Lufthansa ändert Tarife und kassiert für Sitzplatz-Reservierungen

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Die Lufthansa ändert ihre Tarifstruktur und wird zukünftig die erst vor zwei Jahren eingeführten innerdeutschen Oneway-Flüge für 59 Euro nicht mehr anbieten. Desweiteren will die Lufthansa künftig Geld für Sitzplatz-Reservierungen nehmen.

Der einfache innerdeutsche Oneway-Flug kostet künftig mindestens 90 Euro. Und die 99-Euro-Tickets für einen Hin- und Rückflug innerhalb von Europa sollen wesentlich seltener und auf weniger Strecken angeboten werden als das bisher der Fall war, sagt ein Lufthansa-Sprecher. Die Tarife würden nicht mehr flächendeckend in Europa, sondern eben nur noch auf ausgewählten Strecken zur Verfügung gestellt. Außerdem wird für diese Angebote wie in allen vier unteren Buchungsklassen künftig ein Mindestaufenthalt von zwei Nächten gefordert. Die Buchungsklassen rücken enger zusammen, es gibt also kleinere Preissprünge zwischen den buchbaren Tarifen.

Als Vorbereitung auf die Einführung der neuen Premium Economy Class ändert Lufthansa die Struktur der Buchungsklassen. Am 25. Oktober werden die Buchungsklassen G und E für alle von Lufthansa durchgeführten Flüge ab 1. Mai aus den Systemen entfernt. Bereits bestehende Buchungen werden automatisch in die Klassen H und T umgebucht. LH-Flugscheine werden automatisch revalidiert. Die Buchungsklasse N wurde bereits im August auf die Klasse X umgestellt.
Die Änderungen greifen vom 22. Oktober an. Ab dann sind alle ausgestellten Tickets nur noch zu den neuen Regelungen erhältlich. Bei zuvor getätigten Buchungen gelten die alten Konditionen.

Geld für Sitzplatz-Reservierungen

Die Lufthansa will künftig Geld für Sitzplatz-Reservierungen nehmen. Kunden in der Economy-Klasse sollen bezahlen, wenn sie sich ihren Platz vor der Check-In-Zeit sichern wollen. Die Preisspanne bewegt sich „im Marktumfeld“. Auch die Lufthansa will künftig Geld für Sitzplatz-Reservierungen nehmen. „Wir führen einen Sitzplatz-Reservierung gegen Entgelt für die Economy-Tarife ein, die heute nicht dazu berechtigt sind“, sagte der Chef der Passagiersparte, Jens Bischof, dem Verkehrs-Fachmagazin „fvw“. Das neue System kommt demnach schon in diesem Jahr. Zahlen sollen demnach künftig Kunden in der Economy-Klasse, die sich ihren Sitzplatz bereits vor der offiziellen Check-In-Zeit sichern wollen. Die Preise sollen sich Bischof zufolge „im Marktumfeld“ bewegen. Auf Europastrecken sind bei der Konkurrenz häufig zwischen etwa fünf und 15 Euro fällig, auf Langstrecken können es bis zu 40 Euro sein. Möglich ist die Sitzplatz-Reservierung den Angaben zufolge zunächst nur in Reisebüros, ein Onlinekauf soll erst später kommen.

Quelle: Lufthansa

Booking.com

Über den Autor

Gabriele Wilms

Seit vielen Jahren beschäftige ich mich intensiv mit der Tätigkeit des Reisejournalistin und Bloggerin. Ich betreue Toureal als verantwortliche Chefredakteurin. Gut ein Drittel des Jahres bin ich daher für unser Reisemagazin unterwegs in den schönsten Hotels Europas.

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