Franken setzen im Tourismus auf Social Media & Hotelbewertungen

0

Social Media soll den Tourismus in Franken ankurbeln. Verein zur Förderung des Tourismus will vermehrt auf das Internet als Buchungsfaktor setzen.

Urlaub in Franken

© TVF / Bayerisches Staatsbad Bad Brückenau / Dorint Resort & Spa in Bad Brückenau

Am vergangenen Freitag, den 14.06.2013, trafen sich die Mitglieder des Tourismus-Verbandes in Franken um weitere Ziele und Wege zu besprechen. Geschäftsführer Olaf Seifert gab an, dass man zukünftig vermehrt auf das Internet und vor allem Hotel Bewertungen für die fränkischen Hotels setzen wolle.  „Wir müssen uns mit dieser Thematik auseinandersetzen“, ist Olaf Seifert überzeugt.

Dass es sich bei dem Vorhaben um einen „steinigen Weg“ handele, ist Geschäftsführer Seifert dabei durchaus bewusst. Auch wolle man kritische Kommentare sinnvoll nutzen, hier lägen große Chancen für die Hoteliers der Region.

Gemeinsam mit einem Internetdienst aus München will der Verband daher Hotelbewertungen aus dem Internet sammeln und gebündelt auf den Seiten des Verbandes darstellen um die Hotels der Region weiter zu stärken und zu fördern.

Social Media ist dabei ein enormer Faktor für Hotelbuchungen im Internet. Wie eine bereits 2011 von der Internationalen Hochschule Bad Honnef erhobene Studie belegt,  messen 95% aller Leser den Onlinebewertungen eine hohe Glaubwürdigkeit bei und lassen sich bei der Wahl Ihres Feriendomizils davon leiten. Hotels oder Ferienwohnungen, zu denen keine oder nur unzureichende Bewertungen im Internet vorzufinden sind, werden hingegen oftmals gemieden.

Die immer wieder aufkommenden Rufe, nach Manipulationen und Fälschungen bei den Hotelbewertungsportalen, wieß ein Social-Media-Experte zwar als unbegründet zurück,  Berichte zeigen jedoch, dass auch kleinere Hotels und Betreiber immer wieder, vorwiegend mündlich, angeboten wird, positive Bewertungen gegen Bares zu erkaufen. Einer Weigerung folgt oftmals die Drohung, dann eben negative Bewertungen folgen zu lassen. Diese Erpressungsversuche sind in Deutschland noch nicht so gravierend, aber die Zahl nimmt offenbar immer mehr zu. Letztlich verpufft der Effekt einzelner Negativbewertungen zwar schnell, angesichts vieler positiver Kundenmeinungen, die das Gesagte oftmals widerlegen können, aber ebenso einfach ist es für zwielichtige Firmen, das Bewertungsprofil eines Hotels regelrecht nach oben zu pushen und die Empfehlungsrate dadurch massiv zu beeinflussen.

In den USA gibt es mittlerweile professionelle Agenturen, die gegen ein recht geringes Entgelt positive Bewertungen und Lobgesänge auf einschlägigen Bewertungsportalen absetzen. Und das Geschäft boomt.

Für die Bewertungsportale sind diese gefälschten Angaben durchaus ein großes Problem, lässt der Pressesprecher des Hotelbewertungsportals Holiday Check, Claudius Moarefi, verlauten. Trotz eines vielstufigen Kontrollssystems zur Betrugserkennung, gelangen leider immer wieder gefälschte Bewertungen auf die Portale. So leidet letztlich nicht nur die Glaubwürdigkeit des Einzelnen, sondern der ganzen Branche unter den schwarzen Schafen.

Booking.com

Über den Autor

Sirko Wolfram

Bei Toureal ist meine Hauptaufgabe die Betreuung von Technik & Design sowie Umsetzung von Ideen & neuen Konzepten. Außerdem bin ich auch als Redakteur weltweit unterwegs und berichte und fotografiere exklusiv für das Reisemagazin.

Hinterlassen Sie einen Kommentar