Schlaf als Lebenselixier

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Während einer Auszeit im Urlaub oder bei einem Thermenbesuch bekommt man Abstand von den Belastungen des Alltags und kann in Ruhe regenerieren.

KissSalis Therme , Foto Gabriele Wilms

Manche Menschen wachen nach fünf Stunden topfit wieder auf, andere brauchen das Doppelte, um aufzutanken. Sieben bis acht Stunden gelten als guter Durchschnitt. Doch egal wie lang er ausfällt: Ausreichend Schlaf ist lebenswichtig. Denn nur während dieser Ruhephase erholen sich Körper, Geist und Seele so gründlich, dass sie leistungsfähig sind und bleiben. Um auf seine Bedeutung aufmerksam zu machen, gibt es seit dem Jahr 2000 jeweils am 21.6. den Tag des Schlafs. Sein Ziel ist auch mehr Wissen und Information über Schlafprobleme: Ein Drittel aller Erwachsenen in westlichen Ländern leidet gelegentlich unter ihnen, jeder zehnte ist chronisch davon betroffen. Grund sind in der Regel Reizüberflutung, Alltagsbelastungen, Sorgen – negative Einflüsse, von denen man während einer Auszeit im Urlaub oder beim Besuch einer Therme Abstand bekommen kann.

Hilfe beim Loslassen

DAS KRANZBACH – Ruheraum mit Ausblick

Direkte Nachbarn gibt es nicht. Eine schmale Mautstraße ist der einzige Zufahrtsweg.
DAS KRANZBACH liegt 15 Kilometer von Garmisch-Partenkirchen auf 1.030 Metern Seehöhe absolut ruhig inmitten von Natur pur. So können Gäste des Viersterne-Superior Resorts problemlos bei offenem Fenster schlafen und bekommen nichts außer dem Rauschen des Windes oder Vogelgezwitscher zu hören. Fällt ihnen das Loslassen dennoch schwer, hilft ihnen der Inhalt einer hölzernen Wiege an der Rezeption: Von natürlichen Baldrianpräparaten über Lavendelbäder und -Raumduft bis zur Gute-Nacht-Lektüre, Sidroga-Schlaftee, CDs mit Relax-Musik und einen Kuschelbären reicht ihr Angebot; auch biologische Hirse-, spezielle Allergiker-, orthopädische oder Kräuter-Kissen, Nackenrollen und weichere Matratzenauflagen sind bei Bedarf erhältlich. Effektiv wirkt außerdem das KRANZBACH Aktiv- & Freizeitprogramm: Mehrmals täglich sorgt es von Aqua Fit über Walking bis Yoga für körperliche Bewegung, die wissenschaftlich erwiesen wohlig müde macht (www.daskranzbach.de).

Guten Schwingungen im ganzen Haus

HOTEL WILHELMY – Bad Wiessee

Zuerst zwei dicke Matratzen, dann eine Auflage aus Viskose, die viele kleine Taschenfedern ummantelt: In den 19 Zimmern und zwei Suiten des Relais-Chalet Wilhelmy sorgen Boxspringbetten für höchsten Schlafkomfort, weil sie sich dem Körper perfekt anpassen. Kein Wunder, dass sich Gäste des Boutique-Hotels im oberbayerischen Bad Wiessee bereits bei einer Übernachtung tiefenentspannt fühlen. Haben sie kalten Füsse, stellt Inhaberin Stefanie Ziegelbauer auf Wunsch eine Wärmflasche zur Verfügung. Auch eine Auswahl an verschieden großen und dicken Decken sowie Kissen hat sie in petto; überdies sorgt traditionelles Hopf-Weißbier aus Miesbach, Tegernseer Helles oder ein guter Tropfen aus dem hauseigenen Weinerei für die nötige Bettschwere. Tüpfelchen auf dem I sind brennende Kerzen sowie ein flackernder Kamin, die abends in der Brennerei für Wohlfühlatmosphäre sorgen; gute Schwingungen im ganzen Haus garantiert ein Energiesystem von Plocher sowie regelmäßiges Entstören der Räume mit der Quantec® Methode, auf die Stefanie Ziegelbauer schwört (www.relais-chalet.com).

Wohltuendes Thermalwasser

KissSalis Therme, Foto Gabriele Wilms

Ein Blick in die Ruhebereiche aller sechs Thermen genügt, die die Kannewischer Collection an fünf Standorten in Deutschland betreibt: Saunabesuche und Thermalbaden sind derart wohltuend, dass Schlafende keine Seltenheit sind. „Bei 35 °C, die wir in vielen Becken haben, verhindert die so genannte Thermoneutralität sowohl ein Auskühlen als auch Überwärmen des Körpers. Das wird als besonders angenehm empfunden,“ erklärt Geschäftsführer Dr. Stefan Kannewischer.

KissSalis Therme, Foto Gabriele Wilms

„Ab einer Dauer von 25 Minuten entspannt Thermalwasser außerdem die Muskulatur und senkt den Stresshormon-Spiegel, Schmerzen an Gelenken und Wirbelsäule nehmen spürbar ab. „Damit Handtücher, Lektüre & Co keine Liegen blockieren, stehen für sie überall Körbe für den Transport von einem Platz zu anderen bereit. Ein besonderer Service hat das historische Friedrichsbad in Baden-Baden zu bieten: Vorletzte der 17 Stationen, die alle Gäste nach einem vorgegebenen Schema umgeben von Stuck, handbemalten Kacheln und hohen Kuppeln absolvieren, ist ein runder Ruheraum: Wie ein Baby in warme Leintücher und eine weiche Decke gehüllt, kann man hier ungestört schlummern und wird nach 20 Minuten auf Wunsch wieder geweckt (kannewischer-collection.com).

Schlummern mit Ausblick

Nichts und niemand stört die Stille im Bergchalet Moseralm. Denn das 150 Quadratmeter große Refugium liegt ganz allein auf einer Alm in 1.600 Metern Höhe über dem Mölltal. Bodentiefe Fenster bescheren im Schlafzimmer des ersten Stocks unverstellten Breitwandblick auf die Berggipfel gegenüber, während man in einem breiten Bett mit bequemen Tempur-Matratzen liegt.

Bergchalet, Foto Gabriele Wilms

In einem separaten Raum direkt unter dem Spitzgiebel, der wie das gesamte Gebäude komplett aus Zirbenholz gezimmert ist, ersetzt diese duftendes Bergwiesenheu. Demnächst ermöglicht Heinz Hartweger eine weitere Schlummer-Variante: Neben dem separaten Badehaus, wo Gäste in einer zur Talseite verglasten Sauna schwitzen können, baut er ein Bett unterm Sternenhimmel mit einem Schutz aus verschiebbaren Glasscheiben.

Zu Recht wurde das Landgut Moserhof im Frühsommer hochkarätig ausgezeichnet: Vom österreichischen Zusammenschluss „Urlaub am Bauernhof“, zu dem 2.500 Mitglieder gehören, erhielt er seine fünfte Blume. Bislang hat nur ein weiterer Betrieb diese Auszeichnung, weil seine Ausstattung ebenfalls „ausgezeichnet“ und das Ambiente „außergewöhnlich“ sowie „für höchste Ansprüche“ ist. (www.landgut-moserhof.at).

Wohlriechende Schlafbegleiter

Darf es der Duft von wilden Thymian und Gebirgsarnika , der nach Heublumen oder lieber jener von Lavendelblüten sein? Gäste des Südtiroler Hotels Giardino Marling haben die Wahl. In allen 48 Zimmern und Suiten des Viersterne Superior-Hauses, das inmitten von Weinreben, Apfelbäumen und einem liebevoll gepflegten Garten oberhalb von Meran liegt, erwartet sie eine Broschüre „Kissen à la carte“. Insgesamt fünf verschiedene Varianten, die je nach Füllung beruhigend oder kraftvoll wirken, sind an der Rezeption erhältlich, können während des Aufenthalts gratis ausprobiert und danach auf Wunsch erworben werden. So vermitteln zum Beispiel Bio Hirseschalen mit einem Hauch Baldrian die Geborgenheit der Natur. Getrocknete Rosenblüten streicheln die Sinne. Feine Hobelflocken der Hochalpen-Zirbe reduzieren die Herzfrequenz. Außerdem sind die Betten mit normalen Kopfkissen bestückt, die bei Bedarf durch besonders bequeme mit Memory-Schaum oder spezielle Modelle für Allergiker ersetzt werden. Nach der entsprechend entspannten Nachtruhe wartet morgens ein reichhaltiges Frühstücksbüffet, das wegen des milden Klimas an 180 Tagen pro Jahr auf der überdachten Restaurant-Terrasse genossen werden kann. Weiter geht es danach mit einer Wanderung auf Waldwegen, die unweit des Hotels mit Panoramablick an Bewässerungskanälen entlangführen. Wellness-Alternative ist ein Besuch im neuen, lichtdurchfluteten Spa-Bereich des dritten Stocks, den ein beheizter Openair-Pool auf dem Flachdach krönt (www.giardino-marling.com).

Fotos Hotels und Gabriele Wilms

Booking.com

Über den Autor

Catharina Niggemeier

Catharina Niggemeier ist freie Journalistin und Bloggerin. Ihre Schwerpunktthemen sind Yoga, gesundes Leben, Bergsteigen und Reisen mit Hund. Für Toureal betreut sie die Rubrik Hotel & Seminar. Zudem ist Sie der Ansprechpartner für Kooperationen.

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