Mit der A-Rosa Stella auf der Rhône unterwegs – traumhaft

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Ab Mitte März ist es wieder soweit, die Flotte von A-Rosa wurde wieder schick hergerichtet und geht auf den verschiedenen Flüssen auf Tour. Wie passend nannte sich die Flusskreuzfahrt auf der A-Rosa Stella „Route Rendez-Vous“, die ich sehr empfehlen kann. „Leben wie Gott in Frankreich“ so schön sagt das Sprichwort und genauso war es auf der Rhône von Lyon nach Avignon, in Südfrankreich und zurück.

Mit dem Flugzeug ging es von München nach Lyon und hier wurden wir gleich von netten Mitarbeitern der A-Rosa–Crew in Empfang genommen und zum Schiff gebracht. Die Rostocker Reederei übernimmt die Organisation von der Anreise nach Lyon bis zum Rückflug und dazwischen die fantastischen Tage an Bord der „Stella“. Es ist für mich immer wieder ein Erlebnis das Schiff das erste Mal zu betreten und kurz zu erkunden. Ich war total begeistert und komme ins Schwärmen, mein erstes Mal auf Flusskreuzfahrt mit einem Schiff der A-Rosa-Flotte.

An Bord wird jeder Gast mit einer roten, langstieligen Rose empfangen, die mich auch in einer meiner Kabine die ganze Woche begleitete. Nach dem Einschiffen bezog ich meine tolle Kabine, sehr gemütlich und doch zweckmäßig. Es ist so bequem bei einer Flusskreuzfahrt, man macht eine Städtereise und hat sein „Hotelzimmer“ immer dabei. Das lästige Koffer packen fällt weg. Die Kabine ist mit einem großen Doppelbett mit Baldachin, einer Sitzecke, Schreibtisch und einem Kleiderschrank eingerichtet. Die Nasszelle ist mit Toilette, Dusche und Waschbecken, sowie einem kleinen Regal ausgestattet. Mein französischer Balkon lässt mich der Natur und dem Wasser sehr nah sein. Es gibt keine Sterne auf Schiffen, aber ich würde es in die Kategorie 4* einstufen.

Die erste Pflichtveranstaltung für alle Gäste an Bord ist die Sicherheitseinweisung, die aber nicht an Deck, sondern ganz bequem bei einem Drink oder Kaffee in der gemütlichen Lounge, mit einem Film, durchgeführt wurde. Dann ging es ins Restaurant und wir konnten das erste Mal die Köstlichkeiten der fantastischen Küche vom Buffet genießen. Die Bordküche ist wirklich ausgezeichnet, sehr wohlschmeckend und abwechslungsreich. Abends meist ein wechselndes Themenbuffet mit frischen und zum Teil passend zur Region angerichteten Speisen. Das Küchenteam gibt sich unheimlich viel Mühe beim Anrichten und zum Teil werden richtig kleine Kunstwerke geschnitzt. Einmal auf der Reise kann man ein spezielles 4-Gänge-Gala-Menü mit korrespondierenden Weinen zu buchen und sich nett bedienen lassen, ein echter Genuss.

Wir wurden vom Kapitän, Hotelmanager und den Offizieren mit einem Willkommensdrink begrüßt. Die Auslaufparty mit DJ und Cocktails leitet die rund 300 km lange Flusskreuzfahrt auf der Rhône ein, wobei wir aus dem Hafen von Lyon auslaufen. Auf der Reise erlebten wir viel Natur und noch mehr Kultur. Wenn ich so darüber schreibe, bin ich automatisch wieder an Bord und meine Erinnerungen werden lebendig.

Ausflug in die Ardèche – Kalksandstein-Grotten und Lavendel

Mittags erreichen wir unseren ersten Stopp Viviers, eine kleine ursprüngliche Gemeine in der Ardèche. Viviers ist eine mittelalterlich geprägte Stadt am rechten Ufer der Rhône, die wir uns bei einem kurzen Spaziergang anschauen. In dem Ort fühlt man sich ein bisschen, als sei die Zeit stehen geblieben. Wir bummelten durch enge, bucklige, gepflasterte Gassen hinauf zur Burgruine, dabei empfiehlt sich festes Schuhwerk. Oben angekommen wurden wir mit einem tollen Ausblick über die alten Feldsteinhäuser, dem quadratischen Kirchturm und gegenüber auf dem Hügel der Madonna belohnt. Sogar die „Stella“ entdeckten wir. Viviers ist die Hauptstadt des Vivaris, die als römisches „Vivarium“ gegründet wurde und ab dem 5. Jahrhundert ein wichtiges religiöses Zentrum und Bischofsstadt war.

Auf der Reise werden täglich verschiedene Ausflüge mit deutschen Reiseführern angeboten, die man vor der Reise und direkt an Bord zu buchen kann. Von der Ardèche habe ich schon viel gehört und war total gespannt auf diesen Ausflug mit einem modernen Reisebus. Der Region gab der Fluss Ardèche den Namen. Dieser schlängelt sich durch die gigantischen 300 Meter hohen Felsen, die er in Jahrmillionen von Jahren in den Kalkstein gefräst hat.

wurden bizarre Felsformationen gebildet. Das Felsentor Pont d’ Arc hatte mich am meisten beeindruckt. Wie eine natürliche Steinbrücke zieht es sich über den Fluss. Wir machten gerade hier ein paar Fotostopps und ich konnte mich kaum losreißen. Beeindruckend was die Natur geschaffen hat. Übersetzt heißt Ardèche wohl „ich brenne“. Vor dem Bau der Panoramastraße, die wir mit dem Bus befuhren, konnte man die Schlucht der Ardèche nur mit einem Kayak oder Kanu auf dem Wasser überwinden. Wer es abenteuerlich mag, kann die auch heutzutage noch. Fast 2.000 Kanus sind auf der Ardèche ab dem Mitte Juli bis Mitte August unterwegs und man kann sogar bei fast 22 Grad baden. Während der Bustour erzählte uns unser Guide Nathalie viel Wissenswertes über die Natur, die Region, Land und Leute.

Wussten Sie zum Beispiel was es bedeutet, wenn Zypressen vor einem Bauernhaus stehen? Stehen drei Zypressen vor einem Bauernhaus, bedeutet es, Sie sind willkommen, sie sind zum Essen, Trinken und Übernachten eingeladen. Bei zwei Zypressen kann man essen und trinken und bei einer gibt es nur trinken.

Nun erreichten wir Kalksandstein-Grotte, Grotte de la Madeleine. Sie ist eine der schönsten und größten Tropfsteinhöhlen die man in der Ardèche besichtigen kann. Man steigt rund 150 Stufen in die 1887 entdeckte wunderschöne Höhle. Die gewaltigen Ausmaße und die Schönheit zeigen die Gewalt und die künstlerische Ader der Natur. Mit einer Lichtshow wird die große Höhle so richtig in Szene gesetzt, ein unvergessenes Erlebnis.

Unser Ausflugstag war aber noch nicht zu Ende. Nun bekamen wir eine Nase voll Lavendelduft. Im Lavendel-Museum erfahren wir das Lavendel als Lippenblütler aus Persien stammt, es drei Arten von Lavendel gibt und für was und wie man Lavendel bis heute verwendet. Um zum Beispiel die wichtigen ätherischen Öle herauszuziehen, muss Lavendel destilliert werden. Diese Öle verwendet man zur antiseptischen Wundheilung, ein paar Tropfen auf dem Kopfkissen sollen bei Schlafstörungen helfen oder Seife, um nur einiges zu nennen. Im kleinen Shop kann man unzählige Produkte rund um den Lavendel kaufen. Wir schauen uns die Lavendelfelder an, leider ist er schon verblüht, zur Blütezeit muss es hier der Wahnsinn sein, alles in Lila getaucht.

Wieder an Bord legen wir auch schon ab und weiter gleiten das 125,80 m lange und 11,40 m breite Schiff auf der Rhône dahin, dabei ziehen wunderschöne Flusslandschaften an uns vorüber. Auf unserer Reise überwinden wir 14 Schleusen auf der Rhône. Es ist ein echtes Schauspiel wie gekonnt der Kapitän das Schiff in die engen Schleusen manövriert, bewundernswert, nachdem ich im Sommer mich selbst als Hobbykapitän mit einem 11 m langen und 4 m breiten Schiff ausprobiert hatte und weiß, was da dazu gehört. Auch die niedrigen Brücken auf dem Fluss sind immer wieder spannend, wenn das Steuerhaus samt Kapitän abgesenkt wird.

Die Zeit an Bord kann man auf die verschiedenste Weise nutzen. Das Schiff hat neben den gastronomischen Einrichtungen auch einen tollen Wellnessbereich. Fitnessgeräte mit Ausblick auf die vorbei ziehende Natur. Eine große finnische Panoramasauna, Dampfbad und einen tollen Ruheraum. Zum Abkühlen geht man auf das Oberdeck und springt in den Pool. In zwei Behandlungsräumen kann man sich von professionellen Therapeuten verwöhnen lassen. Wie wäre es mit einer „A-Rosa-Spezial-Behandlung“? Ich habe fantastisch an Bord geschlafen, kaum war zu merken, dass ich auf einem Schiff war. Gerade im Urlaub ist ja guter Schlaf besonders wichtig, um sich zu erholen und das kann man in den tollen Betten auf der A-Rosa Stella auf jeden Fall.

Naturwunder der Camargue, Saintes Maries de la Mer und Aix en Provence

Am nächsten Tag standen gleich zwei Ausflüge auf meinem Programm, ich wollte natürlich so viel wie möglich erkunden und dazu nutzte ich die angebotenen Ausflüge. Wir legen Ostufer der Rhône in Arles, dem historische Ortskern der Stadt an. Sie ist eine der sehenswerten Städte der Provence und UNESCO-Welterbe. Zu Arles gehören ein Neubaugebiet am Westufer und das gesamte Gebiet der Camargue und ist deshalb mit rund 760 km² die flächenmäßig größte Gemeinde Frankreichs. Sie ist nur 24 km vom Mittelmeer entfernt. Auf Grund der zahlreichen Bauwerke aus der Römerzeit wir Arles auch gern „kleines Rom Galliens“ genannt. Es verfügt über ein gut erhaltenes, sehr großes Amphitheater, die Kirche Saint-Honorat auf dem Alyscamps (elysische Felder) wurde 1998 Teil des Welterbes. Vom im südwestlichen Teil der Stadt gelegene römische Zirkus (Rennbahn) steht nur noch der 15 m hohe Granit-Obelisk, der seit 1676 an der Place de la République steht. Berühmt machte Arles die Stadt Vincent van Gogh, denn hier schuf er zahlreiche seiner Werke. Heute noch zeichnen Plaketten im Bürgersteig den Van-Gogh-Weg nach. Wo einst seine Staffelei stand, steht heute ein Schild mit einer Reproduktion des Gemäldes und der passenden Info dazu.

Der erste Ausflug führte uns mit dem Reisebus in die Camargue bis ans Meer, der kleinen Küstenstadt Saintes Maries de la Mer. Beim Start aus Arles erklang im Bus die Musik der Gypsy Boys, das hatte seinen Grund, die Musiker sind in Arles geboren. Der Nationalpark Camargue ist durch seine weißen wilden Pferde, die Stiere und die rosa Flamingos bekannt. Vom Bus aus hielten wir immer wieder Ausschau, um diese zu entdecken. Unsere Reiseleiterin war immer richtig aufgeregt, wenn sie Stiere oder Pferde gesichtet hatte und so machten wir auch des Öfteren für Fotostopps halt. Diese Tour wird auch mit dem Jeep angeboten und im Nachhinein hatte ich mich sehr geärgert dies nicht gewählt zu haben, denn mit dem Jeep sind sie direkt in den Nationalpark gefahren, was der große Bus natürlich nicht konnte. Aber auch mit einer geführten Fahrradtour konnte man die Camargue erkunden. Die Camargue-Stiere, spanische Kampfstiere und die Wildpferde sind schon beeindruckend. Die Stiere auf den Wiesen fressen das Salicorne, das salzhaltige Gras, was ihrem Fleisch den besonders würzigen Geschmack gibt. Sie werden von Guardiens, den Cowboys der Camargue in ihren Grenzen gehalten. Auffallend sind die weißen Vögel mit dem gelben Schnabel, die Kuhreiher, sie begleiten die Stiere und picken die Insekten aus dem Fell.

Wussten Sie, dass die weißen Pferde bei der Geburt nicht weiß sind? Sie kommen rot-schwarz auf die Welt, färben sich dann langsam in ein Grau und mit fünf Jahren tragen sie die schöne, stolze weiße Farbe.

Wussten Sie, dass sich Flamingos erst wenn sie ausgewachsen sind rosa färben? Beim Anblick der unzähligen rosa Flamingos kann ich nur noch staunen. Als Jungtiere sind sie ganz unscheinbar grau, das erinnert mich ein bisschen an den Schwan. Die Zucht der Stiere in der Camargue hat Tradition, hier wird der unblutige Stierkampf, bei dem der Stier der wahre Held ist, durchgeführt. Interessant war für mich auch der Reisanbau in dieser Region. Unsere Reiseleiterin Nathalie erzählt uns, dass hier Krebse im Brackwasser des von Kanälen durchzogenen Sumpfgebiets leben, welche eine Delikatesse für die Flamingos sind. Der größte Teil von ihnen fliegt im Winter in den Süden, denn bei einem Gewicht von fünf Kilo müssen sie rund 3,5 Kilo Krebse am Tag fressen, dafür wird im Winter das Futter zu knapp. Ab Mitte August blühen die Reisfelder und es werden etwa 70 Körner an jedem Stiel produziert. Es werden drei Sorten Reis, weißen, roten und schwarzen, den typischen Sorten für die Camargue unterschieden. Er ist ein beliebtes Mitbringsel aus der Camargue.


Saintes Maries de la Mer am Mittelmeer

Als Ziel unseres ersten Ausfluges war Saintes Maries de la Mer, der an der Küste des Nationalparks am Mittelmeer liegt. Ein nettes kleines Örtchen, der im Sommer bestimmt gut besucht wird. Bekannt wurde der kleine Mittelmeerort durch die jährliche Zigeunerwallfahrt der Sinti und Roma am 24. und 25. Mai. Wir erkunden die kleinen Gassen auf eigene Faust, in unzähligen touristischen Shops mit Textilien, Tonwaren, typischen Getränken und Reis der Region, bis hin zu Cowboystiefel ist alles zu finden, erst Preise vergleichen vor dem Kauf lohnt sich.

Nachmittags geht es zum zweiten Ausflug nach Aix-en-Provence, man sagt sie sei die „schönste Stadt zum Leben“. Die Universitätsstadt zählt für die Franzosen zu den Städten mit der höchsten Lebensqualität, wobei der Schwerpunkt auf Kunst und Kultur sowie das Angebot an Bars und Diskotheken liegt und den Reiz der Stadt ausmachen. Aix flächenmäßig die elfgrößte Kommune Frankreichs. Die Prachtmeile Cours Mirabeau ist nach dem Schriftsteller und Politiker Graf Gabriel Honoré de Mirabeau benannt. Diese Platanenallee war 1649 anstelle der alten Stadtmauer als Flanierboulevard für Karossen angelegt worden und stellt die Verbindung zwischen dem „Mazarin-Viertel“ im Süden und der Altstadt im Norden dar.

Der Cours Mirabeau ist die Hauptachse der Stadt, die durch die beiden Brunnen Fontaine du Roi René im Osten und der Fontaine de La Rotonde im Westen begrenzt wird. Der Rotonde-Brunnen wurde 1860 errichtet und wird von drei Statuen gekrönt, die die Justiz, die Landwirtschaft und die Schönen Künste darstellen. Die Altstadt nördlich des Cours Mirabeau gliedert sich in einen römischen und einen mittelalterlichen Stadtkern auf.

Aix-en-Provence

Bei unserem Besuch hatten wir natürlich eines der vielen Kaffees getestet. Während unseres Ausfluges ist das Schiff weiter nach Avignon gefahren. Wir sind mit dem Bus von Aix direkt nach Avignon zur Anlegestelle und haben bei der kleinen Stadtrundfahrt durch Avignon uns schon ein kleines Bild von der Bischofsstadt machen können.

Ziel der Flusskreuzfahrt – Avignon

Am nächsten Morgen erkunde ich Avignon und Umgebung mit dem Fahrrad, darüber können Sie in meinem anderen Artikel lesen. Das Schiff hat unweit der berühmten Brücke von Avignon angelegt. Das mittelalterliche Zentrum der Stadt wird von einer Stadtmauer mit ihren Türmen und mächtigen Toren eingefasst. Zwischen 1335 und 1430 wechselten sich Päpste und Gegenpäpste in Avignon ab. 1309 siedelte sich der Papst Clemens V. in Avignon an. Sechs weitere Päpste und fünf Gegenpäpste haben nach ihm in Avignon residiert. Zeitzeuge ist der Palast der Päpste, dieser gleicht von außen einer Festung, im Inneren wohl eher einem Schloss, heute gehört er mit der Altstadt zum Weltkulturerbe.

Die berühmte Brücke von Avignon überspannte mit 46 Bögen die Rhône, von denen heute nur noch ein paar übrig sind und damit hört die Brücke mitten auf dem Fluss auf. Um sie zu würdigen, muss ein Kreis gebildet werden, bei dem sich alle an den Händen fassen, tanzen und singen das berühmte Lied „Sur le pont d`Avignon, on y danse, on y danse … tous en rond …“. Genau dies sieht man immer wieder auf der Brücke, auch als wir Avignon wieder verlassen und unser Kapitän extra eine Ehrenrunde zur Brücke dreht, es ist schon ergreifend, wenn man auf dem Deck des Schiffes von den Menschen auf der Brücke winkend verabschiedet wird. Ich habe Avignon und Umgebung mit den Fahrrad erkundet, lohnt sich, doch lesen Sie mehr in meinem anderen Artikel.

Start- und Zielhafen Lyon – Stadt der Seide – Pérouges

Am letzten Tag erreichen wir Frankreichs drittgrößte Stadt, wo Rhône und Saône zusammen fließen, was das architektonisch auffällige Museum „Musée des Confluences“, Museum der Zusammenflüsse wiederspiegelt.

Der Reisebus bringt uns auf dem Hügel Fourvière zur Basilika Notre-Dame de Fourvière. Ein beliebtes Ausflugsziel in Lyon. Der Bau ist von außen schon sehr beeindruckend, aber innen kann ich nur noch Staunen, die Glasmosaike sind überwältigend, einfach schön. Für Menschen mit Handicap ist extra ein Fahrstuhl installiert wurden, damit wirklich jeder die Basilika besuchen kann. Der kleine Eifelturm erinnert mich daran, dass ich in Frankreich bin.

Bei unserer Stadtführung durch Lyon erhalten wir einen kleinen Einblick in Geschichte und Architektur der Stadt. Berühmt und einzigartig sind die bemalten Hausfassaden mit ihren Fresken in Lyon. Es erinnert mich gleich an Quebec in Kanada und das nicht ohne Grund, denn der gleiche Künstler hat die 140 Wandmalereien, französisch „La fresque des Lyonnais“ gestaltet. Die Stadt wurde vor 2000 Jahre von den Römern 43 v. Chr. als „Lugdunum“ gegründet. Der Löwe ist das Symbol von Lyon, hat aber nichts mit dem Namen zu tun. In der Stadt spaziert man durch unzählige Traboules, das sind Durchgänge mit sehenswerten Innenhöfen, die zum Teil aus dem 16. Jahrhundert stammen. 50 von 300 dieser Durchgänge mit den auffallend gelb-ockerfarbenen Kalksteinhäusern sind der Öffentlichkeit zugänglich. Lyon ist mit 3882 Restaurants eine Gourmet-Stadt wobei 18 sogar Sterne-Restaurants sind, aus diesem Grund ist Paul Bocuse auf einer der Freskos verewigt wurden. Kleine Wirtshäuser, Bouchons (Korken) sind, mit eigenen Spezialitäten, Teil des gastronomischen Kulturerbes der Region. Die verarbeiteten Wurstwaren und Innereien, die Lyon bekannt gemacht haben, bilden die Grundlage der leckeren und abwechslungsreichen Küche. Wir besuchen den Stadtteil Croix Rousse, der im 17. und 18. Jahrhundert Heimat der, in ganz Frankreich, berühmten Seidenherstellung war.

Man kann hier eine Seidenweberei besichtigen und die beliebte Seide kaufen, ein wunderschönes Andenken an diese fantastische Reise.

Als letzten Ausflug dieser Reise fuhren wir mit dem Reisebus nach Pérouges, eines der „schönsten Dörfer Frankreichs“, etwa 30 Kilometer nordöstlich von Lyon entfernt. Es war eine Reise in die Vergangenheit. Wie im Mittelalter nur alte Feldsteinhäuser, die Gassen mit Kopfsteinpflaster versehen, erkunden wir den kleinen Ort, wie unzählig viele andere Touristen. Auffällig sind die verzierten Schornsteine. Früher war Pérouges von Webern und Winzern besiedelt, heute gibt es Souvenirläden, Hotels und Restaurants, selbst einen 3*-Koch.

Die Spezialität von Pérouges ist das typische Gebäck, die galette de présentation, ein Zuckergebäck das nach einem Rezept aus dem Jahre 1912 hergestellt wird und überall im Ort zu finden ist, ob aus dem Fenster heraus oder im Restaurant, man kann es überall kosten. Pérouges war Filmkulisse für „Die drei Musketiere“ und „Fanfan, der Husar“.

Fazit: Das Ausflugsangebot für Landausflüge an der Rhône ist sehr abwechslungsreich, es wird immer auf den Grad der Schwierigkeiten hingewiesen, wie zum Beispiel, ob man viel laufen muss oder eher im Bus sitzt. Man erlebt Land und Leute. Man kann aber auf eigene Faust die Umgebung erkunden, dabei muss man sich wohl etwas motivieren, denn auch an Bord kann man es traumhaft genießen.

Für weitere Informationen auf https://www.a-rosa.de/flusskreuzfahrten

Danke an das gesamte A-Rosa-Team und besonders Nicole Lerrahn für die Unterstützung.

Fotos Gabriele Wilms

Über den Autor

Gabriele Wilms

Seit vielen Jahren beschäftige ich mich intensiv mit der Tätigkeit des Reisejournalistin und Bloggerin. Ich betreue Toureal als verantwortliche Chefredakteurin. Gut ein Drittel des Jahres bin ich daher für unser Reisemagazin unterwegs in den schönsten Hotels Europas.

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