Mailand – exklusiv, schön und sehenswert

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Ich wurde im Rahmen der 100. Giro d´ Italia nach Milano in die Lombardia – Mailand in die Lombardei eingeladen. Hier fand die Abschlussetappe mit Einzelfahren rund um den Mailänder Dom statt. Die Stimmung war einzigartig, das muss man einfach mal miterlebt haben. Begleiten Sie mich auf meinen Stadtrundgang durch Milano.

Mailand – italienisch Milano ist die Hauptstadt der Region Lombardei und mit 1,3 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt Italiens. Sie war 116 Jahre Hauptstadt des römischen Reiches. Heute noch sind zwei der ursprünglich sechs mittelalterlichen Stadttore erhalten. Man sagt, Mailänder sind immer in Eile, trinken selbst den Kaffee im Stehen. Sie nehmen sich aber Zeit für die wichtigen Dinge im Leben, wie Musik, Mode natürlich, Kunst, gutes Essen, selbst kochen und sich zu amüsieren und das macht die Stadt so anziehend.

Ganz besonders wichtig und auffallend ist den Mailändern, gut und schick auszusehen, gekleidet zu sein. Mailand ist als Hochburg der italienischen Alta Moda zweifelslos die italienische und internationale Modehauptstadt. Das goldene Modeviertel – “Quadrilatero d’oro della moda” ist wohl das Bekannteste und Beeindruckendste. Hier finden Sie Juweliere, Designerboutiken und Ateliers der wichtigsten Modemarken, wie Armani, Versace, Alberta Ferretti, Dolce e Gabbana, Prada, Fendi, Luois Vuitton, Chanel, Bottega Veneta, Gucci, Bulgari, Cartier, Valentino und Gianfranco Ferrè. Shopping-Liebhaber kommen hier voll auf ihre Kosten und genießen diese ganz besondere Atmosphäre. Allein schon sie Schaufenster zu bestaunen lohnt sich. Das Herz des Modeviertels ist die teuersten Straßen der Welt – die Via Monte Napoleone.

Mailand hat eine günstige geographische Lage. Man erreicht die oberitalienischen Seen, wie den Lago Maggiore, Gardasee und die Schweiz in e-2 Stunden, das Meer ist 1,5 h entfernt und um in die Berge zu fahren braucht man auch nur 2 Stunden. In der Stadt selber ist es am Schnellsten mit der Metro und am besten mit einem Tagesticket.

Boutique Hotel NYX

Das Boutique Hotel NYX befindet sich nur wenige Schritte von dem Hauptbahnhof entfernt und war dadurch bestens zu erreichen.

Ich war während meines Aufenthaltes in diesem schicken Hotel untergebracht.

Hauptbahnhof – Stazione di Milano Centrale

Der Hauptbahnhof – Stazione di Milano Centrale kurz Milano Centrale ist auch besonders sehenswert. Der 1931 offiziell eingeweihte Kopfbahnhof zählt zu den wichtigsten Bahnhöfen im europäischen Verkehrsnetz. Architekt war der Ulisse Stacchini, angelehnt an die Union Station in Washington, D.C. enthält sein Stil historistische Elemente aus der römischen und klassizistischen Monumentalarchitektur, aber auch aus dem Jugendstil und Art déco. Echt beeindruckend.

Pirellone Turm – Pirelli-Hochhaus

Im Pirellone Turm befindet sich der Hauptsitz der Region Lombardia. Das Pirelli_Hochhaus ist das viert höchste Gebäude der italienischen Metropole Mailand und zählz zu einem ihrer Wahrzeichen.

Mailänder Dom – Duomo di Milano

Der Mailänder Dom, lombardisch Dom de Milan, italienisch Duomo di Milano, – Duomo di Santa Maria Nascente, ist eines der berühmtesten Bauwerke Europas und zählt zu den drittgrößten Gotteshäusern des Abendlandes. Er ist mit dem Patrozinium Mariä Geburt versehen, eine Kathedrale des Erzbistums Mailand. Der Dom ist nicht nur von außen eine Augenweide, auch innen ist er prunkvoll und schön. Leider hatte ich es zeitlich nicht geschafft die 919 Stufen aufs Domdach zu erklimmen, was mich echt geärgert hatte. Als ich mich endlich durch die weiträumigen Absperrungen und Umwege durch die Giro d´Italia gekämpft hatte, war der Aufstieg geschlossen. Bei Ihrem Mailand-Besuch sollten Sie das auf keinen Fall verpassen.

Mit dem Bau der gotischen Kathedrale begann man 1386 unter Gian Galeazza Viscont. Dabei wurde der Marmor auf künstlichen Wasserstraßen vom Westufer des Lago Maggiore nach Mailand transportiert. Der Dom wurde 1572 eingeweiht. Die einmalig schöne Fassade entstand im Jahre 1805 unter Napoleon, der sich auch im Dom zum König Italiens krönen ließ. Der Dom wurde erst 1965 endgültig fertiggestellt.

Der Mailänder Dom hat eine Länge von 158 m und eine Grundfläche von 11700 m². Leider fehlte mir die Zeit, um mir die Fassade mit all den Figuren von Monstern, Drachen und Teufelchen anzuschauen. Aber es lohnt sich auf jeden Fall, vielleicht entdecken Sie ja sogar den Kopf von Mussolini oder Dante.

Das Innere des Domes besteht aus fünf Schiffen mit dem dreischiffigen Querhaus und 52 mächtigen Bündelpfeilern. Das Dach zieren 3400 Statuen und Türmchen, eine echte Meisterleistung der mittelalterlichen Steinmetze. Die höchste Spitze des Doms wird von der 4m hohen goldenen Madonna geziert.

Der Mailänder Dom ist von 08.00 – 19.00 Uhr geöffnet. Zutritt in gesitteter Kleidung, keine Shorts oder Miniröcke, das wird sehr streng kontrolliert. Die Dom-Dachterrasse ist von 09.00 – 19.00 Uhr zu besteigen, wobei der letzte Aufstieg 18.00 Uhr ist. Zutritt per Treppe kostet 9 € mit dem Lift 13 €. Wichtig ist!!! unbedingt die Tickets vorher lösen.

Mailänder Scala – Teatro alla Scala

Die berühmte Mailänder Scala hab ich nur von außen gesehen, sie sollte aber unbedingt auf dem Programm beim Besuch der Stadt stehen. Das Teatro alla Scala wurde 1778 eingeweiht und ist eines der weltweit bekanntesten Opernhäuser.

Galleria Vittorio Emanuele II

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wuchs Mailand zu einem florierenden industriellen Zentrum Italiens. Von 1865 bis 1877 erbaute Giuseppe Mengoni die Galleria Vittorio Emanuele II, die älteste überdachte Einkaufspassage der Welt. Sie ist eine nach Viktor Emanuel II., dem Einiger und König Italiens benannt wurden und liegt direkt neben dem Mailänder Dom an der Piazza del Duomo.

Nach Süden öffnet sich die Passage mit einem mit einem gewaltigen Triumphbogen. Ich kam aus dem Staunen kaum raus, ein so gigantischer Bau, der mit seinen luxuriösen Geschäften der bekanntesten Marken zum Bummeln einlädt.

Castello Sforzesco

Wir besuchten bei unserem Stadtrundgang das Castello Sforzesco an der Piazza Castello im Nordwesten der Altstadt. Das mächtige Kastell erbaute Francesco I. Sforza 1450 genau an der Stelle, wo im Jahre 1447 die Burg der Familie Visconti zerstört wurde.

Genau nach dem Schema des römischen Castrum folgt die Anlage, wie auch andere mittelalterliche Talburgen der Poebene, dem quadratischen Grundriss. Heute beherbergt das Schloss verschiedene städtische Sammlungen, so ist in der Corte Ducale das Museo d’Arte Antica beheimatet, das vor allem Skulpturen von der Antike bis zur Renaissance enthält.

„Stinkefinger“ vor Mailänder Börse

Ein beliebtes Fotomotiv, die provokante Skulptur des italienischen Künstlers Maurizio Cattelan erhitzt die Gemüter. Seit einigen Wochen steht vor dem Eingang der Mailänder Börse ein riesiger Mittelfinger aus Marmor. Dieser elf Meter hohe „Stinkefinger“ wurde mit dem Segen des Mailänder Stadtrats ausgerechnet vor dem Eingang der „Borsa Italiana“ positioniert. Der überdimensionale Mittelfinger ragt in den Himmel, die anderen vier Finger sind einfach abgesägt. Sein Erschaffer selbst will nicht enthüllen, was der Finger genau zu bedeuten hat. „Diese Skulptur ist eine Geste der Liebe“, sagte Cattelan. Er schafft es immer wieder, mit seinen Werken einen Eklat auszulösen. So bedankte sich der Starkünstler aus Padua bei der Gemeinde Mailands für den Beschluss, seine Skulptur vorerst nicht zu entfernen. „Das Werk ist zwar provokant, aber ein Symbol zeitgenössischer Kunst und Ausdruck von Meinungsfreiheit“

Restaurant Terrazza Triennale


Restaurant Terrazza Triebnale

Auch kulinarisch ist Mailand eine Reise wert, sehr zu empfehlen ist das Terrazza Triennale. Eine kulinarische Reise durch die Aromen und Düfte Italien. Das exklusive Restaurant befindet sich auf der Dachterrasse des Triennale Designe Museums. Man hat einen traumhaften Blick über die Skyline der Stadt. Das Essen ist einfach Genuss pur.

Die Messestadt ist dank ihrer verkehrsgünstigen Lage in der oberitalienischen Po-Ebene ein Knotenpunkt des Schienen- und Autobahnnetzes und zweitgrößtes Luftfahrtdrehkreuz Italiens mit drei internationalen Flughäfen. Vom Flughafen Mailand-Malpensa, der wirklich weit außerhalb liegt, fährt regelmäßig ein Flughafenbus zum Hauptbahnhof, also mitten in die Stadt für gerade mal 8 €.

Ich danke der Region Lombardei – Lombardia, besonders Agnese Borri, AB Comunicazioni srl für die Unterstützung.

Hilfreich war der Reiseführer zu Mailand vom Dumont Verlag, vielen Dank.

Fotos Gabriele Wilms

Booking.com

Über den Autor

Gabriele Wilms

Seit vielen Jahren beschäftige ich mich intensiv mit der Tätigkeit des Reisejournalistin und Bloggerin. Ich betreue Toureal als verantwortliche Chefredakteurin. Gut ein Drittel des Jahres bin ich daher für unser Reisemagazin unterwegs in den schönsten Hotels Europas.

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