Autobahnen brechen auf durch Hitzeschäden

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Autofahrer auf Deutschlands Straßen müssen wieder besonders vorsichtig fahren. Die anhaltend hohen Temperaturen setzen dem Fahrbahnbelag der Straßen stark zu. Sogar auf einigen Autobahnabschnitten ist die Fahrbahn aufgeplatzt beziehungsweise besteht die Gefahr von „Blow Ups“. Mit Fahrstreifensperren und Geschwindigkeitsbeschränkungen ist zu rechnen.

Hitzeschäden bzw. die Gefahr von Hitzeschäden werden derzeit unter anderem von den bayerischen Autobahnen A 3 bei Bogen und Nittendorf/Sinzing sowie von der A93 (Hof – Regensburg) bei Regensburg und A 93 (Rosenheim – Kiefersfelden) bei Kiefersfelden gemeldet.

Aktuelle Verkehrslage

Straßenschäden können jederzeit auch an anderen Stellen auftreten. Wer jetzt mit dem Auto unterwegs ist, kann sich beim ADAC über die aktuelle Lage erkundigen. Laufend aktualisierte Verkehrsmeldungen sind im Internet bei der ADAC Verkehrsinfo verfügbar. Eine individuelle Beratung erhält man unter der Mobilfunk-Kurzwahl 22 4 11 (Verbindungskosten je nach Netzbetreiber/Provider). Aus dem Festnetz steht die Nummer 0 900 11 22 4 11 (1,69 Euro/Anruf) zur Verfügung.

Was Autofahrer wissen sollten

„Blow Up“ heißen diese plötzlich auftretenden Hubbel im Fahrbahnbelag. „Wenn es schnell heiß wird und die Hitze über mehrere Tage anhält, heizt sich die Fahrbahn auf und wölbt sich“, erklärt ADAC Straßenplaner Jürgen Berlitz. „Betonstraßen können sich aber nicht so sehr verformen wie Fahrbahnen aus Asphalt. Deshalb platzen sie auf.“ Das betrifft besonders alte Autobahnen und dort vor allem Fugen, Nahtstellen und Abschnitte, die schon von Reparaturen geschwächt sind. In Deutschland bestehen rund 70 Prozent der Autobahnen aus Asphalt, etwa 30 Prozent sind Betonfahrbahnen.

Sich als Autofahrer vor „Blow Ups“ zu schützen, ist schwierig. Vorsichtig und auf Sicht zu fahren, ist ein erster Schritt, aber gerade auf der Autobahn nicht so einfach. „Vor allem, weil die Straße bei „Blow Ups“ häufig sehr schnell aufplatzt und oft auch schon wenige Zentimeter reichen, damit es zu Schäden oder einem Unfall kommt“, sagt Berlitz.

Entsprechend kompliziert ist die Frage, wer im Falle eines Falles haftet. „Wenn es so heiß ist, müssen die Autobahn- und Straßenbaumeistereien die Fahrbahnen verstärkt kontrollieren“, erklärt Dr. Markus Schäpe, Leiter der Abteilung Verkehrsrecht beim ADAC. Stellen die Meistereien Schäden fest, müssen sie Warnschilder aufstellen oder die Strecken gegebenenfalls sperren. Nur wenn sie das nachweislich nicht getan haben und jemand zu Schaden kommt, muss der Staat dafür aufkommen.

Quelle: ADAC

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Über den Autor

Gabriele Wilms

Seit vielen Jahren beschäftige ich mich intensiv mit der Tätigkeit des Reisejournalistin und Bloggerin. Ich betreue Toureal als verantwortliche Chefredakteurin. Gut ein Drittel des Jahres bin ich daher für unser Reisemagazin unterwegs in den schönsten Hotels Europas.

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