Wohlfühlen mit Wellness & Wasser, Moor & mehr…

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Der Chiemsee ist weithin bekannt. Der ausgedehnte See mit seinen beiden Inseln und dem berühmten Schloss Herrenchiemsee prägt die Region. Zum Greifen nah sind die Almen und Berge, die stets Wanderer und Bergsteiger in großer Zahl anlocken. Die Region ist aber auch bei gesundheitsbewussten Reisenden sehr beliebt. Dafür ist nicht nur die rundherum malerische Kulisse verantwortlich, die für Wohlbefinden und Entspannung sorgt, sondern auch das Heilmittel Moor, das den Kurort Bad Aibling schon vor mehr als hundert Jahren zum „Moorheilbad“ machte.

DSC_4192 Beach Bar Chiemsee

Was ist das für ein braunes Zeug, das sich die drei jungen Männer in der Sauna auf die Haut schmieren? Die freundliche Dame im Bademantel kennt sich aus: Es ist frisches Moor aus den Hochmooren nahe Bad Aibling. In der Sauna hat es einen wohltuenden Effekt. Es verstärkt die Wärmewirkung auf der Haut, lässt Reizungen verschwinden und aktiviert die Muskeltätigkeit. Wer Gelenkschmerzen hat oder sich gestresst fühlt, dem geht es nach einem „Moorzeremoniell“ besser. Damit nicht genug: Moor wirkt positiv auf den Hormonhaushalt. Speziell Frauen mit Kinderwunsch und in den Wechseljahren profitieren von der Ausschüttung des Hormons Östrogen. Moor macht jung!

Moor aus der Chiemsee-Gegend

Muss man 12.000 Jahre alt sein, um jung zu machen? So alt ist das Moor aus der Chiemsee-Gegend. Im Mittelalter war es Paracelsus, der fest an die Heilwirkung des Moores glaubte. Und in der Region war es der Arzt Desiderius Beck, der den Grundstein dafür legte, dass Bad Aibling heute den Titel „Ältestes Moorbad Bayerns“ trägt. Wie dem auch sei, die Enspannungsphase in der „Moorkuppel“ ist nach dem Saunaritual sehr wohltuend. Und die Haut glatt wie ein Baby-Popo… Neben den Thermen mit der imposanten Kuppel-Konstruktion hat Bad Aibling noch ein weiteres Highlight: ein energieautarkes und dabei todschickes kleines Solarhaus. Urlaub machen, ohne die Umwelt zu belasten – das ist sozusagen „Wellness für das Gewissen“. Das Energiekonzept des dazugehörigen B+O-Hotels und des in Entstehung befindlichen Wellnesszentrums ist nachhaltig, der Standort ist ideal. Vielfältige Gesundheits- und Wellnessangebote sind zum Greifen nah, Wendelstein und Chiemsee locken für Ausflüge, und der altehrwürdige Golfplatz Schloss Maxlrain ist nur wenige hundert Meter entfernt.

Auf Thermenwärme aus der Tiefe setzt auch der Gesundheitsort Bad Endorf. Hier sprudelt eine der stärksten Jod-Thermalsolequellen Europas. Wer gerne schnell fit werden und bleiben möchte, ohne seine Gelenke zu strapazieren, dem kann man das „Aqua-Cycling“ wärmstens empfehlen, eine sehr effiziente Trainingsmethode zu Wasser. Das dritte Bad im Bunde – Bad Feilnbach – hat sich über Burn-out und mentale Gesundheit Gedanken gemacht. Eines der Ergebnisse ist das Angebot „Business-Coaching beim Gehen“. Bei einem langen Moorspaziergang mit einem Wirtschaftspsychologen lösen sich berufliche Probleme in Luft auf.

30 Badeseen und damit jede Menge Wasser gibt es in der Region

Natürlich sind nicht alle so groß wie der prachtvolle Chiemsee. Auf ihm herum zu schippern macht in allen Variationen Spaß. Mit dem nostalgischen Schaufelraddampfer „Ludwig Fessler“ aus der Flotte der Chiemsee-Schifffahrt, mit einem Kajak, Ruder-, Tret-, Elektro- oder Segelboot – die Möglichkeiten sind unendlich. Endlich ist dagegen die Zahl der Inseln. Es gibt nämlich nur drei, davon ist eine unbewohnt. Sie liegt auf etwa halber Strecke zwischen Fraueninsel und Herreninsel. Man erzählt sich, dass an ihrem Ufer die Nonnen und Mönche zum nächtlichen Stelldichein anlegten. Sie waren die ersten Bewohner der beiden Inseln. Auf der kleineren, der Fraueninsel, siedelten sich um das Jahr 600 die Benediktinerinnen an.

Die selige Irmengard, eine der ersten Äbtissinnen auf der Fraueninsel, wird vor allem von Paaren mit Kinderwunsch sehr verehrt. Davon zeugen unzählige Votiv-Tafeln im Münster. Während das Kloster immer noch aktiv ist und einen mittlerweile schwungvollen Seminarbetrieb auf die Füße gestellt hat, ist das Augustiner-Chorherrenstift auf der Herreninsel seit der Säkularisation 1803 nicht mehr von Mönchen bewohnt. Heute sind darin die Werke namhafter Chiemseemaler ausgestellt – etwa des „Farbenfürsten“ Julius Exter. Wie viele seiner Malerkollegen bannte er den Chiemsee in unzähligen Motiven und Stimmungen auf die Leinwand.

Wieder zurück auf dem Weg nach Bad Aibling lohnt sich ein Halt in Kolbermoor. Dort wartet am Ufer der Mangfall das Industriedenkmal „Alte Spinnerei“. Der Backstein-Uhrturm zeigt seit zwanzig Jahren die Uhrzeit „fünf vor Zwölf“. Der Legende nach haben die Arbeiter diese Zeit eingestellt, als sie das Gebäude zum letzten Mal verließen. Heute beherbergt der Komplex unter anderem stilvolle Gastronomie, etwa das „Giuseppe“, das bei warmem Wetter den Cappuccino auch im Rosengarten serviert. Nebenan plätschert die Mangfall, das Sonnenlicht glitzert auf dem Wasser. Warum suchen so viele Menschen im Urlaub die Nähe zum Wasser? Eine Erklärung ist: Die Wellen reflektieren das Sonnenlicht tausendfach. Der massive Lichteinfall im Auge sorgt dafür, dass das Wohlfühlhormon Serotonin vermehrt ausgeschüttet wird. Der bloße Aufenthalt in der wasserreichen Region Chiemsee-Alpenland ist also schon gut für Gesundheit und Wohlbefinden. Informationen für wohltuenden Urlaub mit Wellness, Wasser, Moor und mehr gibt es im

Bericht von Claudia Kreier

[approved]Chiemsee-Alpenland
Infocenter
Telefon 08051 965550
www.chiemsee-alpenland.de[/approved]

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Über den Autor

Gabriele Wilms

Seit vielen Jahren beschäftige ich mich intensiv mit der Tätigkeit des Reisejournalistin und Bloggerin. Ich betreue Toureal als verantwortliche Chefredakteurin. Gut ein Drittel des Jahres bin ich daher für unser Reisemagazin unterwegs in den schönsten Hotels Europas.

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