Karlsruhe überrascht kulturell und kulinarisch

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Meine Reise hat mich nach Karlsruhe – „Lifestyle & Kultur: Kulinarische Erlebnisreise durch Karlsruhe“ – geführt. Eigentlich habe ich noch nicht viel von der Stadt Karlsruhe gehört, daher war ich sehr gespannt, auf das, was kommen wird und ich wurde total überrascht.

Karlsruhe ist eine einzigartige Stadt im Norden Baden-Württembergs, eine „Fächerstadt“, denn die Straßen führen, wie Strahlen, in der Form eines Fächers vom wunderschönen Schloss weg.

Dies kann man besonders gut vom Turm des Schlosses oder dem Modell der Stadt im Schloss sehen. Damit war Karlsruhe auch die berühmte städtebauliche Vorlage für Washington DC. Dieses einzigartige Stadtbild, sowie den Namen verdankt Karlsruhe dem Gründer Markgraf Karl Wilhelm, der 1715 sein Schloss als Zentrum der Stadt anlegen ließ.

Sonderausstellung „Revolution! Für Anfänger*innen“ im Badischen Landesmuseum

Das Schloss, ein barockes Architektur-Highlight, ist der Mittelpunkt der Stadt und heute ein kulturelles Zentrum, denn seit 1919 ist es Sitz des Badischen Landesmuseum.

Im Badischen Landesmuseum hatten wir uns auf die Spuren der „Revolution!“ begeben. Die Revolution kehrt nach Karlsruhe zurück, an den Ort, wo im November 1918 durch die Flucht der großherzoglichen Familie das Ende der Monarchie eingeleitet wurde.

Dies ist eine interaktive Ausstellung zum Thema „Revolution“. Es geht aber nicht nur um die Ereignisse vor 100 Jahren mit dem Sturz der gekrönten Häupter und dem Ende des ersten Weltkrieges, denn es gab viele Revolutionen in der Geschichte. Von der französischen Revolution bis zur Wende in der DDR. Es lohnt sich mal genauer hinzuschauen und darüber nachzudenken, was eine Revolution ausmacht, wie es dazu kommt, welche Akteure dabei sind, welche Rolle spielt Gewalt? Mit diesen und noch viel mehr Fragen beschäftigt sich die Sonderausstellung „Revolution! Für Anfänger*innen“.

Besucher und Besucherinnen werden selbst in die Ausstellung mit eingebunden. Sie können in einem interaktiven Spiel ihr revolutionäres Potential ausloten. An den verschiedenen Stationen der Ausstellung muss man sich entscheiden, was man in der Situation machen würde. Wo liegt die persönliche Schmerzgrenze, um mit Ungerechtigkeiten fertig zu werden. Zum Schluss wird ausgewertet, ob man ein Revolutionär oder ein Mitläufer ist. Ich glaube ich war der einzige Revolutionär in unserer Gruppe. Sehr spannend und interessant gemacht.

Im Schlosspark fahren die Schlossgartenbahnen, es ist ein Erlebnis, besonders für Kinder mit diesen Bahnen eine Runde durch den großen Schlossgarten zu fahren.

Chancen für die Kreativwirtschaft im „Kreativpark Alter Schlachthof“

Karlsruhe versucht die alten Gebäude, wie zum Beispiel des alten Schlachthofes neu zu nutzen und wieder Leben einzuhauchen. Ende 2006 wurde der Betrieb des 1887 gegründeten Karlsruher Schlachthofs eingestellt. Die alten Backsteingebäude sind echt schöne Gebäude. Da, wo früher Schweine geschlachtet und verarbeitet wurden, ist heute das Gelände des Karlsruher Kreativpark „Alter Schlachthof“ entstanden. Ein tolles Projekt, dass gerade jungen Künstlern, Jungunternehmern eine Chance gibt.


Perfekt Futur

So wurden in dem Gebäude Perfekt Futur Frachtcontainer reingestellt und als Büro- oder Arbeitsräume umgebaut. Diese Räume werden kostengünstig an Jungunternehmer, wie Designer, Architekten, Künstler oder Modeschöpfer vermietet, so dass der Start leichter fällt. Ein sehr spannendes Projekt.

Im sogenannten Tollhaus finden Großveranstaltungen, wie Musikveranstaltungen statt. Das ehemalige Kühlhaus ist heute Künstlerwerkstatt. Ich habe nur einige genannt, somit sind alle alten Gebäude auf dem großen Arial des alten Schlachthofes einer neuen Nutzung zugeführt wurden. Das Wahrzeichen dieses Areals ist ein kleines Schwein, was an die Zeit erinnert, als hier noch Schweine geschlachtet und verarbeitet wurden.

ZKM – Zentrum für Kunst und Medien

Karlsruhe ist eine Kulturstadt mit einer weltweit einzigartigen Kulturinstitution, dem Zentrum für Kunst und Medien – kurz ZKM, dass zu den 10 besten Museen der Welt zählt. Mit ZKM verbinden die Einheimischen aber das gleichnamige Einkaufszentrum.

Es ist nicht einfach nur ein Museum, sondern hier kann Kunst erlebt werden, man ist mitten drin, hier wird auch gearbeitet. Wenn man in Karlsruhe ist, muss man dieses Museum einfach mal besuchen. Es vereint raumbasierten Künste wie Malerei, Fotografie und Skulptur mit zeitbasierten Künste wie Film, Video, Medienkunst, Musik, Tanz, Theater und Performance. 1989 wurde das ZKM mit der Mission gegründet, die klassischen Künste ins digitale Zeitalter fortzuschreiben, deshalb wird es auch immer mal wieder das »elektronische bzw. digitale Bauhaus« genannt – ein Ausdruck, der auf den Gründungsdirektor Heinrich Klotz zurückgeführt wird.

Karlsruhe – badische Genusskultur

Man kann aber in Karlsruhe auch ganz ausgezeichnet die badische Genusskultur kennenlernen und hervorragend speisen, darüber werde ich in einen anderen Artikel berichten. Nur schon einmal so viel, von einer kulinarischen Stadtführung bis hin modernen Gourmet-Kreationen im „Anders auf dem Turmberg“. Das Restaurant ist ein absoluter Geheimtipp im Stadtteil Durlach. Es hat einen ganz besonderen Platz auf dem Turmberg, hoch über der Stadt mit tollen Blick auf Karlsruhe. Man erreicht es über die Zahnradbahn.

Das Restaurant wird vom ehemaligen Sternekoch Sören Anders geführt, ein ausgezeichneter Koch, der seinen Grand Michelin Stern abgegeben hat, weil er den ganzen Rummel darum nicht mehr mag. Sein Restaurant ist extra klasse und sehr zu empfehlen.

Vielen Dank für die Unterstützung des KTG Karlsruhe Tourismus GmbH und Conrad Rausch von Rausch PR.

Fotos Gabriele Wilms

Booking.com

Über den Autor

Gabriele Wilms

Seit vielen Jahren beschäftige ich mich intensiv mit der Tätigkeit des Reisejournalistin und Bloggerin. Ich betreue Toureal als verantwortliche Chefredakteurin. Gut ein Drittel des Jahres bin ich daher für unser Reisemagazin unterwegs in den schönsten Hotels Europas.

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