Wohlbefinden und Kondition mit Aqua-Fitness steigern

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Der Trendsport 2017 eignet sich ideal zur Stärkung des Herz-Kreislaufsystems, zum Muskelaufbau und zur Schärfung der Koordination. Was Gäste beim Zirkeltraining im Wasser jedoch unbedingt beachten sollten, verrät K. Matthias Rolle, ärztlicher Leiter des OCÉANO Hotel Health Spa auf Teneriffa.

Dass Wasser vor allem auf Kinder eine große Anziehungskraft ausübt, ist bekannt. Inzwischen ist der Hotel-Pool jedoch auch bei älteren Generationen eine beliebte Anlaufstelle – und das aus einem ganz besonderen Grund: Aqua-Fitness mit Hilfsmitteln wie Schwimmnudeln oder Hanteln hat sich zum absoluten Trend entwickelt. Kein Wunder: Wasser ist das perfekte Trainingselement. „Der Widerstand steigt im Wasser dynamisch an. Je schneller die Bewegung, desto mehr werden Kraft und Ausdauer gefordert. Zugleich lässt der Auftrieb das Körpergewicht auf ein Zehntel schrumpfen. Das schützt die Gelenke vor Überlastung“, erläutert K. Matthias Rolle, Arzt und Inhaber des Teneriffa OCÉANO Hotel Health Spa. In seinem direkt am Atlantik gelegenen Hotel finden Wassersport-Begeisterte ideale Bedingungen für das Zirkeltraining im Wasser: Es verfügt über einen Thalasso-Pool mit Aquabikes und Gegenstromanlage.

Allerdings sind nicht alle Übungen, die Aqua-Fitness-Animateure in Urlaubshotels oder heimischen Schwimmbädern vom Beckenrand erklären, aus Sicht des Experten Rolle empfehlenswert: „Nachhaltige Fitness erzielt man durch ein strukturiertes Training unter professioneller Anleitung. Ein guter Trainer kennt die spezifischen Effekte des Wassers auf das Herz-Kreislaufsystem oder die Atmungsorgane. Zieht man das nicht entsprechend in Betracht, kann das Training kontraproduktiv, wenn nicht sogar schädlich sein.“ Bei Sport-Anfängern oder Menschen mit Vorerkrankungen ist ein vorheriger Arzt-Check in jedem Fall sinnvoll.

Top-Form dank Bewegung im Wohlfühlelement Wasser

Wassersportler profitieren beim strukturierten Training nicht nur von den Fitnessübungen an sich, sondern auch von der spezifischen Wärmeleitfähigkeit des Wassers. „Um nicht auszukühlen, erhöht der Körper seine Stoffwechselrate beim Training enorm“, erklärt K. Matthias Rolle und fährt fort: „So wird bei den Übungen vermehrt Energie verbraucht, bevorzugt aus dem Fettgewebe.“ Auf diese Weise schmelzen in einer halben Stunde Aqua-Fitness bis zu 350 Kilokalorien dahin, während der Gegendruck des Wassers zugleich wie eine sanfte Massage auf verspannte Muskeln und Bindegewebe wirkt.

Ein weiteres Plus: Die sanften Bewegungen im Wasser schulen dank der empfundenen Schwerelosigkeit die Koordination. „Praktischerweise besteht im Wasser auch keine Sturzgefahr wie bei anderen Sportarten“, ergänzt Rolle. Maximaler Gesundheitseffekt, minimales Verletzungsrisiko plus Spaß an den Übungen. Kein Wunder, dass Sportwissenschaftler Aqua-Fitness für eine der Top-Gesundheitssportarten halten.

Wer all diese Gesundheitseffekte noch übertreffen möchte, trainiert am besten in einem Meerwasser-Pool. „Der Salzgehalt verstärkt die beschriebenen Ergebnisse zusätzlich“, versichert K. Matthias Rolle. So erhöht beispielsweise die größere Dichte von Salzwasser den Druck auf das Gefäßsystem. Das wiederum verbessert den Rückfluss des Bluts in den Venen – die beste Prävention gegen Krampfadern. Im OCÉANO Hotel Health Spa im Norden Teneriffas wird das frisch dem Atlantik entnommene Wasser im Thalasso-Pool auf 32 bis 36 Grad erwärmt. „Das Salzwasser führt zu einer Remineralisierung des Körpers anstatt zu einem Mineralverlust, wie er nach längerem Baden unvermeidlich ist.“

Smartphone aus – Verdauung an

Ständige Erreichbarkeit stresst nicht nur die Psyche, sondern auch den Darm. Regelmäßiges „Digital Detoxing“ kann helfen, den Stoffwechsel zu normalisieren und das Wohlbefinden zu steigern.

Der menschliche Darm ist eine hochkomplexe Funktionseinheit, gesteuert von 100 Millionen Nervenzellen, dem enteralen Nervensystem. Obwohl die meisten Verdauungsvorgänge unterbewusst – ohne Hilfe des Gehirns – ablaufen, kommunizieren Darm und Gehirn fortlaufend über den sogenannten Vagusnerv miteinander. Das hat Folgen: Der Darm ist die Echokammer unserer Emotionen: Gefühle, Stress oder Angst spiegeln sich auch in veränderter Darmaktivität wider. Symptome wie Verstopfung, Durchfall oder erhöhte Empfindlichkeit des Darms können Folgen für psychische oder neurologische Erkrankungen sein.

Im Océano Hotel Health Spa auf Teneriffa – einem renommierten Zentrum für Vitalkuren nach F. X. Mayr, wird deshalb besonders viel Wert darauf gelegt, dass die Entlastung des Darms durch nachhaltige Ernährungsumstellung auch mit einer Entlastung der Psyche einhergeht. Dazu gehört insbesondere die zeitweilige Abstinenz von digitalen Kommunikationsmitteln, insbesondere von der ständigen Abhängigkeit von Smartphone und Tablet.

„Für einen gesunden Darm bringt es nichts, nur die Ernährung umzustellen. Wer die grundlegenden Stoffwechselvorgänge im Körper wieder auf Normalfunktion bringen will, muss auch die mentale Überbeanspruchung auf ein erträgliches Maß reduzieren“, sagt K. Matthias Rolle, medizinischer Leiter und Inhaber des Océano.

Das Modewort dafür heißt „Digital Detox“. Das Problem dabei: Viele, die Digital Detox praktizieren, tun dies nur, damit sie im Anschluss in den Sozialen Netzwerken tagelang über ihre Erfahrung berichten können. Reizdarm und Reizmagen bleiben aber nach wie vor bestehen. Erst in Kombination mit einer Unterstützung der Darmregeneration durch Fasten oder einer Ernährungsoptimierung im Sinne der Mayr-Medizin, wirkt eine solche Digital-Entgiftung nachhaltig mit einem enormen Vitalitätsschub.

„Ein kalter Smartphone-Entzug kann den Bogen massiv überspannen“, warnt Rolle. „Wer von jetzt auf gleich komplett auf die digitale Kommunikation verzichtet, wird im extremen Fall Symptome feststellen, die den Entzugserscheinungen bekannter Suchterkrankungen wie Nikotin- und Alkoholabhängigkeit nicht unähnlich sind. Dazu gehören innere Unruhe, Schwitzen und erhöhter Puls. Ist die Darmfunktion bereits verbessert, fällt auch das „Offline bleiben“ leichter. Hier empfiehlt der Arzt – mit oder ohne Ernährungsumstellung – grundsätzliche

Verhaltensregeln für den gesunden Umgang mit mobilen Kommunikationsmitteln:
1. Den Tag ohne Smartphone beginnen: Besser als die Weckfunktion des Handys ist der gute alte Analog-Wecker. So schauen wir nicht schon Sekunden nach dem Aufwachen zum ersten Mal begierig aufs Display. Nach der Dusche und dem Frühstück ist immer noch genug Zeit, die SMS der Nacht zu lesen.
2. Offline-Oasen einrichten: Es ist enorm hilfreich, über den Tag verteilt feste Tätigkeiten zu definieren, bei denen das Smartphone ausgeschaltet bleibt. Das können zum Beispiel das Mittagessen sein, ein Kaffee mit der Freundin, die tägliche Laufrunde oder eine halbe Stunde bewusstes Musikhören.
3. Default Mode Network aktivieren: Klingt kompliziert, ist aber ganz einfach: Als DMN bezeichnet man bestimmte Gehirnregionen, die sich ganz leicht trainieren lassen: durch Nichtstun. Nach der Arbeit Handy aus, zu Fuß nach Hause gehen, die Gedanken schweifen lassen und tagträumen. Das baut Blockaden ab und fördert die Kreativität.
4. Den Tag ohne Smartphone beenden: Das Wichtigste zum Schluss: Man sollte den Tag so beschließen, wie man ihn begonnen hat: ohne digitale Medien. Das Bett ist eine internet- und smartphone-freie Zone. Am besten schaltet man das Telefon schon eine Stunde vor dem Zubettgehen aus. Das verbessert nachgewiesenermaßen die Schlafqualität. Lesen – und zwar in einem Buch oder einer Zeitschrift – ist ausdrücklich erlaubt.

OCÉANO Hotel Health Spa

Das OCÉANO Hotel Health Spa liegt im Norden Teneriffas, direkt am Atlantik und in unmittelbarer Nähe zum Anaga-Gebirge. Mit seinem breiten Angebot an ärztlich begleiteten Kuren und Behandlungen im Health Spa verbindet das OCÉANO ganzheitliche Erholung und Vitalisierung für Geist und Körper. Hier erfahren Gäste eine wohltuende Mixtur aus Entspannung, Ernährung und Anwendungen. Das OCÉANO Hotel Health Spa verfügt über 90 Zimmer und Suiten mit Balkon und Blick auf Atlantik oder Pico del Teide.

Mehr Informationen: www.oceano.de

Quelle und Fotos OCÉANO Hotel

Booking.com

Über den Autor

Gabriele Wilms

Seit vielen Jahren beschäftige ich mich intensiv mit der Tätigkeit des Reisejournalistin und Bloggerin. Ich betreue Toureal als verantwortliche Chefredakteurin. Gut ein Drittel des Jahres bin ich daher für unser Reisemagazin unterwegs in den schönsten Hotels Europas.

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