Erinnerungs-Fest zur Völkerschlacht bei Leipzig

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Ein Doppeljubiläum im Zeichen des europäischen Friedens, im Herbst vor 200 Jahren erreichten die Befreiungskriege gegen Napoleon ihren Höhepunkt. Diesem fiebern nun auch die Festivitäten zur Erinnerung an die Völkerschlacht bei Leipzig entgegen. Eine Mischung aus Innehalten und Spektakel zieht dabei Gäste aus ganz Europa an.

Völkerschlachtdenkmal, Foto Michael Heimann, pixelio.de

Neben dem Gedenken an die Völkerschlacht vor 200 Jahren, einer zu damaliger Zeit wahrscheinlich größte Schlacht der Weltgeschichte, bei der sich eine Vielzahl von Nationen gegen Napoleons Besatzung erhoben, feiern die Leipziger auch die Einweihung des vor 100 Jahren errichteten, gleichnamigen Denkmals. Die geschichtsträchtige Stadt Leipzig wird zu einem Ort der Begegnung und Sinnbild des europäischen Friedens. Die Tage vom 16. bis zum 20. Oktober stellen für viele den Höhepunkt der Festtage dar. Daher werden hier auch eine Vielzahl an Besuchern, Wissenschaftlern sowie geistlichen und politischen Würdenträgern aus ganz Europa erwartet. Die russischorthodoxe St.-Alexij-Gedächtniskirche und insbesondere das restaurierte Völkerschlachtdenkmal stehen dabei im Mittelpunkt der Festivitäten.

Historisches Schauspiel mit 6.000 Darstellern

Vom 16. bis 19. Oktober 1813 tobte rund um Leipzig die Völkerschlacht. Die verbündeten Heere Russlands, Preußens, Österreichs und Schwedens errangen dabei den entscheidenden Sieg über Napoleon und dessen Alliierte auf deutschem Boden. Mit rund einer halben Million Soldaten und mehr als 110.000 Gefallenen wurde das Geschehen zur größten Schlacht des 19. Jahrhunderts. 1913 wurde das Völkerschlachtdenkmal als Nationaldenkmal eingeweiht. Während Gedenkfeiern zum Innehalten einladen, sorgen Musik, Theater und Lichtinszenierungen mit großen emotionalen Bildern für Unterhaltung. Ein besonderer Höhepunkt am Sonntag ist die historische Gefechtsdarstellung, bei der ca. 6.000 Darsteller in Uniformen die Ereignisse von 1813 lebendig werden lassen. Auch an Orten rings um Leipzig wird das Geschehen der Schlacht und der Alltag der Soldaten und der Zivilbevölkerung nachgestellt.

Programm der Festwoche im Oktober 2013

Versöhnung im Zeichen des Glaubens
Donnerstag 17. Oktober 2013

Am ersten Tag der Festwoche steht die russischorthodoxe St.-Alexij-Gedächtniskirche im Mittelpunkt, die an die 22.000 russischen Gefallenen der Völkerschlacht erinnert. Unter anderem finden ein Festgottesdienst und ein öffentliches Kirchweihfest statt.

Politische Begegnung im Herzen Europas
Freitag 18. Oktober 2013

Auf den Tag genau 100 Jahre nach der Weihe des Völkerschlachtdenkmals gedenken politische Vertreter aus ganz Europa am historischen Ort mit einem Festakt der Gefallenen der Völkerschlacht. Zugleich wird das restaurierte Monument symbolisch der Öffentlichkeit übergeben.

Fest der Menschen
Samstag 19. Oktober 2013

Mit spektakulären Veranstaltungen auf dem Areal des Völkerschlachtdenkmals wird dieser Tag ganz im Zeichen des Feierns und der Begegnung für die breite Öffentlichkeit stehen. Musik, Theater und Lichtinszenierung mit großen emotionalen Bildern und hohem Schauwert laden Einheimische und Gäste aus ganz Deutschland und Europa zum restaurierten Völkerschlachtdenkmal ein.

Lebendige Historie
Sonntag 20. Oktober 2013

Der Sonntag steht im Zeichen der historischen Gefechtsdarstellung. Ca. 6.000 Darsteller in Uniformen der napoleonischen Ära lassen die Ereignisse der Oktobertage des Jahres 1813 erneut lebendig werden. In Markkleeberg, Liebertwolkwitz und weiteren Orten rings um Leipzig wird mit Mitteln des Reenactments (Nachstellung) dem Geschehen der Schlacht ebenso nachgespürt wie dem Alltag der Soldaten und der zivilen Lebenswelt der Bürger zur Zeit der Völkerschlacht – und das bereits ab dem 17. Oktober.

Musikalischer Nachklang
Sonntag 24. November 2013 (Totensonntag)

Den Abschluss der Feierlichkeiten zum Doppeljubiläum bildet eine Abendveranstaltung mit Texten und Musik im Völkerschlachtdenkmal

Quelle: Leipzig.de

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Über den Autor

Gabriele Wilms

Seit vielen Jahren beschäftige ich mich intensiv mit der Tätigkeit des Reisejournalistin und Bloggerin. Ich betreue Toureal als verantwortliche Chefredakteurin. Gut ein Drittel des Jahres bin ich daher für unser Reisemagazin unterwegs in den schönsten Hotels Europas.

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