Hotel Vier Jahreszeiten – Name verpflichtet

Das familiär geführte Hotel wurde 1991 von der Familie Walser erbaut und mit 50 Betten erbaut und eröffnet. Seitdem wurde es ständig erweitert und modernisiert. 2003 wurde die Residenz dazu gekauft und heute warten 135 Betten auf Ihre Gäste.

Hotel Vier Jahreszeiten

Die Tochter Jasmin unterstützt tatkräftig bei der Hotelführung, Jugend bringt neue Ideen und neuen Schwung hinein. Frau Walser berichtet zum Beispiel, dass sie begeistert ist, dass Jasmin den Yoga-Workshop mit Veronika Rössl vom MahaShakti Yoga Studio ins Hotel geholt hat. Bei diesem Workshop werden Yoga-Einheiten mit Outdoor-Aktivitäten, wie wandern oder Ski fahren verbunden. Der nächste Workshop findet vom 18.- 21.04.2013 unter dem Motto „Durchatmen und mehr für sich selbst tun mit Yoga und Ski“.

Warum nun „Vier Jahreszeiten“ als Hotelname fragte ich und strahlend erzählt mir Frau Walser „das Pitztal hat zu jeder Jahreszeit seinen Gästen etwas zu bieten und der Name verpflichtet auch zu jeder Jahreszeit gut zu sein.“ Ganz nach Feng Shui wird das Hotel, die Zimmer zu Beginn jeder Saison von Herrn Walser mit weißen Salbei und Rosenweirauch für Liebe und Harmonie ausgeräuchert und gereinigt. Dafür werden bestimmte Essenzen auf die glühende Kohle in einer Schale gegeben und damit durch die Räume gegangen. Während der Saison wird das Ritual immer Sonntags wiederholt. Dabei entscheidet Herr Walser nach Lust und Laune welche Essenzen verwendet werden. Die Gäste sagen, irgendetwas ist anders, wenn sie das Hotel betreten und genau das ist es.

Das Hotel hat eine ideale Lage am Ende des 17 km langen Pitztals mit seinen 27 Gemeinden. Im Sommer und Herbst ist es ideal zum wandern, im Winter ein Skiparadies. Auf dem Pitztaler Gletscher kann man das ganze Jahr Ski fahren. Diesen erreicht man perfekt vom Hotel aus. Während meines Besuches habe ich das tolle Herbstwetter zu ausgedehnten Wanderungen zum Wasserfall und ins Tal genutzt.

Das Hotel besteht aus zwei Gebäuden, dem Haupthaus und der Residenz. Diese sind mit einem Gang verbunden, so dass jeder Gast alle Räumlichkeiten der beiden Häuser nutzen kann. Jedes Gebäude hat einen kleinen, aber sehr feinen Wellnessbereich. Im Haupthaus ist der Zutritt des Wellnessbereiches Kindern unter 16 Jahren nicht gestattet. Hier finden Sie einen Whirlpool und textilfreien Saunabereich. Dem Whirlpool können Sie für ein Candylith-Baden buchen. Dabei werden rund um den Pool Kerzen aufgestellt, Prosecco und Obst gereicht und so können Sie es sich ganz ungestört gut gehen lassen. Die Residenz ist eher auf Kinder oder Familien zugeschnitten. Hier finden Sie den großen Pool und eine Familiensauna. Für die Erwachsenen ist der textilfreie Bereich vorbehalten. Dabei warten eine Infrarot-Sauna gekoppelt mit Soleregen, eine Dampfaroma-Sauna und eine finnische Sauna auf die Gäste zum schwitzen und entspannen. Im schönen Ruheraum können Sie bei sanfter Musik träumen.

Das Hotel wird fünf Mal im Jahr nach den 5 Elementen, Feuer, Wasser, Holz, Erde und Metall total um dekoriert. Zur Zeit meines Besuches war es gerade das Element „Erde“ mit warmen Farbtönen – Erdtönen in Vorhängen, Tischwäsche und der passenden Dekoration. Frau Walser sagt: „dies ist Wellness für das Auge“. Und das kann ich nur bestätigen, die liebevolle Gestaltung lässt immer wieder etwas Neues entdecken. Jeden Mittwoch gibt es ein 5 Elemente Gala-Menü, dabei wird nach den 5 Elementen gekocht.

Und so könnte solch das 5 Elemente Gala-Menü aussehen:
Wasser – fruchtiger Flußkrebssalat in Erbsencrepe an Belugalinsen Ananasdrink
Holz – Consomme vom Goldfasan und Balsamico mit Petersiliennockerl
Feuer – Feines Curcuma Paprikarisotto mit sautierten Radiccio
Erde – Zartes Ibericolendchen in der Kürbis-Apfelkruste an Steinpilz Ahornsaft´l dazu soufflierter Sellerie-Erdnuss Bierbrezen und kleines Gemüse Treffen
Metall – Flaumiges vom Kokos und Ingwer auf Schafskäsebiskuit an Pfefferminz Papayafondue
„Guten Appetit“
Für Alleinreisend, die das Hotel besuchen, gibt es ein ganz besonderes Angebot. Ihnen wird auf Wunsch im Sommer ein Wanderführer und im Winter ein Skiguide gestellt.

Die „Vier Jahreszeiten“ im Pitztal sind:
Frühling
Die Strahlen der Sonne werden von Tag zu Tag kräftiger. Während Sie am Gletscher begeistert den Firn hinunter wedeln, begegnen Ihnen beim Laufen im Tal die ersten Boten des Erwachens der Natur: Schneeglöckchen, Frühlingsknotenblumen, Leberblümchen und Lungenkraut. Langsam aber stetig schmilzt der Schnee an den Berghängen, weicht saftigen Almwiesen. Dabei steigt bei Qui Gong der Duft von Maiglöckchen in die Nase.
Sommer
Kurz, heiß. Die Natur zeigt ihre Muskeln. Alles scheint in Bewegung. Bienen begleiten Sie auf Ihren Touren. Klare Bergseen spenden heißen Fußsohlen Kühlung. Bergstock, Mountainbike, Gleitschirm – der Sommer kennt verschiedene Verkehrsmittel. Draußen-Sein und Mit-Sich-Eins-Sein
Herbst
Meister der Farbe. In der Wandlung präsentiert die Natur nochmals all ihre Pracht. Pilze suchen während der Nordic-Walking-Pausen. Der Gletscher schmückt sich mit frischem Weiß, leise beginnt das Kaminfeuer zu knistern.
Winter
Weiße Pracht. Tausend Möglichkeiten das Medium „Schnee“ zu erleben. Sportlich schnell, meditativ langsam. Strahlend weiße Gipfel tauchen ins Tiefblau des Winterhimmels. Ausgleich, Schutz, Geborgenheit im Hotel. Indoor die Oase finden, um Kraft zu tankenfür die nächsten Abenteuer.

Ein Besuch im Hotel Vier Jahreszeiten lohnt sich wirklich zu jeder Jahreszeit und Familie Walser mit Ihrem auffallend freundlichen Personal heißen Sie herzlich willkommen, Hotel mit viel Herz, danke.

Gabriele Wilms
Über Gabriele Wilms 1005 Artikel
Seit vielen Jahren beschäftige ich mich intensiv mit der Tätigkeit des Reisejournalistin und Bloggerin. Ich betreue Toureal als verantwortliche Chefredakteurin. Gut ein Drittel des Jahres bin ich daher für unser Reisemagazin unterwegs in den schönsten Hotels Europas.

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