Wellness in mystischer Unterwelt des Posthotels Achenkirch

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Ich entführe Sie heute in die unterirdische Wellnesswelt, dem versunkenen Tempel im wunderschönen Posthotel Achenkirch in Tirol. Hier regieren die Elemente Feuer, Wasser, Luft und Erde auf ganz besondere Weise.

Posthotel 2

Unsere Reise hat uns nach Tirol an den Achensee ins Posthotel Achenkirch, dem Familiengeführten Wohlfühlhotel der Familie Reiter, geführt. Ein Wellnesswochenende stand auf dem Programm und wir waren absolut von dem außergewöhnlichen Hotel, der Vielfalt, der Suite und nicht zuletzt dem Wahnsinns Wellnessbereich begeistert.

Posthotel Rezeption 1

Am Hotel angekommen, wirkt es auf den ersten Blick wie ein schönes, aber ganz normales Haus. Wir fahren in die riesige Tiefgarage zum Entladepunkt, einem Kreisel, dort wurde unser Gepäck auf einen Gepäckwagen geladen und wir parkten unser Auto in der Tiefgarage, die 170 Plätze bietet. Das Gepäck wurde von einem Mitarbeiter auf unser Zimmer gebracht. Wir checken ein und werden mit einem Gläschen Sekt empfangen.

Posthotel Postgasse 1

Auf dem Weg in unsere Suite wird uns gleich ein wenig das Hotel gezeigt und nun wird klar, dass es nicht einfach nur ein Haus ist. Es hat einmal mit dem Stammhaus angefangen, dann kamen das Haupthaus mit Empfang und Restaurants dazu. Es wurde um das Schlössl, Landhaus-Süd, -Ost und –West erweitert. Dies sind alles extra Gebäude, aber im Innern merkt man dies nicht. Sie sind durch Gänge, Treppen und Fahrstühle ganz geschickt miteinander verbunden, dadurch müssen sie nicht ins Freie. Zum Teil sind die Restaurants, Einkaufspassage und die Postgasse unterirdisch, aber durch Lichtkuppeln und –schächte merkt man dies kaum. Das gesamte Posthotel-Areal umfasst 36.000 qm, davon sind allein 7.000 qm Spa- und Wellnessbereich. Hier kann man sich am Anfang schon etwas verlaufen.

Posthotel Junior Suite 4 - Kopie

Beim Betreten unserer Junior-Suite im Landhaus-West kommt ein lautstarkes „wow“ über unsere Lippen. Die großzügige Suite hat eine Fläche von 55 qm, die man durch die Loggia mit beleuchteten großen Schrank betritt. Im Schlafbereich erwartete uns ein breites Bett, in dem ich fantastisch geschlafen hatte, mit italienischen Fresken an der Wand.

Posthotel Junior Suite 3 - Kopie

Der Wohnbereich mit Schiffsboden hat gemütliche Polstermöbel, einen großen Schreibtisch und einem großen Flatscreen-TV, sowie einer Bose Docking Station.

Von unserem großen Balkon hatten wir einen fantastischen Blick auf das Terrain des Hotels, den hauseigenen Golfplatz und die umgebene Bergwelt.

Posthotel Junior Suite 6 Bad

Am meisten waren wir von dem 15 qm großen, luxuriösen Badezimmer begeistert, ein eigenes Wellness-Refugium mit japanischer Überlaufbadewanne, riesigen Spiegel, Deckenbild und zwei Waschplätzen. Extra abgetrennt durch Sandgestrahlte Türen war die Toilette mit Bidet und die große Dusche, ein Traumbad.

Der versunkene Tempel

Versunkener Tempel 3

Im Saunabereich wurden wir in eine mystische Welt entführt. Vom „normalen“ Saunabereich, der auch sehr vielseitig und schön ist, ging es zum Versunkenen Tempel. Ganz geheimnisvoll traten wir den sanft abfallenden, in Blautönen gehaltenen Gang in den Bauch der Erde. Nach der Biegung standen wir voller Begeisterung vor dem Eingang zum versunkenen Tempel.

Karl Reiter wollte ein Refugium der Stille und Einkehr schaffen und fand in einem noch ungenutzten unterirdischen Raum den idealen Ort dafür. Perfekt, denn die Menschen zogen sich seit jeher ins Innere der Erde zurück, wenn sie Erneuerung, Reinigung, Spiritualität suchten.

Versunkener Tempel 12

Schon in der äußeren Gestaltung wird der Übergang in diese andere, dem Alltäglichen entrückte Sphäre betont. Der Gang ist einer schmalen Felsspalte nachempfunden, als würde man wirklich ins Innere der Erde hinab steigen. Karl Reiter ließ sich durch sein bevorzugtes Reiseziel Asien bei der Gestaltung dieses Saunabereiches inspirieren.

Versunkener Tempel, Foto Posthotel Achenkirch

Versunkener Tempel, Foto Posthotel Achenkirch

Das Zentrum ist ein kreisrunder Meditationsraum. Nach sieben Stufen traten wir ein und der Blick ruhte auf der ruhig brennenden Flamme, die über der kreisrunden Wasserfläche zu schweben scheint. Drum herum sind Relax-Liegen und Wasserbetten aufgebaut, wechselndes Licht der zum Teil gläsernen Kuppel und die Mysterien von Stille und Wohlgefühl lassen Alltag und Hektik vergessen.

Foto Gunter LENZ

Foto Gunter LENZ

Eine Ebene höher über dem Tempel verbindet eine Brücke den Soledom und das Dampfbad auf der einen mit der Tempelsauna und Eisbrunnen auf der anderen Seite. So wurde die Offenheit des Raumkonzepts und der freie Blick nach unten auf die zentrale Flamme im Meditationsraum gewahrt.

Versunkener Tempel 23

Diese mystisch anmutende Saunawelt erstreckt sich auf rund 500 qm. Edle Naturmaterialien – Stein, dunkles Holz, Blöcke von Himalaja-Salzsteinen – Farben aus der Skala der erdig-pflanzlichen Naturtöne und Anleihen aus der reichen Kultur Asiens prägen hier den Stil und verleihen einen ganz besonderen Charakter, der sich bewusst vom gediegenen Landhausstil des Posthotels abhebt.

Die Tempelsauna ist in einem ganz besonderen asiatischen Stil mit bequemen Liegen eingerichtet und bietet einen Blick auf den Dom. Hier schwitzen Sie bei trockener Hitze, zwei Schlangen speien immer wieder Wasser auf die heißen Steine. Danach kühlt man sie besten mit dem Eis aus dem Eisbrunnen ab.

Solegrotte, Foto Posthotel  Achenkirch

Solegrotte, Foto Posthotel Achenkirch

Im gegenüberliegenden Soledom versprühen feine Düsen in der Kuppel Dampf, der mit hochkonzentrierter Sole aus dem Karwendelgebirge angereichert ist.

Gleich daneben in der Drachensauna speit ein Drachen aus seinen Nüstern heißen Dampf, der mit ätherischen Ölen versetz ist und dadurch angenehm riecht. In der chinesischen Mythologie gilt der Drache als Symbol für Glück und Wohlbefinden.

Pfad des Wassers, Foto Posthotel Achenkirch

Pfad des Wassers, Foto Posthotel Achenkirch

Auf dem Pfad des Wassers wandelt man im heißen zum kalten und wieder heiß, kalten Wasser auf Flusskieseln, als Fußsohlenmassage. Von oben stürzt ein Wasserfall hinab.

Versunkener Tempel 24

Saunagänge und Dampfbäder, salzige Luft und Aufgüsse mit duftenden Kräutern verwöhnen und reinigen den Körper, der starke Sinnenreiz des Wechsels zwischen heiß und kalt regt den Stoffwechsel an. So eingestimmt kann man im versunkenen Tempel der aufregendsten Erfahrung begegnen, dem Eintauchen in die Stille, der Reise zum Ich.

Im normalen Saunabereich waren wir von dem Stadl mit den Infrarotliegen begeistert und so wurden dieser zu unserem Lieblingsplatz. Infrarot mal nicht in einer kleinen Kabine, sondern auf bequemen Liegen.

Blockhaussauna 1 - Kopie
Aufguss in der Blockhaussauna

Ein Muss war der Saunaaufguss in der großen Blockhaussauna, durch die Aufgüsse des Saunameisters und das geschickte Wedeln kommt man so richtig ins Schwitzen. Wir haben an einem süßen Apfelaufguss teilgenommen, nach den fruchtigen Aufgüssen gab es Apfelstücke in der Sauna zu essen, sehr erfrischend.

Zur Abkühlung ging es nackt in den Yin-Yan-Pool, erst warm, dann kalt, einfach klasse und das bei strahlenden Sonnenschein, mit einem Sonnenbad zu Abschluss. Einfach ein perfekter Wellnesstag.

Wasserwelten 3

Den Morgen beginnt man im Posthotel am besten mit einer Runde schwimmen in den vielen verschiedenen Wasserwelten, innen und außen. Ab 7.00 Uhr kann man in diesem Bereich am Automaten verschiedene Kaffees ziehen und so perfekt in den ereignisreichen Tag starten.

Teslafahrt 1
Probefahrt mit dem Tesla Model S 85D

Teslafahrt 5

Eine ganz andere Form von Wellness ist zum Beispiel das Fahren mit dem hauseigenen Tesla Model S 85D, ein rein Elektro-Auto mit 428 PS, der einfach nur Spaß macht. Doch darüber werde ich in einem anderen Artikel berichten.

Posthotel 3

Fotos Hotel, Michael Cremer und Gabriele Wilms

Über den Autor

Gabriele Wilms

Seit vielen Jahren beschäftige ich mich intensiv mit der Tätigkeit des Reisejournalistin und Bloggerin. Ich betreue Toureal als verantwortliche Chefredakteurin. Gut ein Drittel des Jahres bin ich daher für unser Reisemagazin unterwegs in den schönsten Hotels Europas.

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