Christophe Tack und Karolina Winkowska gewinnen Red Sea Kitesurf World Cup

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Mit hochklassigen und spektakulären Wettkämpfen ist der Red Sea Kitesurf World Cup am Sonntag, dem 01.06.2014 zu Ende gegangen. Die Polin Karolina Winkowska und Christophe Tack aus Belgien gewannen die hochklassigen Finalläufe und gingen als Sieger des ersten World Cups im Land der Pharaonen in die Geschichtsbücher des Kitesurfens ein.

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Zurück vom Roten Meer hier die fantastischen Eindrücke und die Ergebnisse des Red Sea Kitesurf World Cup. Mehr als sechs Windstärken trieben die Himmelsstürmer am letzten Tag des Wassersport-Highlights in Ägypten noch einmal zu Höchstleistungen an. Deutsche Starter kämpften in der Rückrunde der Kitesurf-Akrobaten am finalen Sonntag um den Gesamtsieg beim Red Sea Kitesurf World Cup in Soma Bay am Roten Meer, hatten aber keine Chancen.

Türkisfarbenes Wasser, blauer Himmel, Sonne satt und tolle konstante Windverhältnisse bieten optimale Verhältnisse beim Red Sea Kitesurf World Cup und gerade am Sonntag, echt stürmisch, da war es Hardcore wie Karolina sagte. Fahrer und Besucher fühlten sich am Samstag wie im Kitesurf-Paradies. Die besten Freestyler der Welt schossen mit Top-Speed über das Rote Meer, katapultierten sich meterhoch in die Luft und zeigten blitzschnell hintereinander Serien von unglaublichen Tricks. Die Zuschauer jubelten den Brett-Akrobaten am Strand von Soma Bay zu oder beobachteten die spannenden Wettkämpfe wegen der großen Hitze teilweise im Wasser.

Soma Bay ist seit Jahren ein Paradies für Wassersportler türkisfarbenes, kristallklares Wasser, 360 Sonnentage und eine faszinierende Unterwasserwelt machen die rund 10 qm große Region zu einem Eldorado für Taucher, Wasserski-Fahrer, Wind- und Kitesurfer. Konstant starker ablandiger weht das ganze Jahr von den Bergen über das Rote Meer.

Der Red Sea Kitesurf World Cup wurde vom 28.05. – 01.06.2014 in einer durch eine Sandbank geteilten Bucht vor dem 5* Hotel Palm Royale ausgetragen. Und ich war life vor Ort dabei, um Euch darüber zu berichten. Die Sprünge, Tricks und Manöver der Freestyler waren einfach atemberaubend. Und wer durch die Kiter auf den Geschmack gekommen ist, kann in der an das Hotel angeschlossenen Wasserstation „Point Break“ das Kitesurfen erlernen. Dabei werden Sie von einem erfahrenen Team internationaler Trainer egal ob Anfänger oder Fortgeschrittener in die Kunst des Drachenlenkens eingewiesen. Ebenso können Sie Kitesurf-Kurse in der Wassersportschule „Surf Motion Center“ von Peter Müller unweit des Hotels in der nördlichen Bucht nehmen.

Hohe Sprünge, akrobatische Manöver und blitzschnelle Drehungen sind das Markenzeichen der Königsdisziplin des Kitesurfens, wobei diese in den letzten Jahren immer anspruchsvoller geworden. Heute versuchen die Freestyle-Spezialisten in kürzester Zeit so viele Moves und Rotationen wie möglich zu schaffen. Der Drachen schwebt nicht mehr über sondern vor dem Fahrer, der seine Kunststücke so bei gleichbleibenden Tempo absolvieren kann, wobei Absprung- und Landegeschwindigkeit fast gleich sind.

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Maximal 17 Damen und 41 Herren dürfen sich bei einem PKRA Freestyle World Cup registrieren. Bei den Herren bestand das Hauptfeld aus 24 Teilnehmern. Die ersten 12 der Weltrangliste sind gesetzt, dazu vergibt der Veranstalter 2 Wildcards. Die restlichen Starter kämpfen in den Trails um die verbleibenden 10 Plätze. Die Damen treten in einem zwölfköpfigen Hauptfeld gegeneinander an, in dem Nummer eins bis sechs gesetzt sind, dazu eine Wildcard. So konnten sich fünf Kitesurferinnen qualifizieren.

Steht der Gewinner der ersten Runde fest (Single Elimination) fest, wird die Double Elimination (Rückrunde) gestartet. Hier bekommt jeder Fahrer eine zweite Chance, scheidet aber nach erneuter Niederlage endgültig aus. Wer in der Double Elimination alle Heats gewinnt und somit alle Konkurrenten „eliminiert“ hat, tritt im Finale gegen den Sieger der Single Elimination an. Diesem bisher ungeschlagenen Kiter reicht ein Erfolg, um den World Cup zu gewinnen. Sein Herausforderer muss ihn zweimal schlagen, um Gesamtsieger zu werden.

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Im Wettkampf treten zwei Fahrer im KO-System gegeneinander an. Solch ein Heat dauert 5 bis 15 Minuten und der Sieger kommt in die nächste Runde, bis die beiden Finalteilnehmer feststehen.12 verschiedene Tricks dürfen maximal pro Heat und in der begrenzten Contest-Area gezeigt werden. Fünf Wettkampfrichter benoten die Moves auf einer Skala von 0,1 bis 10, die besten fünf kommen in die Gesamtwertung. Ein Crash wird mit 0,1 Punkten „belohnt“. Es gibt 22 Trick-Kategorien mit 107 einzelnen Manövern, wobei ständig neue dazu kommen. Entscheidend für die Wertung sind die technische Schwierigkeit der Tricks, die Geschwindigkeit, mit der sie durchgeführt werden, die Originalität, Kraft, Höhe, Style, Vielseitigkeit und die Landung. Der Kite sollte maximal im Winkel von 45 Grad vor dem Fahrer schweben, je niedriger, desto besser.

Bei den Herren dominierte der Weltranglistenerste Christophe Tack die Konkurrenz und ließ seinem Final-Gegner Liam Wahley aus Spanien keine Chance. „Bei diesen Super-Bedingungen zu kiten ist schon fantastisch. Dann aber auch noch zu gewinnen, ist einfach unglaublich“, freute sich der Belgier. Den dritten Rang belegte Alexandre Neto aus Brasilien.

Bei den Damen setzte sich mit der Polin Karolina Winkowska ebenfalls die Führende des World Rankings durch und verwies Gisela Pulido aus Spanien auf Rang zwei. „Ich bin unglaublich stolz, diese tolle Premiere in Ägypten gewonnen zu haben“, freute sich Karolina Winkowska nach ihrem Endlauf-Triumph gegen die Spanierin Gisela Pulido. Dritte bei den Damen wurde Annelous Lammerts aus den Niederlanden.

Am finalen Sonntag wurde die Rückrunde beim Red Sea Kitesurf World Cup ausgetragen und bei knapp sechs Windstärken konnten sich die Zuschauer auf ein Trick-Feuerwerk über dem Roten Meer freuen. Auch die deutschen Teilnehmer Sabrina Lutz, Linus Erdmann (beide Hamburg) und der Rendsburger Mario Rodwald griffen dann wieder ins Geschehen ein und hatten sich beim Kampf um den Gesamtsieg viel vorgenommen. „Die Niederlage in der Hinrunde gegen Eudazio Da Silva war ärgerlich, aber am Sonntag werde ich voll angreifen und rechne mir gute Chancen aus“, gab sich Europameister Mario Rodwald vor dem großen Finale kämpferisch. Nicht ganz zufrieden war aktuelle Europameister Mario Rodwald (05.04.1991). „Ich habe immer am Anfang Schwierigkeiten und komme einfach nicht so gut in den Wettkampf rein. Das muss ich in Zukunft ändern“, kommentierte der Rendsburger seinen dreizehnten Platz.

Sabrina Lutz (25.11.1988), die aktuelle Europameisterin beendete den Wettkampf auf dem neunten Platz und war damit beste deutsche Teilnehmerin beim Red Sea Kitesurf World Cup. „Schade, die Bedingungen waren fantastisch und ich habe mich hier sehr wohl gefühlt. Aber ich muss im Wettkampf noch aggressiver werden“, so die Hamburgerin. Sabrina hat sich nach ihrem Studium ganz dem Kitesurfen verschrieben und lebt ihren Traum.

Linus Erdmann Foto - 9pm media

Linus Erdmann Foto – 9pm media

Der Hamburger Linus Erdmann hatte dagegen schon mit der Qualifikation für das Hauptfeld positiv überrascht. „Bei dieser starken Konkurrenz bin ich mit meinem Abschneiden als Siebzehnter mehr als zufrieden. Das war ein toller World Cup bei traumhaften Bedingungen“, resümierte der Deutsche Juniorenmeister.

Die beiden Gewinner Karolina Winkowska und Christophe Tack, die Polin Karolina ist am 13.10.1990 geboren und wurde im Februar diesen Jahres vom Tourismusminister Mohamed Hisham Zaazou zur Botschafterin Äqyptens und des Tourismus ernannt. Sie hat ihr großes Ziel Siegerin zu werden erreicht. Der Belgier Christophe ist am 29.12.1992 geboren und hat sich kontinuierlich in der PKRA-Weltrangliste nach oben gearbeitet und nun den WM-Titel geschafft.

aegyptische Tourismusminister Hischam Zaazou

Die Gewinner freuten sich über einen ganz besonderen Gratulanten: Der ägyptische Tourismusminister Hischam Zaazou verfolgte persönlich die Finalläufe beim Red Sea Kitesurf World Cup. „Diese Veranstaltung hat alle unsere Erwartungen übertroffen. Die Fahrer zeigten Höchstleistungen, und es wurde weltweit berichtet“, erklärte der Tourismusminister.

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Vier Tage lang lieferten sich 63 Teilnehmer aus 22 Nationen spannende Duelle über dem Roten Meer. Die fantastischen Bedingungen, strahlender Sonnenschein, türkisfarbenes Wasser und konstanter Wind, machten den ersten World Cup in Ägypten zu einem Kitesurf-Fest für Zuschauer und Athleten. Zudem wurde bei der Premiere im Palm Royal Soma Bay mit 57.000 USD das höchste Preisgeld der World Tour für eine Disziplin ausgeschüttet. Ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm und Beachpartys nach den Wettkämpfen sorgten für Festival-Stimmung rund um die Uhr beim Red Sea Kitesurf World Cup in Soma Bay.

Fotos Gabriele Wilms

Über den Autor

Gabriele Wilms

Seit vielen Jahren beschäftige ich mich intensiv mit der Tätigkeit des Reisejournalistin und Bloggerin. Ich betreue Toureal als verantwortliche Chefredakteurin. Gut ein Drittel des Jahres bin ich daher für unser Reisemagazin unterwegs in den schönsten Hotels Europas.

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