Sex(y) in the City, das sind schöne Beine = Hässliche Füsse?

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Schuhe lieben wir, High Heels vergöttern wir und für Manolo Blahniks oder Louboutins würde so manche Frau einfach alles tun. Kleine Frauen mogeln sich damit ein Stückchen grösser, große Frauen noch attraktiver und es gibt wohl keinen Mann, der dem Anblick von endlos langen High Heels-Beinen widerstehen kann. Dass sie nicht gerade gesund sind, ist hinlänglich bekannt, aber wussten Sie, dass schöne Schuhe auf Dauer die Füße nicht nur krank, sondern auch hässlich machen können?

Hallux valgus, Hornhaut, Schwielen und Blasen lassen selbst Supermodels ihre Füße gern verstecken. Ein gewichtiges Argument für stilbewusste Ladys, um dem weltweit einzigen Fußkartographen in München-Schwabing einen Besuch abzustatten. „Schöne Beine sind nur dann wirklich sexy, wenn sie sich auch ohne Schuhe blicken lassen können.“, so eine starke Ansage von Carsten Stark. Er versteht die Wünsche seiner Klientinnen und gibt hilfreiche Tipps, wie Frauen ihre heiss geliebten High Heels mit Köpfchen tragen und so Schaden vermeiden können.

Carsten Stark ist nicht umsonst der Fusskartograph, dem die Frauen vertrauen. Er weiß nicht erst seit „Sex and the City“ um die dem weiblichen Geschlecht scheinbar angeborene Liebe zu Schwindel erregend hohem Schuhwerk. Natürlich riskiert auch er gerne einen Blick auf tolle High Heels-Beine, aber Carsten Stark schaut auch auf die Füsse – oder ganz besonders auf die Füsse. Selbst Supermodels und Hollywood-Diven sind nicht vor den unschönen Zeichen der Zeit gefeit und so findet der Fusskartograph auch an diesen Luxusfüßchen Schwielen, Hammerzehen und durch permanent falsches Schuhwerk Deformierungen. Neben derartigen optischen Beeinträchtigungen leiden viele High-Heels-Trägerinnen oftmals unter Rückenschmerzen, Nackenverspannungen und Spannungskopfschmerz – alles Folgen unausgewogener Funktionen des Fusses durch einseitige Überlastung. Doch seine Tipps schaffen Abhilfe, die sich leicht umsetzen lassen.

Hätte der Fusskartograph aus München die vier New Yorker Luxusladys auf ihrem Trip durch die Wüste begleitet, wäre die Devise „Schuhe aus, den Sand zwischen den Zehen spüren und (er)leben“ gewesen. Barfuss durch den heißen Wüstensand zu laufen, ist ein Genuss für die Füsse. Überhaupt rät Carsten Stark die Schuhe so oft wie möglich in die Hand zu nehmen und den Boden unter den Füßen hautnah zu fühlen. Keine Frau muss auf High Heels verzichten, aber sie sollen bewusst und nur kurz getragen werden. Zum Ausgleich dafür freuen sich die Füsse, wenn sie in gesundes, flaches Schuhwerk gebettet werden. Wie schick barfuss sein kann, zeigte uns beim für Deutschland so erfolgreichen Eurovision Song Contest in Oslo die Teilnehmerin aus Georgien. Die hübsche Musicalsängerin trug zum eleganten Abendkleid keine Schuhe. Ihrer attraktiven Ausstrahlung wirkte dies jedenfalls nicht entgegen.

Die meisten Klienten von Carsten Stark können ein Lied davon singen, welche Massnahmen sie vor dem Besuch bei ihm schon ergriffen haben, um ihre Fussprobleme in den Griff zu bekommen. Zwecklos. Von Einlagen über Fuss-OPs bis zur Hornhautentfernung, Pediküre und dem Eincremen der Füsse hat alles nichts gebracht. Mitunter bekamen sie selbst von Spezialisten zu hören, dass sich die Probleme nicht beheben lassen würden. Glücklich diejenigen, die dann vom Fusskartographen hören und sich an ihn wenden. Selbst Klienten aus entfernten Regionen nehmen den Weg nach München auf sich, um mit Carsten Stark regelmässig ihre Füsse zu trainieren. Ein individuell erarbeiteter Trainingsplan soll dem Fuss durch mehr Eigenstabilität helfen, sich gegen Verschränkungen zu wehren. Carsten Stark möchte mit dem gezielten Training den Fuss so aufbauen, dass eine Fuss-OP vermieden werden kann. Angesichts des anhaltenden Kults um SATC und der scheinbar immer grösser werdenden (Ersatz)Liebe (?) zu Designerstilettos bleibt nur zu hoffen, dass der neueste OP-Trend aus den USA hierzulande keine Nachahmerinnen findet. So lassen sich Amerikanerinnen bereits ihre kleinen Zehen amputieren, um perfekt in ihre High Heels zu passen. Bevor es so weit ist – der Besuch beim Fusskartographen wirkt auch psychotherapeutisch und kann vor derartigen Verrücktheiten schützen.

Fotos Fusskartograph Carsten Stark

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Über den Autor

Gabriele Wilms

Seit vielen Jahren beschäftige ich mich intensiv mit der Tätigkeit des Reisejournalistin und Bloggerin. Ich betreue Toureal als verantwortliche Chefredakteurin. Gut ein Drittel des Jahres bin ich daher für unser Reisemagazin unterwegs in den schönsten Hotels Europas.

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