Mit Burnout nach Bad Füssing

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Gerade in der düsteren Jahreszeit tut eine Auszeit umgeben von Lichterglanz und heißen Quellen ganzheitlich gut. Bad Füssing bietet die besten Voraussetzungen Überlastungen entgegenzuwirken, das strapazierte Nervenköstum auszugleichen, aber auch zu inspirieren.

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5 km vor dem Endziel locken die Outlets zum spontanen Einkauf. In Pocking gibt es beim Schokoladen-Spezialist „Heilemann“ feine Confiserie zum kleinen Preis. Bei „Schiesser“ nebenan kann man sich kostengünstig mit Basics eindecken oder im benachbarten Laden Haushaltswaren shoppen. Mit Proviant und Schnäppchen an Bord geht es weiter.

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Kaum hat man das Ortsschild „Bad Füssing“ passiert, kommt man auch schon zur Pockinger Straße, die zu Ortners Lindenhof führt. Das Hotel imponiert mit stimmungsvoller Illumination und gediegener Note. Das Interieur ist saisonal dekoriert, der Großteil des Ambientes traditionell geprägt. Draußen ringen moderner Stil mit dem Herkömmlichen des Traditionenbetriebes miteinander.

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Das Ensemble von Ortners Lindenhof setzt sich aus dem HAUS WAPPEN, dem HAUS THERME, der mediterranen „VILLA SOPHIA“ und dem „BIO-HAUS LINDE“ zusammen. Nach dem Einchecken gibt es nur eins: Ab in die Fluten! Das Hallenbad ist mittags ab 13:00 Uhr geöffnet, der Sauna-Bereich ab 14:00 Uhr. Das Füssinger Heilwasser ist sehr intensiv, länger als 20 Minuten sollte man sich nicht in den warmen Becken aufhalten. Das Schwefelwasser ist entzündungshemmend schmerzlindernd und zeigt auch innerlich seine Wirkung. Die Badetemperaturen in den Becken liegen zwischen 31 und 37 Grad. Ein Dampfbad pflegt die Atemwege und bringt die Psyche ins Lot.Danach ist ein Aufenthalt in der Komfort-Zone angesagt. Im SPA-Bereich wären große Handtücher wünschenswert um sich einzukuscheln und im Relaxraum bei einem Schläfchen die innere Mitte zu finden. Lust auf Genuss? Im urigen „Zwitscherstüble“ genießt man eine Pause von der Thermallandschaft bei einer großen Teeauswahl und einem guten Stück aus der Kuchenvitrine.

Italienische und exotische Akzente werden auch ins kulinarische Gesamtbild eingefügt. Rinderfilet und Meeresbarbe befinden sich in fröhlicher Co-Existenz auf grünem Risotto mit Thai-Spargel, eigens kreiiert von Küchenchef Torsten Petri. Das Inhaber-Ehepaar Ortner- Zwicklbauer kann aber auch Bayerisch. Beim Bratl kommen alle in der hauseigenen Alm an eine Tafel. Kartoffelknödel und Semmelködel versammeln sich um den Schweinebraten, der auf bayerischem Kraut thront. Beim empfohlenen Digestif handelt es sich um einen Vogelbeer-Schnaps. Wer die Dessert-Variante bevorzugt, der lässt sich den hausgemachten Kaiserschmarrn schmecken.
Das Restaurant schließt um 23 Uhr, die Bar „Weinpress“ leider auch, sodass man sich für eine Location entscheiden muss. Die Halbpension wird im 1. Stock serviert. Vor dem Amuse Gueule kann man sich ausgiebig dem köstlichen Antipasti Buffet widmen.

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Sonderwünsche werden schnell in die Tat umgesetzt, wenn keines der Hauptgerichte zusagt. Schnitzel mit Bratkartoffeln gehen immer. Frühstück gibt es bis 10:00 Uhr, von Lachs über regionale Wurst und andere fleischliche Genüsse bis hin zu Käse und Eierspezialitäten. Auch die süße Ecke wird bedient.

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Ein Ausflug in die Umgebung lohnt sich. In kurzer Distanz entdeckt man zur Weihnachtszeit einen geradezu magischen Ort- Katzenberg mit seinem Schloss und Christkindlmarkt. Hier im angrenzenden Österreich gibt es alles, was das Herz begehrt- Handwerkskunst, Geschenke und allerlei Köstlichkeiten. Neben dem Markt befindet sich die rustikale Schloss-Taverne, in der heute noch die 87-jährige Schlossherrin Johanna Steinbrener wohnt. Dort kommt man schnell mit Einheimischen ins Gespräch bei einem „Spritzer“ oder einem erfrischenden „Stiegl“. Auch in der direkten Umgebung von Ortners Lindenhof kann man seine Zeit verbringen. In ein paar Metern Entfernung vom Hotel trifft der Reisende auf viele Einzelhandelsgeschäfte mit attraktiven Sonderangeboten, die sich wie Perlen einer Kette aneinanderreihen. Fashionistas der Trachtenmode-Szene können mit Preisreduzierungen von 50 bis 70 Prozent rechnen. Darüber hinaus sind Einzelstücke jenseits des Landhausstils in den Boutiquen vorhanden. Insidertipps zur Region sind beim Ratsch mit den schrullingen wie liebenswerten Inhabern inklusive.

Bad Füssing ist ein bisschen retro, manchmal wähnt man sich auf einer Zeitreise. Der nostalgische Charme der guten, alten Zeit klingt an. Nach dem Shopping empfiehlt sich ein regenerierendes Balancing. Die Schwere des Schwefelbades macht angenehm schläfrig und bringt Körper, Geist und Seele in Einklang. Das träge Wasser entschleunigt und lässt den Alltag Geschichte sein.

Fazit: Das Thermalbaden inklusive Hotelübernachtung ist sicher eine gute Therapiemaßnahme gegen Reizüberflutung und permanente Erreichbarkeit

Fotos: Ulrike Emgel

Über den Autor

Ulrike Engel

Ulrike ist freie Reise- und Lifestyle-Journalistin. Sie ist oft in Österreich und Tschechien in ausgesuchten Bio-Hotels mit Wellness-Extras unterwegs. Herausragende Spa's mit Ayurveda, Gastronomie mit Ayurveda Küche, Body Balance und Metabolic Balance nimmt sie gern unter die Lupe.

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