ein „Höhepunkt“ der Region ist die Serra da Estrela; im höchsten Gebirge des portugiesischen Festlandes findet man auch Portugals einziges Skigebiet.

Quelle und Fotos: Pura Communications

Über den Autor

Gabriele Wilms

Seit vielen Jahren beschäftige ich mich intensiv mit der Tätigkeit des Reisejournalistin und Bloggerin. Ich betreue Toureal als verantwortliche Chefredakteurin. Gut ein Drittel des Jahres bin ich daher für unser Reisemagazin unterwegs in den schönsten Hotels Europas.

2 Kommentare

  1. Mittel-und Noprdportugal ist kein Badeziel. Ensprechend ist deutschsprachiger Service selten vorhanden. Um die genannten Sehenswürdigkeiten zu erschließen, sind Ferienhäuser als Standquartier sehr gut geeignet. Wir vermtteln dabei i.d.R. Privathäuser, die vom Besitzer nicht mehr genutzt werden. Gern möchte der DOURO erwähnt sein, der feinste Schiffsreisen (vortzügliche Balkonkabinen) und die Einbeziehung der Region um Lissabon und Coimbra (Vorprogramm) ermöglicht!

  2. Es ist wirklich gut, dass diese Erweiterung nun auch mehr Licht auf Städte wie Tomar wirft.
    Ich bereise Portugal seit 28 Jahren und die Gegen zwischen Nazaré, Peniche und Tomar gehört für mich zu den Highlights.
    Eine solche Vielfalt – landschaftlich und kulturell – auf relativ kleinem Raum ist schon eine Reise wert.
    Danke auch für diesen Bericht, der das schön darstellt.

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