Reisewarnung für Kambodscha

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Das Auswärtigen Amt empfiehlt Touristen und Geschäftsreisende nach Phnom Penh erhöhte Vorsicht walten zu lassen. In diesen Tagen finden in Kambodschas Hauptstadt, aber auch in einigen Provinzstädten, Demonstrationen gegen die Wahl vom 28. Juli statt, bei der die Cambodian People’s Party von Premierminister Hun Sen den Sieg errungen hatte.

Obwohl Demonstrationen im Regelfall friedlich bleiben, sei es in der Vergangenheit auch zu gewalttätigen Ausschreitungen gekommen, so das Auswärtige Amt. Vor dem Hintergrund der angespannten Situation im Land wird Reisenden empfohlen, stark frequentierte Straßen und Plätze sowie Märkte zu meiden. Am Sonntag sind laut Medienberichten in Phnom Penh rund 20.000 Demonstranten auf die Straße gegangen. Am Freitag war an der Strecke des Demonstrationszugs eine Bombe gefunden worden.

Die Opposition hatte für die kommenden Tage, beginnend am 14.09.2013 weitere Massendemonstrationen gegen das Wahlergebnis vom 28.7.2013 im Innenstadtbereich von Phnom Penh aber auch in einigen Provinzstädten angekündigt.

Landesspezifische Sicherheitshinweise

Von Reisen nach Preah Vihear wird zum gegenwärtigen Zeitpunkt abgeraten. Der Territorialkonflikt zwischen Kambodscha und Thailand um das den Tempel Preah Vihear umgebende Gebiet ist weiterhin nicht beigelegt. Die Sicherheit von Besuchern in diesem Gebiet ist weiterhin nicht gewährleistet. Die Lage könnte sich im zeitlichen Zusammenhang mit der für Oktober/November 2013 zu erwartenden Entscheidung des Internationalen Gerichtshofs erneut verschärfen.

Der Grenzübergang Suay Chrom in der Provinz Preah Vihar ist geschlossen. Zur Situation auf thailändischer Seite beachten Sie bitte die Reise- und Sicherheitshinweise für Thailand unter www.auswaertiges-amt.de

In Phnom Penh werden vermehrt ausländische Touristen unter verschiedenen Vorwänden – beispielsweise mit Hinweisen auf eine Begegnung am Flughafen oder auf nahe Verwandte, die demnächst in Europa studieren oder arbeiten werden – angesprochen und in Privathäuser eingeladen. Nach Schaffung einer gastfreundlichen und geselligen Atmosphäre wird im weiteren Verlauf das Opfer in fingierte Karten- bzw. Glücksspiele verwickelt, an deren Ende das Opfer verliert und unter Drohungen zur Zahlung angeblicher Spielschulden veranlasst wird. Es ist nicht ausgeschlossen, dass Speisen oder Getränke mit Drogen versetzt werden. Es wird daher empfohlen, große Umsicht bei Privateinladungen walten zu lassen.

In letzter Zeit sind Reisende vereinzelt Opfer von Erpressungsversuchen geworden, bei denen Vermieter von Motorrädern und -rollern für vorgebliche Beschädigungen des Mietgegenstands Schadensersatz gefordert haben. Um Druck auszuüben versuchen diese Vermieter, den Pass einzubehalten. Gleichzeitig werden die Einwanderungsbehörden informiert, um die Ausreise zu verhindern. Es wird daher dringend geraten, in Fällen von Anmietungen den Reisepass nicht als Pfand zu hinterlegen.

Quelle: Auswärtiges Amt

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Über den Autor

Gabriele Wilms

Seit vielen Jahren beschäftige ich mich intensiv mit der Tätigkeit des Reisejournalistin und Bloggerin. Ich betreue Toureal als verantwortliche Chefredakteurin. Gut ein Drittel des Jahres bin ich daher für unser Reisemagazin unterwegs in den schönsten Hotels Europas.

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