Gastgeberin aus Leidenschaft und Liebe zum Holz

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In Parsdorf bei München hat sich Monika Hobmeier-Bader den Traum vom eigenen Holzhotel erfüllt, dieses öffnete im Januar 2015 seine Pforten. Auf dem elterlichen Grund, der zum Bauernhof der Eltern gehörte, wurde das moderne Gebäude aus dem gesunden Baustoff Holz und in ganz besonderer Bauweise errichtet.

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Sie ist in Pasdorf auf dem Bauernhof aufgewachsen, damals völlig ohne Geschäfte und wenn man die Region jetzt anschaut, ein riesen Gewerbegebiet und seit letztem Jahr auch das Bader Hotel in moderner Architektur und skandinavischen Stil. Mein erster Eindruck war, wer stellt so ein schönes Hotel in ein Gewerbegebiet. Monika sagt: „Es war mir immer eine Herzensangelegenheit mich selbständig zu machen und hier in meiner bayrischen Heimat, für alle Gäste ein wohl vertrautes Lebensgefühl zu erzeugen“.

Voller Leidenschaft erzählt uns die Gastgeberin weiter, wie es zu der Idee eines Hotels aus Holz kam und wie es letztendlich umgesetzt wurde. Sie hat vier Jahre in Schweden gelebt, ihr Mann ist Schwede und sie verbringen jeden Sommer in Schweden. Diese Zeit hat sie zu diesem besonderen Hotel inspiriert. Sie hat eine ganz besondere Liebe zum heimischen Holz und daraus ist der Gedanke eines Holzhotels geboren. Sie kommt aus der Hotellerie und hat im Eventbereich gearbeitet. Wie die Schweden mit ihren Mitarbeitern umgehen, hat sie schätzen gelernt und deshalb möchte sie das schwedische Konzept hier im Bader Hotel umsetzten. Selbst das Logo, eine Holzscheibe, weist auf die Liebe zum Holz hin.

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Die dreifache Mutter hat es geschafft und sich mit dem Hotel ihren Lebenstraum erfüllt. Sie sagt: „Es war mutig, aber ich fühle mich wohl. Ich habe drei Kinder und mein Mann steht sehr dahinter, sonst wäre dies nicht machbar. Auch auf den Rest meiner Familie bin ich stolz. Meine kleine Schwester Katharina unterstützt mich im täglichen Ablauf, an der Rezeption, ihre Hauptaufgabe ist die Verkaufs-und Reservierungsleitung, sie ist perfekt organisiert und strukturiert. Bei der Planung waren alle beteiligt, wir haben alle Ideen zusammen entwickelt. Das Bader Hotel hat zum Beispiel Sommerpreise, auch eine Idee aus Schweden, da sind die Zimmer im Sommer viel billiger, ganz anders wie in Deutschland.“

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Natürlich wollte ich wissen, wie man es schafft mit drei kleinen Kindern ein Hotel aufzubauen und zu führen und sie hat erzählt. Ihr Mann hat am Anfang vier Monate zwei Tage in der Woche im Homeoffice gearbeitet, dass ist in Schweden ganz normal. Ihm war immer klar Verantwortung für die Kinder zu übernehmen. Selbst verzichtet man auf viel, aber das Ergebnis ist einfach schön. Liebevoll sagt sie: „Seit ich das Hotel habe, ist mein Mann ganz stolz auf mich und wieder ganz verliebt. Wenn ich zu Hause bin, dann habe ich Zeit für die Kinder und im Hotel gibt es für die Kinder im Garten eine Spielkiste und einen Platz in der Lobby.“ Ihr Mann hat gesagt: „Das Hotel hat meinen Namen, das muss laufen.“

20160919_083925Das Bader Hotel wurde sehr verantwortungsvoll, CO2 neutral, gebaut. Sie sagt: „Später möchte ich das Hotel mit guten Gewissen meinen Kindern übergeben. Wir wollen kein billiges Hotel sein und achten auf Qualität.“ Sie haben einen eigenen Brunnen, heizen mit Erdwärme und benutzen nur LED Birnen. Die Lieferanten sind aus der Region, selbst der Wäschedienst arbeitet nachhaltig. Die Lieferanten kennen die Familie, sie kennt alle, egal ob den Eierlieferanten oder den Bäcker persönlich. Sie haben kein Abendessen, sondern eine Brotzeit mit richtig guten Produkten aus der Region, alles ist komplett Bio. Bei den Gästen kommt das sehr gut an. Der Bäcker nimmt die gleichen Eier vom Hans, wie sie auch im Hotel.

Der Eingangsbereich ist der Mittelpunkt des Hauses, ein zweites Wohnzimmer mit Rezeption in Form einer Bar, Gastraum und Aufenthaltsraum zugleich. Beginnen Sie den Tag ganz entspannt bei einem leckeren Bader Frühstück mit hausgemachten Konfitüren und Kuchen, sowie Frischeprodukten aus der Region. Die Köchin kommt aus Parsdorf und probiert gerne Neues aus. Sie kocht die Marmelade, macht das Bircher Müsli und einen der weltbesten Kaiserschmarrn selber, den es freitags gibt. Der leckere Kaffee kommt aus der Dinzler Kaffeerösterei Irschenberg.

Es wurde ein Probezimmer gefertigt, was auch immer wieder nach den Wünschen geändert wurde und dann sind 50 Zimmer als vorgefertigte Container geliefert und eingeschoben wurden. Die Zimmer in den Containern waren komplett fertig eingerichtet und montiert, mit Glasscheiben, Badezimmer und und und. Nur der Schrank lag, da dahinter die Leitungen montiert wurden. Die Wände, der Fußboden und die Möbel sind aus einheimischen Hölzern gefertigt. Die Gästezimmer sind schlicht, modern, durch das Holz und die geschickte Aufteilung so richtig zum wohl fühlen. Das barfuß laufen auf dem Holzfußboden tut einfach nur gut.

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Das Bader Hotel ist der perfekte Ort für Business, Meetings, Tagungen, aber auch Feierlichkeiten. Helle Veranstaltungsräume bieten viel Platz für jede Gelegenheit. Das Bader Hotel liegt nur 5 Kilometer von der Messe entfernt.

Der Garten mit seiner Terrasse bietet Raum, um sich in freier Natur, im Grünen wohl zu fühlen. Auch wir haben den Abend bei einem Getränk mit Monika ausklingen lassen und dabei den lauen Spätsommerabend genossen. Das Business-Boutique Hotel hat seinen eigenen unverwechselbaren Charakter, der durch seine Mischung aus soliden Handwerk und innovativer Architektur, Bodenständigkeit und Weltoffenheit besticht. Der skandinavische Stil mit bequemen Sofas und langen Holztischen macht es einfach unverwechselbar.

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Beeindruckend ist auch das nette Personal, viele Familienmitglieder arbeiten im Hotel, ein Bruder von Monika Hobmeier-Bader ist Landschaftsgärtner, er hat den Garten gestaltet und kümmert sich mit viel Liebe zum Detail darum. Der andere Bruder ist Medientechniker und hat bei den Konferenzräumen geholfen. Es ist ein echtes Familienprojekt. Aber auch der Rest der Belegschaft kommt einen wie eine große Familie vor. Jeden Tag um 10.00 Uhr wird gemeinsam gefrühstückt, von Zimmermädchen bis zur Chefin. Fast alle Mitarbeiter innen wohnen in der Region.

Vielen Dank an Monika Hobmeier-Bader für den netten Zwischenstopp in München.

Bilder Gabriele Wilms

Booking.com

Über den Autor

Gabriele Wilms

Seit vielen Jahren beschäftige ich mich intensiv mit der Tätigkeit des Reisejournalistin und Bloggerin. Ich betreue Toureal als verantwortliche Chefredakteurin. Gut ein Drittel des Jahres bin ich daher für unser Reisemagazin unterwegs in den schönsten Hotels Europas.

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