Grand Canyon National Park – Weltwunder der Natur

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Der Grand Canyon ist ein Weltwunder der Natur und ein Geschenk vergangener Generationen. Stellt man sich an den Abgrund des Canyons und blickt in ihn hinein, so wird man im Anschluss sagen müssen: „Diese Schönheit und Größe ist kaum in Worte zu fassen!“

Der Grand Canyon mit seinem Colorado River wurde im Jahre 1893 verhältnismäßig spät im Bundesstaat Arizona entdeckt. Der damalige US-Präsident Harrison erklärte die tiefe Schlucht zum Naturschutzgebiet. Und seit dem Jahre 1919 wurde er aufgrund seiner geologischen, ökologischen und kulturellen Besonderheit als Nationalpark anerkannt. Der Grand Canyon National Park hat eine Länge von 446km, eine Tiefe von etwa 1,4km und misst zwischen Süd- und Nordrand eine Breite von bis zu 26km. Es ist das Zusammenwirken von Länge, Breite und Tiefe die dem Canyon diese überwältigende Dimension verleiht. Präsident Theodore Roosevelt (Amtszeit: 1933-1945) beschrieb den Grand Canyon einmal mit folgenden „Goldenen Worten“, die trefflicher kaum sein könnten:

„Arizona besitzt im Grand Canyon ein Naturwunder, das in der ganzen Welt nicht seinesgleichen hat. Was den Canyon angeht, möchte ich um eines bitten – lassen Sie dieses große Wunder der Natur so, wie es jetzt ist. Ich hoffe, dass Sie nicht ein einziges Gebäude geplant haben, kein Sommerhaus, kein Hotel, nichts, was die Schönheit des Canyon beeinträchtigen könnte. Lassen Sie alles so ursprünglich, wie es ist. Hier gibt es einfach nichts zu verbessern. Die Zeiten haben diesen Canyon geformt, der Mensch kann ihn nur verformen. Es steht in ihrer Macht, den Canyon für ihre Kinder und Kindeskinder zu bewahren, für alle, die nach Ihnen kommen, als die unumstritten größte Sehenswürdigkeit, die jeder Amerikaner einmal gesehen haben sollte.“

Etwa 4,5 Millionen Besucher kommen heute jährlich, um einmal in diese beeindruckende Schlucht schauen zu dürfen. Die meisten von Ihnen kommen während der Sommermonate (Juni-August) wo es mittags schon gut und gerne mal 40°C im Inneren der Schlucht sein können. Aber auch die Wintermonate mit bis zu -7°C haben ihren ganz besonderen Reiz: weniger Besucher und ein schneeweißer Canyon.

Der Grand Canyon ist „offiziell“ von zwei Seiten zugänglich: vom South Rim und North Rim. Es gibt aber auch einen Ein- und Ausgang am West Rim und East Rim. Doch die meisten Besucher fahren den Grand Canyon über South und North an. Der South Rim befindet sich 100km nördlich von Williams, Arizona und kann über den Highway 64 von der Interstate 40 erreicht werden. Sollte ihr Ausgangspunkt Flagstaff sein, dann fahren Sie 130km nördlich über den Highway 180 oder 64. Der South Rim ist ganzjährig geöffnet. Der North Rim ist vom South Rim 350km entfernt und kann mit einer 5-stündigen Autofahrt erreicht werden. Der North Rim hingegen ist nur von mitte Mai bis mitte Oktober geöffnet. An jeden dieser Orte müssen Sie eine Eintrittsgebühr von $25 pro Privat-PKW und $12 pro Fußgänger und Radfahrer entrichten. Der Eintritt ist 7 Tage lang gültig. Sollten Sie auf Ihrer Reise durch die USA weitere Nationalparks besuchen, dann entscheiden Sie sich für den Paß „America the Beautiful: National Parks and Federal Recreation Areas Pass“ für $80, denn dieser berechtigt Sie zu einem kostenlosen Eintritt in alle Nationalparks der USA.

Durchschnittlich 2300 Meter über NN liegt der South Rim. Alle Besucher mit Atem- oder Herzbeschwerden seien hiermit gewarnt, da das Gehen in diesen Höhenlagen anstrengend sein kann! Alternativ können diese Besucher, sowie auch alle anderen, die kostenlosen Shuttle Busse des South Rims benutzen. Vier Busse bedienen verschiedene Aussichtspunkte sowie Villages entlang des Rims an. Zu finden sind die Einzelnen Buslinien entweder an einer der Haltestellen in ihrer Nähe oder in der Grand Canyon „The Guide“ – Zeitschrift, welche Sie am Parkeingang zusammen mit Ihren Nationalparkticket erhalten haben. In dieser Zeitschrift finden Sie auch noch weitere nützliche Informationen in ihrer Landessprache rund um Ihren Besuch im Grand Canyon National Park. Auch zu den verschiedenen Übernachtungsmöglichkeiten im Park, wie z.b. Camping oder Lodging, werden Sie fündig. Sollten Sie allerdings kein großer Fan des Camping sein, doch trotzdem den Grand Canyon aus nächster Nähe miterleben wollen, dann sollten Sie in einer der folgenden Unterkünfte direkt am Rim (Abgrund) einchecken: Bright Angel Lodge, El Tovar Hotel, Kachina Lodge, Thunderbird Lodge, Maswik Lodge und Yavapai Lodge. Doch aufgepasst, das ist nicht für jeden zivilisierten Menschen etwas, denn das Einzige elektrische Gerät was Sie z.b. in der Bright Angel Lodge finden werden, ist allerhöchstens ein Ventilator! Doch wer genau DAS sucht: Ruhe, Abgeschiedenheit, Rustikales Wohnen wie zur Jahrhundertwende im Wilden Westen, der sollte hier unbedingt Buchen! Aber rechtzeitig, am besten 12 Monate im Vorraus bei „Xanterra Parks and Resorts“ unter http://www.grandcanyonlodges.com/. Dort können Sie dann zwischen den verschiedenen Wohn- und Einrichtungsmöglichkeiten wählen.

Sollten Sie nur 1 Tag Zeit haben diesen wunderschönen Canyon zu erkunden, dann bietet sich eine Wanderung entlang des Abgrundes, z.b. vom Grand Canyon Village bis zum östlichen Yaki Point, an. Wandert man westlich, Richtung Hopi Point, dann erwartet einem bei klarer Sicht die wohl schönste Aussicht in den Canyon. Die Entfernung zum Horizont beträgt hier 390km! Und wenn Sie am späten Nachmittag wieder im Grand Canyon Village angekommen sind, dann besuchen Sie unbedingt einen der schönen Souvenirläden, wie z.b. das Lookout Studio (älteste Gebäude (1914 )am GC), denn hier bekommen Sie sehr schöne Souvenire für ihre Lieben Daheim. Wer hätte nicht gern eine Tischlampe geformt aus dem roten Grand Canyon Gestein oder einen einzigartigen Gesteins-Bilderrahmen passend zum Urlaubsbild. Sollte ihnen nach dem ausgiebigen shoppen & den langen Wanderungen plötzlich der große Hunger überkommen, dann finden Sie bestimmt im Bright Angel Restaurant oder im El Tovar Dining Room das richtige Essen. Hier gibt es von Salat, Burger & Fritten bis hin zu den verschiedenen Steakarten alles, um neue Kräfte für den nächsten Tag zu sammeln. Der nächste Tag sollte am besten gleich früh mit den Sonnenaufgang begonnen werden. Stellen Sie sich dazu einfach an die beliebtesten Aussichtspunkte: Hopi, Yavapai, Yaki, Lipan Points und Desert Views und schauen Sie in das ihnen vorliegende Tal und beobachten Sie das Farbspiel an den Canyonwänden entlang. Niemals zuvor, wird man etwas derart schönes gesehen haben. Haben Sie anschließend noch etwas Zeit bevor Sie aufbrechen, dann wäre eins der zahlreichen Rangerprogramme zu empfehlen. Hier erfahren Sie interessantes über den größten Vogel Nordamerikas: der kalifornische Kondor. Nicht all zu selten bekommen Sie in den frühen Morgenstunden, wenn die warme Luft aus dem Tal nach oben steigt, ein paar der beeindruckenden Tiere auch zu Gesicht. Parkranger beantworten in ihrem 1-stündigen Vortrag am Lookout Studio den Besuchern gerne alle möglichen Fragen rund um die Flora und Fauna im Grand Canyon. Dies sollte man sich nicht entgehen lassen!

Tipp: Hat man wirklich nur wenig Zeit den Grand Canyon zu Fuß zu erkunden, so bietet sich ein legendärer Helikopterrundflug quer über den Canyon an. Zahlreiche Rundflüge werden einem am Grand Canyon National Airport in der Nähe von Tusayan angeboten. Die Preise varriieren nach den Flugzeiten die gebucht werden. Hier kosten 30min pro Person circa $159.

Sucht man am Grand Canyon das Abenteuer, dann kommt man einfach nicht an einer der beliebten Rafting-Touren auf dem Colorado-River vorbei. Spaß und Nervenkitzel sind dabei garantiert! Unter folgender Internetadresse finden Sie weitere Info’s zu Raftingbooten, Dauer und Preise: http://www.nps.gov/grca/planyourvisit/whitewater-rafting.htm

Wenn Sie 2 oder mehr Tage am Grand Canyon verbringen können, dann sollten Sie unbedingt einen der zahlreichen Trails hinab zum Colorado entlang wandern. Vom South Rim führen insgesamt 2 Stück zum Colorado River: der Bright Angel Trail (steil, aber beliebt) und der South Kaibab Trail (steil mit hervorragender Aussicht). Vom North Rim nimmt man dann den North Kaibab Trail (sehr steil) hinunter zum River. Es kommt immer drauf an, wie weit Sie den Trail hinunter laufen, aber sollten Sie vorhaben bis zum Colorado River zu wandern (ca. 4-5h), dann sollten Sie den Rückweg auf den Nächsten Tag verlegen. Denn runter gehts bekanntlich immer schneller als hoch!

Tipp: Maultierritte (sog. Mule Trips) erfreuen sich immer größerer Beliebtheit und sind daher monatelang im Vorraus ausgebucht. Die Maultiere starten am South Rim an der Bright Angel Lodge und reiten bis zur Phantom Ranch (2 Tage) ins Tal, wenn Sie das wünschen. Buchen kann man das Ganze unter: http://www.nps.gov/grca/planyourvisit/mule_trips.htm . Die Preise hängen ganz davon ab, ob Sie nur 3h oder sogar 2 Tage auf den Rücken eines Maultieres reiten wollen. 3 Stunden kosten $122,81 inklusive Steuern. 2 Tage für 2 Personen dann $895.11 inklusive aller Steuern (Stand 2012). Weitere Informationen zu Maultierritte vom North Rim finden Sie unter der angegebenen Internetadresse.

Bei einer 2-tägigen Rucksackwanderung müssen Sie sich allerdings vorab in der Rangerzentrale anmelden und sich die Tour genehmigen lassen. Dies ist zum Einen für ihre eigene Sicherheit sehr wichtig und zum Anderen gewährt man Ihnen somit ein höheres Maß an Einsamkeit, wenn darauf geachtet wird das sich die Auswirkung durch dem Mensch auf die Natur in Grenzen hält. Im Falle einer Genehmigung müssen Sie eine Gebühr in Höhe von $15 pro Person entrichten. Sollten Sie allerdings schon monatelang im Vorraus in der einzigen Unterkunft (Phantom Ranch) am Fuße des Colorados eine Übernachtung gebucht haben, dann entfällt diese Gebühr für Sie. Unabhängig wie lange oder welche Strecke Sie wählen, sollten Sie unbedingt einiges beachten:

  • Wandertour in der Rangerzentrale anmelden (im Falle keiner Zurückmeldung wird nach Ihnen gesucht)
  • Wettervorhersage für Ab- und Aufstieg beachten
  • Wanderungen vor 7 Uhr morgens oder nach 16 Uhr beginnen
  • Taschenlampe, Landkarte und Kompass mitnehmen
  • Wandern Sie ihrer Kondition entsprechend
  • Sorgen Sie für eine gleichbleibende Körpertemperatur
  • Pro Wanderstunde brauchen Sie 1 Liter Flüssigkeit
  • Snacks (salzig, Frückte, Getreide)
  • Unbedingt für Kopfbedeckung und lockere Kleidung sorgen
  • öfters Pausen einlegen

Jährlich holen Parkranger circa 250 Menschen aus dem Grand Canyon heraus, darunter auch Tote. Die meisten Menschen kollabieren oder sterben allein nur deshalb, weil sie die Strecke unterschätzt und mehrere der oben genannten Punkte nicht beachtet haben. Wer aber alle Punkte berücksichtigt und sich auf seine persönliche Wandertour entsprechend vorbereitet, der kann sich auf einen Pfad der Stille gepaart mit unberührter Natur begeben, welche ihm der Grand Canyon bietet.

[approved]Buchungsmöglichkeiten für die Grand Canyon Lodges „direkt am Abgrund“ gibt es nur direkt über den Betreiber XANTERRA Parks & Resorts. Andere günstige Übernachtungsmöglichkeiten finden Sie unter dem Begriff „Grand Canyon Village“ in unserem Portal >>>[/approved]

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Über den Autor

Stefanie Becker

I studied business administration with focus in marketing, communication and finance at the Martin-Luther-University Halle-Wittenberg. Even during my studies I started to work for the travel magazine TOUREAL in content marketing where I am responsible for the area USA until now.

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