ADAC-Postbus geht ab November auf Fahrt durch Deutschland

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Die Deutsche Post hat sich für 2014 ein hohes Ziel gesetzt und drängt zusammen mit dem Verkehrsclub ADAC auf den Markt für Fernreisebusse vor.

© ADAC

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Seit der Öffnung des Fernbus-Marktes im Jahr 2013 hat sich einiges getan, aber noch nicht genug. Viele kleine Anbieter erobern den Markt, leider oftmals nur mit sehr regional begrenzten Angeboten. Die Bahn selber, welche bislang den Schutz des Fernbus-Verbots genossen hat, plant selber keinen großen Ausbau Ihrer eigenen Flotte. Hingegen drängt nun die Deutsche Post in einer Kooperation gemeinsam mit dem ADAC auf den Markt und plant bereits im Jahr 2014 der Marktführer im Bereich Fernbusse zu werden.

Gegenüber der Berliner Zeitung äußerte der Projektverantwortliche für den ADAC-Postbus der Deutschen Post, Joachim Wessels: „Bis zum Frühjahr nächsten Jahres wollen wir mit insgesamt 60 Bussen rund 30 Städte anfahren“. [clear]Im November 2013 wird zunächst mit folgenden 5 Strecken begonnen:

  • Köln-Bonn-Frankfurt/M.-Stuttgart-München
  • Bremen-Hamburg-Berlin
  • Köln-Dortmund-Hannover-Berlin
  • Berlin-Leipzig-Dresden
  • Frankfurt/M.-Nürnberg-München

Mit weiterem Netzausbau 2014 sollen dann alle größeren Städte mit mehr als 200.000 Einwohnern angesteuert werden.

„Wir wollen, dass der ADAC Postbus der Bus für Deutschland wird. Ob Student oder Rentner, ob Tourist oder Pendler, ob Singles oder Familien: Wir werden für alle da sein und ein preisgünstiges, sicheres und komfortables Reisen bieten“, sagte Jürgen Gerdes, Konzernvorstand BRIEF bei Deutsche Post DHL.

„Wir erwarten, dass auf diesem Markt bis 2014 insgesamt etwa 400 Millionen bis 500 Millionen Euro umgesetzt werden“, sagte Wessels der Berliner Zeitung. „Daran wollen wir natürlich einen wesentlichen Anteil für uns gewinnen.“ Der Preis eines Bustickets soll dabei deutlich unter dem vergleichbaren Bahnticket mit BahnCard-50-Ermäßigung liegen und ab Oktober in allen Postfilialen und ADAC-Geschäftstellen, sowie über das Internet erhältlich sein.

Man darf also gespannt sein, ob die Bahn hier einen ernst zunehmenden Mitbewerber bekommen wird und welche Auswirkungen das insgesamt auf den bereits jetzt schrumpfenden Bahnverkehr haben wird. Sicherlich ist der Fernbus für viele eine kostensparende Alternative, aber die lange Reisezeit, verglichen zur Bahn, sicherlich auch ein großer Nachteil im Wettbewerb um die Reisenden.

Quelle: ADAC, Berliner Zeitung

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Über den Autor

Sirko Wolfram

Bei Toureal ist meine Hauptaufgabe die Betreuung von Technik & Design sowie Umsetzung von Ideen & neuen Konzepten. Außerdem bin ich auch als Redakteur weltweit unterwegs und berichte und fotografiere exklusiv für das Reisemagazin.

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