Nach 30 Jahren im neuen Gewand – Maritim Hotel Bonn

Das Bonner Maritim Hotel wurde 1989 eröffnet. Damals war Bonn noch Bundeshauptstadt. Mit einer Bauzeit von nur neun Monaten schaffte das Maritim Hotel Bonn 1989 den Sprung ins Guinness-Buch der Rekorde.

Sechs Wochen nach der Eröffnung fiel die Mauer und Deutschland war wieder ein geeintes Land. Jetzt wurde das Maritim in den letzten zwei Jahren komplett und umfangreich renoviert. Heute, nach 30 Jahren, erstrahlt es im neuen Glanz und es hat sich gelohnt.

Alle sechs Etagen und die Veranstaltungsräume erhielten ein komplett neues Outfit, wurden runderneuert. Die besondere Herausforderung war es, die Renovierung im laufenden Hotelbetrieb, ohne das Wohlgefühl der Gäste zu beeinträchtigen. Es war eine Meisterleistung. Im Juni 2017 wurde mit dem Bankettbereich begonnen. Den Schlusspunkt setzte im November 2018 die Renovierung der Suiten.

In den Veranstaltungsräumen war alles neu, der Teppichboden, die Wandverkleidung, die Dekostoffe an den Fenstern einschließlich der Verdunklungsrollos. In den Räumen „Schumann“ und „Reger“ wurden die Marmorböden abgeschliffen und hochglanzversiegelt. Eine brandneue Licht- und Soundanlage, die höchsten technischen Anforderungen gerecht wird, erhielten die Säle „Maritim“ und „Beethoven“.

Das echt schicke Maritim Hotel Bonn kann seine Gäste in 410 Zimmern unterbringen, die sich in zwei Flügeln über sechs Stockwerke verteilen. Die 41 Suiten, darunter zwei 118 Quadratmeter große Luxussuiten, bieten den anspruchsvollen Gästen jeden Komfort.

Beim Betreten des Hotels ist man erst einmal von der Größe und der Ausstattung der Empfangshalle überwältigt. Zwei gläserne Fahrstühle bringen die Gäste in oberen Etagen in ihre Zimmer. Das konzerneigene Architekturbüro Reinhardt und Sander hat extra neue Betten, stylische Ohrensessel mit Fußteil, Schreibtischstühle und Lampen anfertigen lassen.

Die Zimmer der Superior Kategorie und die Suiten, die sich auf der fünften und sechsten Etage befinden, wurden außerdem in einem komplett neuen Look gestaltet. Die hellen Farben und coolen Designs kommen bei den Gästen sehr gut an. Wir hatten das Glück in der 6. Etage ein Superior Zimmer zu bewohnen.

Der geräumige Wohnbereich war mit einer Essecke, wo wir mit leckeren Köstlichkeiten empfangen wurden, ausgestattet. Die große Couchecke lädt zum gemütlichen Fernsehabend ein, wenn man gerade nichts Anderes vorhat.

Im extra Schlafzimmer haben wir richtig gut in dem großen neuen Doppelbett geschlafen. Wer fernsehen im Bett mag, für den ist auch hier ein großen Flate-TV angebracht.

In den Bädern wurden moderne Duschkabinen eingebaut. Regenduschen berieseln Kopf und Körper warm von oben, die Temperatur des Wassers lässt sich vollelektronisch per Fingertipp regulieren.

Von unserem großen Balkon hatten wir einen tollen Blick über Bonn.

Der neue Saunabereich lädt zum Entspannen ein. Morgens nach dem Aufstehen erst einmal eine Runde schwimmen finde ich total toll. Das schöne Schwimmbad ist perfekt dafür.

Echt klasse ist aber auch, dass man bereits morgens in die beiden Saunen gehen und so die Lebensgeister für einen erlebnisreichen Tag wecken kann. Im frisch hergerichteten Ruhebereich kann man es sich auf komfortablen Liegen bequem machen.


Kulinarische Höhepunkte

Das Restaurant „Rôtisserie“, die Lobby, das A-la-carte-Bistro „La Marée“, die Pianobar und andere Einrichtungen des Hauses profitieren ebenfalls von der Verjüngungskur.

Mehr als 120.000 Besucher verwöhnt die servicebewusste Crew jedes Jahr. Der Status als UN-Stadt – 19 Organisationen der Vereinten Nationen haben ihren Sitz in Bonn – bringt es mit sich, dass Gäste aller Nationalitäten in dem schicken, von Bäumen umgebenen Haus ein- und ausgehen.

Für arabische Gäste gibt es noch einen weiteren Grund, an den Rhein zu reisen: In der Bonner Uniklinik lassen sie ihre Leiden behandeln. Zeit und Geduld bringen sie mit. Ein Aufenthalt von sechs Monaten oder länger ist bei den „Longstays“, wie die Langzeitgäste im Jargon des Hotelgewerbes heißen, keine Seltenheit. Weil arabische Gäste meist im Familienverbund reisen, gibt ihnen Maritim einen erfahrenen Betreuer an die Seite, Mohammad el Annan kennt die Bedürfnisse der Menschen seines Kulturkreises und sorgt mit der Erfüllung von Extrawünschen, etwa im Fastenmonat Ramadan, für ihr Wohlbefinden.

Den asiatischen Gästen kommt das Hotel auf andere Weise entgegen: 150 Nassräume sind mit Badewannen ausgestattet – ein Hygiene- und WohlfühlReise MARITIM J o u r n a l I Winter 2018/2019 9 Objekt, das diese Klientel nicht missen mag.

Qualität zahlt sich aus, wie im Bankettbereich umfasst auch die Renovierung der Zimmer und Suiten den Austausch von Teppichen, Wandbekleidungen und Gardinen.

Komplett neu wurden die 17 Veranstaltungsräume mit LEDLeuchten ausgestattet, die sich stufenlos steuern lassen. Im Saal „Beethoven“ kann man durch sachtes drehen am Dimmer den dunklen Raum über einen deckenfüllenden Leuchtstern langsam immer mehr Licht in den Raum geben, bis man zum Schluss das Gefühl hat, als seien tausend Sonnen aufgegangen.

Das Maritim Hotel Bonn beherbergt als größtes Hotel der Bundesstadt Gäste aus aller Welt. Würden alle Veranstaltungsräume gleichzeitig belegt werden, fänden bis zu 9.000 Menschen darin Platz. Tausende von Fans kommen ins Hotel zum FedCon – dem größten Star-Trek- und Science-Fiction-Festival Europas und der MagicCon – der Fantasy- und Mystery-Erlebniswelt.

Auch die Bonner Karnevalsvereine quartieren sich zur fünften Jahreszeit im Maritim Hotel ein, denn das Haus hält die großen Säle bereit, die sie für ihre publikumsstarken Veranstaltungen benötigen. Prunksitzungen, die Prinzenproklamation, die Verleihung des Ordens „Lachender Amtsschimmel“ oder die Mädchensitzungen des Vereins „Wiesse Müüs“ sind eng mit dem Bonner Maritim verbunden.

Gern nutzt zudem die Klassische Philharmonie Bonn das Hotel als Ausweichquartier, wenn die Beethovenhalle einmal nicht zur Verfügung steht. Im größten Raum des Hauses, dem Saal „Maritim“, lauschen dann bis zu 2.600 Musikfreunde den von Heribert Beissel dirigierten Bonner Symphonikern.

Kongresse, Tagungen, Messen, Kickoff-Meetings, Weihnachtsfeiern, Jubiläen, Hochzeiten – für die Bankettabteilung des Bonner Maritim Hotel ist das tägliches Geschäft. In unmittelbarer Nachbarschaft liegt das weitläufige Areal der Telekom-Zentrale. Die Deutsche Post mit ihrer Logistiktochter DHL hat in Bonn ihren Sitz, ebenso die Postbank und der Autobahngaststättenbetreiber Tank & Rast.

Ein wirklich schönes Stadthotel, dass trotz der Größe einen ganz eigenen Charme versprüht. Es ist sehr zu empfehlen und immer einen Besuch wert.

Ich danke dem gesamten Team des Maritim Hotels Bonn und Harriet Eversmeyer für die Unterstützung und die tollen Tage in Bonn.

Fotos Gabriele Wilms

Gabriele Wilms
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Seit vielen Jahren beschäftige ich mich intensiv mit der Tätigkeit des Reisejournalistin und Bloggerin. Ich betreue Toureal als verantwortliche Chefredakteurin. Gut ein Drittel des Jahres bin ich daher für unser Reisemagazin unterwegs in den schönsten Hotels Europas.

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