Schlaf wird zum Genuss durch die Schlafschule im DasKRANZBACH

Mal wieder richtig ausschlafen – das ist ein oft gehegter Wunsch für den Urlaub. Doch was, wenn trotz langer Nachtruhe die Müdigkeit nicht weicht? Oder das Nachtlager zur „Unruhezone“ wird? Dann ist es höchste Zeit für die „Schlafschule“ – und einen wahrhaft entspannenden Wochenendurlaub im Hotel & Wellness-Refugium »DAS KRANZBACH«. Der Psychologe und Schlafforscher Prof. Dr. Jürgen Zulley macht in einem Wochenendseminar Schluss mit unruhigen Nächten.

Entwickelt wurde die „Schlafschule“ im Jahr 2001 vom Regensburger Schlafforscher Prof. Dr. Jürgen Zulley. Das Wochenendseminar hat das Ziel, den Teilnehmern zu einer erholsamen Nachtruhe zu verhelfen, die für Gesundheit, Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit unabdingbar ist. Die Seminarteilnehmer lernen in mehreren Vorträgen die wesentlichen Fakten rund um die Themen Schlaf und Schlafstörungen kennen, bevor sie in Gruppengesprächen ihre Schlafgewohnheiten auf mögliche Fehler untersuchen. Tipps zur richtigen Schlafumgebung und Entspannungsübungen sind ebenfalls Bestandteil des Wochenendseminars. Denn Entspannung ist die wichtigste Grundlage für erholsamen Schlaf und verhilft zu einem vernünftigen Umgang mit unserem natürlichen Schlafbedürfnis. Während des Seminars steht Professor Zulley persönlich für Nachfragen zur Verfügung und wertet mit den Teilnehmern individuell die obligatorischen Fragebögen zum eigenen Schlafverhalten aus. Selbstverständlich bleibt rund um die „Schlafschule“ genügend Zeit, um die Annehmlichkeiten des KRANZBACH zu genießen. Die unberührte Natur der Alpen, die Wellness-Angebote des Hauses und die gesunde, frische, vitale KRANZBACH-Küche bieten das perfekte Umfeld für einen „Schlafschul-Abschluss“ mit „summa cum laude“.

Interview zum Thema „Gesunder Schlaf ist Übungssache“ mit Prof. Dr. Jürgen Zulley

Was läuft schief in deutschen Betten? Der renommierte Regensburger Schlafforscher Prof. Dr. Jürgen Zulley erklärt im Interview, warum viele Menschen schlecht schlafen – und was sich dagegen tun lässt.

Seit 2001 bieten Sie mit Ihrer „Schlafschule“ ein Seminar an, das eigentlich niemand brauchen dürfte. Schlafen kann schließlich jeder – oder warum müssen wir „schlafen lerne

Weil viele Menschen in der Tat den natürlichen Umgang mit dem Schlaf verlernt haben und deshalb unter Schlafstörungen leiden. Das hat zur Folge, dass sich der Körper nachts nicht ausreichend regenerieren kann und die Leistungsfähigkeit abnimmt. Im schlimmsten Fall können andauernde Schlafprobleme sogar ernsthafte Folgerkrankungen nach sich ziehen.

Was bringen Sie Ihren „Schlafschülern“ denn bei?

Zuerst einmal mache ich sie in groben Zügen mit den medizinischen Grundlagen gesunden Schlafes vertraut, damit sie ihre ‚Schlafqualität’ selbst beurteilen können. Daneben lernen die Seminarteilnehmer, wie sie sich ein optimales Schlaf-Umfeld schaffen können und welche Strategien zu einem erholsamen Schlaf verhelfen. Die Seminare selbst finden beispielsweise im Hotel Kranzbach bei Garmisch statt und dauern in der Regel drei Tage, damit man schon während des Seminars erste Effekte wahrnehmen und besprechen kann.

Welche Strategie ist die wirksamste für gesunden Schlaf?

Ganz klar: Entspannung. Denn nur wer entspannt ist, schläft auch gut.

Aber Stress und Probleme lassen sich doch nicht einfach „ausknipsen“, oder?

Dies zu lernen ist ein wichtiger Bestandteil meiner Seminare, denn abgesehen von krankheitsbedingten Schlafstörungen ist gesunder Schlaf reine Übungssache. Man kann lernen, am Abend abzuschalten und anstehende Probleme bewusst zu ‚vertagen’ – im wahrsten Sinne des Wortes. Deshalb üben wir in der Schlafschule auch eine positive Grundhaltung ein, mit der man dann in einen geruhsamen Schlaf finden kann.

Wie erkennt man denn, dass man ernste Schlafstörungen hat?

Eine schlechte Nacht oder ein paar Tage mit zu wenig Schlaf kann ein gesunder Mensch in der Regel problemlos kompensieren. Ernstere Schlafstörungen erkennt man, wenn man sich tagsüber häufig müde fühlt – auch wenn man eigentlich lange genug im Bett war. Oder wenn man oft stundenlang nicht einschlafen kann oder häufig ohne erkennbaren Grund nachts aufwacht. Wenn sich solch ein Zustand über längere Zeit hinzieht, sollte man den Hausarzt aufsuchen oder nach spätestens drei Monaten einen Schlafexperten konsultieren.

Was rät der Schlafforscher bei gelegentlichen Schlafproblemen?

Das kommt ganz auf die Ursache an. Wer nach ein paar kurzen Nächten ein Schlafdefizit abbauen möchte, ist mit einem maximal 30-minütigen Mittagsschlaf gut beraten. Wer regelmäßig mit der Umstellung auf Sommer- oder Winterzeit Probleme hat, kann sich mit einem kleinen Trick behelfen…

…der da wäre?

Kommen Sie der Zeit etwas entgegen: Am Samstag vor der Winterzeitumstellung geht es eine halbe Stunde später ins Bett und am Sonntag – dann nach der Winterzeit – eine halbe Stunde eher. Der Körper muss so zweimal eine halbe Stunde verarbeiten, was ihm leichter fällt als eine ganze Stunde. Analog dazu können Sie auch die Hauptmahlzeiten um eine halbe Stunde verlegen, denn auch die sind ein Taktgeber für den Organismus. Das ganze funktioniert natürlich auch bei der Zeitumstellung im Frühling – nur andersherum. Ich vergleiche den Effekt gerne mit einem ‚Mini-Jetlag’.

Haben Sie denn auch ein Rezept für den Jetlag von Vielfliegern parat?

Ich rate dazu, nicht im Hotelzimmer auf ein Ende des Jetlags zu warten. Besser ist es, sich im Freien aufzuhalten und aktiv am sozialen Leben teilzunehmen. Dadurch gelingt es uns schneller, die innere Uhr umzustellen – nicht zuletzt hat das Tageslicht Einfluss auf die Umstellung. Ein weiterer Trick: Wenn möglich, kann man ein paar Tage vor einem Transatlantikflug auch später essen und länger aufbleiben. So wirkt die Zeitdifferenz weniger stark.

Herzlichen Dank für das Gespräch.

Interview mit Prof. Dr. Jürgen Zulley führte Reporterin Catharina Niggemeier

Fotos creative navigation und Gabriele Wilms

Gabriele Wilms
Über Gabriele Wilms 1005 Artikel
Seit vielen Jahren beschäftige ich mich intensiv mit der Tätigkeit des Reisejournalistin und Bloggerin. Ich betreue Toureal als verantwortliche Chefredakteurin. Gut ein Drittel des Jahres bin ich daher für unser Reisemagazin unterwegs in den schönsten Hotels Europas.

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