Istrien – die Toskana Kroatiens

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Istrien wird von Liebhabern gern als Toskana Kroatiens bezeichnet und das aus gutem Grund. Für Europäer ist es das Tor zum Mittelmeerraum, übbige Natur, lebendige Geschichte und köstliche Entdeckungsreisen prägen dieses Reiseziel.

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Istrien hat seine wunderbaren Reize in einem voller Blühten gefüllten Mittelmeergarten ausgebreitet, wie ein königsblauer Teppich hat sich die Adria ihm zu Füßen gelegt und entlang der Küste reihen sich die Juwelen: Umag, Novigrad, Poreč, Vrsar, Rovinj, Pula, Rabac wie eine Perlenkette, durch die Istrien berühmt geworden ist und geschätzt wird. Wir laden Sie ein, auch seine versteckteren Reize zu entdecken: geheimnisvolle Schatzkammern, intime Ecken und wertvolle Wahrzeichen. Kommen Sie darum in das Innere Istriens, ins grüne Istrien, in sein Herz, hier schlägt es mit solch einer Wärme und Gesundheit, in einer Landschaft aus Traum und Wirklichkeit. Die Sie mit Schönheit und Ruhe beglückt, mit Altertümern beschenkt und Sie mit der Urkraft belebt, die den Menschen beim Anblick von unberührter Natur und ihren Schätzen durchdringt. Stadttore und Haustüren sind hierzulande immer offen.

Das Leben an der Küste Istriens wurde schon immer vom Meer geprägt. Seefahrer haben im Schoße seiner Buchten einen Zufluchtsort gefunden, Fischer verbrachten ihr gesamtes Leben damit, diese rätselhafte und unendliche Weite zu achten, Reisende fanden in den Häfen eine neue Liebe. Und alle werden sich über eines einig sein – die Schönheit der Landschaft von Istrien hat schon mehr als einen Reisenden dazu gebracht, sich hier zu einem Neuanfang niederzulassen.

Um dieses Urlaubsidyll zu entdecken ist das Kempinski Hotel Adriatic der ideale Ausgangspunkt. Der Hoteldirektor Konstantin Zeuke, der seit zwei Jahren das Hotel leitet, weiß einige wirklich gute Ausflugstipps zu geben. Und diese haben wir bei unserem Besuch auch getestet. Dieser Landstrich bietet zauberhafte kleine Städte und Dörfer, die ihre Ursprünglichkeit erhalten haben, ebenso wie die Naturschönheiten und das Dolce Vita auf Kroatisch. Da ja Italien nur ein Katzensprung entfernt ist, kommt man sich wirklich manchmal vor, als sei man dort. In den urigen Konobas, der kroatischen Variante der italienischen Taverne, kann man nicht nur köstlich speisen, die Atmosphäre ist einfach umwerfend. Urgemütlich, zwar nicht immer bequem gibt es überall viel zu entdecken. Und das Essen ist der Hammer, auf gut deutsch gesagt. Köstlich, regional, einfach lecker und dazu ein fantastischer Wein, der auch noch im Weingut gleich um die Ecke produziert wird. Nicht zu vergessen ist das Olivenöl, es ist etwas herber, als ich es sonst kenne, aber gerade das macht seine besondere Qualität aus. Wir besuchten die Konoba Buscina, dieses und Pergola sind die Favoriten des Hotelchefs. Neben dem tollen Essen, Tagliatelle mit schwarzem Trüffel konnten wir bei Lifemusik die Mentalität und Lebensfreude der Kroaten spüren.

Lohnenswert ist auf jeden Fall ein Besuch der Bio-Olivenfarm „Oma Jola`s“ unweit vom Hotel Adriatic. Die Besitzer Michael und Jolanta Pavlovic betreiben diese auf 11000 Hektar große Farm seit 2000. Entstanden aus einem Hobby ist es heute Leidenschaft und das merkt man Micheal bei seiner Vorstellung der Produkte mit jeder Faser an. Neben dem guten Olivenöl stellen sie aber auch noch Olivenblättertee her, was ich zuvor nie gehört habe. Dieser ist sehr gesund und kann im Sommer zum Beispiel als Eistee genossen werden, dazu den Tee kochen, auf einen Liter Wasser 3 Teelöffel, ca. 5 min ziehen lassen, abkühlen mit Zitrone und Mineralwasser auffüllen. Der Olivenblättertee wirkt Blutdruck regulierend, ist also bei hohem Blutdruck sehr zu empfehlen. Michael möchte nach Beitritt zur EU seine Produkte auch online vertreiben, leidenschaftlich erzählt er, dass alles vorbereitet ist, er praktisch in den Startlöchern steht. Beobachtet man den jungen Mann, dann geht einem das Herz auf, wie ein so junger Mensch mit der Natur und seinen Produkten umgeht.

Die wunderschöne Landschaft können Sie zu Fuß oder mit dem Rad erkunden. So geht es durch schöne Täler, grüne Hügel, durch Weinberge und Olivenplantagen. Und gerade im Frühling ist dies besonders traumhaft, wenn die Natur erwacht und alles in voller Blüte steht, gelbe Wiesen, rosa und weiß blühende Bäume, einfach wunderschön. Rerenza heißt ein gepflegter Wanderweg, der sich auf der alten Bahnstrecke befindet, die einst Poreč mit der italienischen Hafenstadt Triest verband. Die gesamte Route ist mit gelben Schildern markiert, die Informationen über die historischen Viadukte und andere interessante Fakten vermitteln. Die Strecke schlängelt sich bis in die Stadt Motovun, die hoch oben auf einem 277 Meter hohen Hügel liegt. Er berichtet uns aber auch von den vielen Radtouren, die er zum Beispiel mit seiner Familie unternimmt und die meist in der Trüffelhochburg Motovun enden. Das bekannteste und beste Trüffelrestaurant ist das Zigante. Geancarlo Zigante betreibt heute eine Trüffelfabrik, in der er die verschiedensten Produkte rund um den Trüffel herstellt und diese in seinem Laden vertreibt. Er verarbeitet ca. 15 t nur heimische Trüffel in einer Saison, wobei lizenzierte Trüffeljäger mit ihren Trüffelhunden für ihn die Trüffel suchen. 1999 fand er, selbst bzw. sein Hund Diana den größten Trüffel mit 1,3 kg und damit ist er in Guinnessbuch der Rekorde aufgenommen worden. Diesen Trüffel gibt es natürlich nicht mehr, er ist bei einem großen Fest verspeist worden. Heute kann man eine Nachbildung in seinem Restaurant bestaunen. Wir wurden in seinem Restaurant vom Koch Damir Modrusan mit Trüffelspezialitäten köstlich verwöhnt.

Etwas entfernter vom Hotel liegt die ebenfalls im Guinnessbuch der Rekorde als kleinste Stadt der Welt geführte Stadt HUM. Hier leben 17 Einwohner, aber in den Sommermonaten steigt die Zahl durch die vielen Besucher auf hunderte von Menschen. Sehenswert ist die kleine Dorfkneipe, die ganz besondere Spezialitäten bereit hält. Eine ist der hochprozentige Humska biska, der bis heute nach einem alten geheimen Rezept aus einem bunten Strauß heimischer Kräuter und weißem Mistel gebraut wird. Probieren ist Pflicht.

Das Kempinski Hotel Adriatic ist eine Hochburg für Golfer und Tennisspieler. Gleich nebenan befindet sich der hoteleigene 18-Loch-Golfplatz und die nahe gelegene Stadt Umag mit ihren unzähligen Tennisplätzen wird von Herrn Zenke auch „als die kroatische Tennis Hauptstadt“ bezeichnet.

Warum sollten Sie sich nun für einen Urlaub in Istrien entscheiden? Hier die Antwort:

1. Istrien ist nah: Triest (Italien) und Ljubljana (Slowenien) sind praktisch vor der Tür, Graz ist nicht weit und bis Mailand, Wien und München sind es nur etwa fünf Stunden Autofahrt. Der Flughafen in Pula verbindet Istrien mit ganz Europa.
2. Istrien ist voller Naturwunder und hat ein ideales Klima: Zu den Highlights des Landes gehören mit Sicherheit sein Klima und die vielfältige Tier- und Pflanzenwelt. Die Natur ist gesund, die Wälder erstrecken sich bis hin zum Meer, das Wasser ist klar, die Mehrheit der Strände noch unberührt, die Pflanzenwelt mediterran und zum Teil sogar einzigartig. Die Halbinsel gehört zu den schönsten des Mittelmeerraums und ist das ganze Jahr über ein ideales Reiseziel. Die Badesaison dauert fünf Monate, die Zeit, gemütlich in der Sonne zu entspannen, währt jedoch viel länger. Der Frühling bietet sich besonders für sportliche Aktivitäten wie Reiten, Fahrradfahren, Wandern, Paragliden oder Klettern an, der Herbst ist perfekt zum Pilze sammeln, Maronen oder Trauben pflücken.
3. Istrien hat eine lange Geschichte und ein großes Kulturerbe: Ob archäologische Relikte wie Fussabdrücke der Dinosaurier, alte Katakomben, beeindruckende Römische Amphitheater, historische Kirchen oder Fresken, alte Stadtmauern oder die Euphrasische Basilika, die die UNESCO zum Weltkulturerbe erklärte – Istrien ist voll von Geschichte und Schätzen.
4. Istrien lockt mit gesundem und gutem Essen: Neben fangfrischem Fisch bietet Istrien zahlreiche Spezialitäten wie Trüffel, Maronen, natives Olivenöl bester Qualität, sämigen Schafskäse oder geräucherten Schinken. Zudem kommt immer mehr Wein aus dieser Gegend wie etwa der weiße Malvazija oder der rote Teran aus dem Barrique – beides köstliche Tropfen der heimischen Reben.
5. Istrien bekommt immermeh Luxusunterkünfte: Die Unterkünfte werden weniger aber exklusiver. Das ist der Trend in Istrien. Die Zahl der First-Class-Hotels steigt, luxuriösen Villen mit Pool im landestypischen Stil sind äußerst gefragt, und der Tourismus im Innern des Landes gewinnt an Qualität. Sogar die Privatunterkünfte und Campingplätze verbessern Service und Ambiente. Wellness-Zentren, die zahlreiche Anwendungsformen, Bäder, Saunen und Schönheitsanwendungen bieten, sind voll im Trend.

Fotos Gabriele Wilms

Booking.com

Über den Autor

Gabriele Wilms

Seit vielen Jahren beschäftige ich mich intensiv mit der Tätigkeit des Reisejournalistin und Bloggerin. Ich betreue Toureal als verantwortliche Chefredakteurin. Gut ein Drittel des Jahres bin ich daher für unser Reisemagazin unterwegs in den schönsten Hotels Europas.

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